Sitz/Verbreitung

Einzelmitglieder in Deutschland

Gründung/Bestehen

1991 als international nicht anerkannte Tschetschenische Republik Itschkerien, seit 2007 Kaukasisches Emirat

Veröffentlichungen

Einzelne Veröffentlichungen im Internet, Austausch in sozialen Netzwerken

Kurzportrait/Ziele

Mit dem Zerfall der UdSSR 1991 und im Zuge der Unabhängigkeit der südkaukasischen Staaten Armenien, Aserbeidschan und Georgien entstand im nördlichen Kaukasus, vor allem in Tschetschenien, eine separatistische Bewegung mit dem Ziel einer Loslösung von Russland.

Finanzierung

Spenden

Grund der Beobachtung/Verfassungsfeindlichkeit

Das Kaukasische Emirat hat das Ziel, die russische Armee mit Gewalt zum Rückzug aus Tschetschenien zu zwingen und im Nordkaukasus einen islamischen Staat zu errichten. Dabei werden auch terroristische Mittel eingesetzt. Im Juni 2013 wurde das Kaukasische Emirat durch das Bundesministerium der Justiz als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft und eine Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung ausgesprochen.

Deutschland dient den Anhängern der Bewegung primär zur Akquirierung finanzieller und logistischer Unterstützung. Da die Strukturen des Kaukasischen Emirates zerfallen und in Deutschland eine sehr heterogene Szene zu beobachten ist, wird in der Berichterstattung des Verfassungsschutzes von der „islamistischen nordkaukasischen Szene (INS)" gesprochen. Die INS betreibt in Nordrhein-Westfalen Propaganda für die Bewegung im Nordkaukasus. Sie verfügt hier über keine festen Strukturen. Einzelne, zum Teil herausragende Personen der INS sind in Nordrhein-Westfalen jedoch für die Organisation in überregionalen Zusammenhängen aktiv.

Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen beobachtet das Kaukasische Emirat auf der Grundlage des § 3 Abs. 1 Nr. 3 VSG NRW, da die Bestrebung die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland durch die Anwendung von Gewalt und darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen gefährdet.