Sicherheitskraft bei Großveranstaltung

Sicherheit von Großveranstaltungen auf dem Prüfstand

Es gibt viele Veranstaltungen und Events im Freien. Städte und Gemeinden müssen sich deshalb immer häufiger mit der Sicherheit von Großveranstaltungen in ihrem Gemeindegebiet auseinandersetzen.

Vielfältige Sicherheitsaspekte, die durch unterschiedliche Fachgesetze geregelt werden, sind bei der Durchführung von Großveranstaltungen durch die Kommunen zu prüfen. Um den Kommunen hier eine Orientierung zu geben, hat eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Kommunalen Spitzenverbände und von Fachleuten den Orientierungsrahmen für Großveranstaltungen erarbeitet.

Hilfestellung für Kommunen und Veranstalter Großveranstaltungen nicht verhindern, sondern sicher ermöglichen

Der Orientierungsrahmen für die kommunale Planung, Genehmigung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen im Freien soll  die Kommunen unterstützen, in deren Gemeindegebiet eine Großveranstaltung stattfinden wird. Er baut auf Erfahrungen auf, die sich in der Praxis bewährt haben.

Durch ein strukturiertes, transparentes und fachlich fundiertes Verfahren werden Veranstaltungen sicher geplant und durchgeführt. Eine systematische Nachbereitung von Großveranstaltungen sorgt für eine laufende Verbesserung der Sicherheit.

Die Anlagen zum Orientierungsrahmen stellen Arbeitshilfen für die Kommunen und Veranstalter dar. Sie geben allen Interessierten einen Überblick über die Grundlagen der Prüfung.

Modell für den Ablauf der Sicherheitsüberprüfung

Der Orientierungsrahmen empfiehlt den Kommunen die Ernennung zentraler Ansprechpartner und Koordinierungsgremien für Großveranstaltungen. Wer eine Veranstaltung plant, wendet sich an den zentralen Ansprechpartner der Kommunalverwaltung am Veranstaltungsort. Dieser leitet die Veranstaltungsanfrage den zuständigen Ämtern zu und schaltet bei Großveranstaltungen ein Koordinierungsgremium ein. In dem Koordinierungsgremium sind alle Ämter und Behörden vertreten, deren Expertise für die Beurteilung der Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen erforderlich ist.

Diese Struktur bietet Vorteile:

  • Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können so ihre Verantwortung für die Sicherheit von Großveranstaltungen in ihrer Kommune besser wahrnehmen.
  • Veranstaltern wird erspart, sich mit unterschiedlichen Anforderungen der Ämter und Behörden auseinanderzusetzen.

Ablaufplan (Anhang I des Orientierungsrahmens)

Organisationsplan einer kreisfreien Stadt, in der häufig Großveranstaltungen stattfinden als Beispiel (Anhang III des Orientierungsrahmens)

Sicherheitskonzept: Inhalt und Prüfung

Das Sicherheitskonzept beinhaltet alle baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die im Vorfeld einer Großveranstaltung vom Veranstalter vorzusehen sind. Wer eine Großveranstaltung plant, reicht das Sicherheitskonzept bei der Kommune, in der die Veranstaltung stattfinden soll, ein. Das Muster für ein Sicherheitskonzept, welches die gängigen und wichtigsten Sicherheitsfragen berücksichtigt, soll Veranstaltern einen ersten Überblick geben. Die Örtlichkeit und die Art der Veranstaltung erfordern in der Regel noch zusätzliche Maßnahmen.

Ausgewählte Prüfaspekte (Anhang IV zum Orientierungsrahmen) erleichtern der Verwaltung die Prüfung des Sicherheitskonzeptes des Veranstalters.

Veranstalterfragebögen (Anhang VII zum Orientierungsrahmen) unterstützen den zentralen Ansprechpartner bei der Ermittlung und Erfassung aller für seine Aufgabe notwendigen Informationen.

Nachbearbeitung

Die Handlungsempfehlung für die Nachbereitung von Veranstaltungen (Anhang V zum Orientierungsrahmen) und die systematische Erfassung von Erfahrungen(Anhang VI zum Orientierungsrahmen) ermöglichen eine ständige Verbesserung der Sicherheitsstandards mit Blick auf die nächsten Veranstaltungen.