Bundesweiter erster Verkehrsversuch für mehr Sicherheit von Kradfahrern wird ausgeweitet
Das Ministerium des Innern teilt mit:
Mit einem Aktionstag in Heimbach im Kreis Düren haben Innenminister Herbert Reul und Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer am Sonntag, 15. März 2026, offiziell die Motorradsaison 2026 eröffnet. Gemeinsam mit der NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr und zahlreichen Netzwerkpartnern warben sie für mehr Rücksicht, Sicherheit und Verantwortung auf zwei Rädern.
Innenminister Herbert Reul erklärte: „Motorradfahren ist Leidenschaft, aber auch Risiko. Keine Knautschzone, hohe Geschwindigkeit: Ein kleiner Fehler kann schlimme Folgen haben. Wer mit Köpfchen fährt, trägt gute Schutzkleidung, ist sichtbar und kommt sicher an. Gerade nach der Winterpause müssen sich Mensch und Maschine wieder fahrbereit machen. Ich wünsche allen Kradfahrern gute Fahrt und sicheres Ankommen.“
Um die Sicherheit auf beliebten Biker-Strecken zu erhöhen, will das Land seinen bundesweit einzigartigen Verkehrsversuch ausweiten: 2023 wurden auf der kurvenreichen „Panoramastraße“ (L218) im Kreis Düren ellipsenförmigen Fahrbahnmarkierungen erprobt. Sie sollen Motorradfahrende zu einer sicheren Fahrlinie führen und verhindern, dass sie beim Schneiden der Kurve in den Gegenverkehr geraten – eine häufige Ursache für schwere Unfälle.
Verkehrsminister Oliver Krischer: „Diese Maßnahme hat sich bewährt. Deshalb weiten wir den Versuch jetzt auf den Kreis Euskirchen aus und machen Druck auf den Bund, diese Möglichkeit zur Markierung in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen, damit sie bundesweit angewendet werden kann. Von den positiven Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen sollen alle Länder profitieren.
Wissenschaftliche Auswertungen an der L218 zeigen, dass die Fahrlinie entlang des gesicherten Bereichs doppelt so oft gefahren wurde wie vor der Anbringung. Damit sinkt die Kollisionsgefahr und es werden geringere Kurvengeschwindigkeiten gemessen. Aufgrund dieser Erfahrungen weitet das Verkehrsministerium den Versuch nun auf zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen aus – an der B 266 in Schleiden und an der L 234 in Bad Münstereifel. Beide Strecken sind kurvenreich und werden von Bikern stark genutzt. Auch dort ist eine wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen geplant.
Auf dem Aktionstag am Sonntag in Heimbach informierten Polizei, Verkehrswacht, ADAC, DEKRA, das Institut für Zweiradsicherheit, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sowie weitere Partner über Sicherheit, Technik und Prävention. Innenminister Reul und Minister Krischer überreichten zudem neuen Organisationen die Beitrittsurkunden zur NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr. Der Kreis Düren und die Eifel zählen zu den beliebtesten Motorradregionen des Landes. Mit dem gemeinsamen Auftakt unterstrichen beide Ministerien die Bedeutung der Zusammenarbeit von Innen- und Umweltressort bei Verkehrssicherheit und Lärmminderung.
Aus der aktuellen Unfallbilanz geht hervor, dass im Jahr 2025 in Nordrhein-Westfalen 45 Motorradfahrende bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. 2024 waren es 86. Das entspricht einem Rückgang von über 47 Prozent und ist der niedrigste Wert im Zehnjahresvergleich. Zugleich stieg die Zahl der Leichtverletzten um 18 Prozent, bei den Schwerverletzten verzeichnet die Polizei einen leichten Anstieg um rund 3 Prozent. Rund 35 Prozent aller Unfälle waren Alleinunfälle, bei denen der Fahrer oder die Fahrerin ohne Beteiligung anderer Personen die Kontrolle über die Maschine verlor.
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