SICHERHEIT
FÜR NORDRHEIN-WESTFALEN

Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe)

Sitz/Verbreitung

Landesweit mit Schwerpunkten in Ballungszentren

Gründung/Bestehen

1978 Gründung der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereinen in Europa e.V. (Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu – ADÜTDF)

1987 Abspaltung und Gründung der Union der Türkisch-islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (Avrupa Islam Kültür Dernekleri Birliği – ATIB) von der heutigen ADÜTDF

1994 Gründung der Föderation der Weltordnung in Europa (Avrupa Nizam-ı-Alem Federasyonu – ANF)

Veröffentlichungen

Webseiten, Facebook-, Instagram-, X und TikTok-Profile und -Gruppen, YouTube, Zeitschrift Referans (ATIB) und Zeitschrift Alperen (ANF)

Kurzportrait/Ziele

Die heterogene türkisch-rechtsextremistische Ülkücü-Bewegung zeichnet sich durch ihr turanistisches Weltbild aus. Die politische und geschichtliche Bedeutung des Osmanischen Reiches dient als narrative Grundlage für die Überlegenheit der türkischen Nation. Zentrales Merkmal der Bewegung ist die Idealisierung der eigenen türkischen Identität bei gleichzeitiger Herabwürdigung anderer Volksgruppen und politischer Gegner. Ziel ist die Vereinigung aller Turkvölker in einem Staat „Turan“.

Finanzierung

ADÜTDF, ATIB, ANF:
Mitgliedsbeiträge, Spenden, Verkauf von beispielsweise Kalendern

Grund der Beobachtung/Verfassungsfeindlichkeit

Wegen ihres extremistischen-nationalistischen Gedankengutes handelt es sich bei der Ülkücü-Bewegung um eine Gruppierung, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung beziehungsweise gegen das friedliche Zusammenleben der Völker richtet und zugleich gegen den im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz verstößt. Somit erfüllt diese Bewegung mit ihren Gruppierungen die Voraussetzungen zur Beobachtung durch die Verfassungsschutzbehörde (§ 3 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 4 VSG NRW)