Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber
Die Landesregierung teilt mit:
In der Kölner LANXESS-Arena haben am Mittwoch, 15. April 2026, rund 3.000 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter sowie Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter der Polizei Nordrhein-Westfalen ihren Diensteid geleistet. Mit dem Schwur auf das Grundgesetz und auf die Landesverfassung bekennen sie sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Für die jungen Frauen und Männer beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, der Mut, Einsatzbereitschaft und Haltung verlangt.
Vor mehr als 11.000 Gästen, darunter viele Angehörige sowie Freundinnen und Freunde, wurden die Nachwuchskräfte feierlich in den Polizeidienst aufgenommen. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul richteten persönliche Worte an die Vereidigten. Beide betonten die Bedeutung dieses Moments für die angehenden Staatsdienerinnen und -diener sowie für die Sicherheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die wehrhafte Demokratie braucht eine gut aufgestellte Polizei und leistungsfähige Sicherheitsbehörden. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren so viele neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt wie nie zuvor in der Geschichte des Landes: Seit 2023 waren es in jedem Jahr 3.000 junge Frauen und Männer, das sind mehr als doppelt so viele pro Jahr wie noch vor zehn Jahren. Unsere Polizistinnen und Polizisten können sich auf die Landesregierung verlassen: Unser Haushalt für innere Sicherheit steigt in diesem Jahr auf 7,9 Milliarden Euro und damit auf den größten Etat, den Nordrhein-Westfalen jemals hatte. Mit dem neuen Polizeigesetz sorgen wir zudem für zeitgemäße, erweiterte Befugnisse für unsere Polizei.“
Innenminister Herbert Reul: „Die Anwärterinnen und Anwärter sind von nun an nicht nur für die Sicherheit im Land verantwortlich, sondern sie sind jetzt auch das Gesicht dieses Staates. Das legt man nach Feierabend nicht einfach ab. Der Polizeiberuf ist nicht irgendein Nine-to-Five-Job, sondern ein demokratischer Auftrag. Wer zur Polizei geht, hat sich dafür entschieden, Regeln zu schützen, die wir uns gegeben haben, unser Staatswesen zu sichern, unser Grundgesetz zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass die Würde des Menschen unantastbar bleibt. Sie können stolz auf diese Aufgabe sein.“
Der Polizeiberuf bleibt in Nordrhein-Westfalen ein attraktiver Beruf. Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft prägen das Berufsbild und machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber. Auch im aktuellen Jahrgang verzeichnete die Polizei Nordrhein-Westfalen rund 12.000 Bewerbungen. Seit 2017 haben mehr als 25.000 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die konstant hohen Einstellungszahlen sichern den personellen Ausbau der Polizei in den kommenden Jahren und schaffen die Grundlage für eine dauerhaft leistungsfähige und bürgernahe Polizei in Nordrhein-Westfalen.
Die Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Dort stehen unter anderem Einsatzlehre, Verkehrs- und Strafrecht, Staats- und Eingriffsrecht, Kriminalistik sowie sozial- und politikwissenschaftliche Grundlagen auf dem Programm. Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen trainieren sie einsatznahes Handeln, etwa bei Kontrollen, Verkehrsunfällen und unterschiedlichen Einsatzlagen. Praxisphasen in den Polizeibehörden gewähren früh Einblicke in den Streifendienst und die kriminalpolizeiliche Ermittlungsführung. Nach drei Jahren schließen sie das Studium mit dem Bachelorgrad im Polizeivollzugsdienst ab und wechseln in den aktiven Dienst in Wachdienst, Einsatz- und Ermittlungsbereiche.
Auch Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und schließen mit dem Bachelor of Laws ab. Im Studiengang Staatlicher Verwaltungsdienst Allgemeine Verwaltung stehen vor allem Rechtswissenschaften im Mittelpunkt, ergänzt um Inhalte aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In den Praxisphasen sind die Anwärterinnen und Anwärter in Verwaltungsbereichen der Polizeibehörden eingesetzt und lernen dort unter anderem Personal- und Finanzwesen sowie Ordnungs- und Leistungsverwaltung kennen. Nach drei Jahren qualifizieren sie sich für Aufgaben im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich. Dazu zählen die Fachhochschulreife, ein Meisterbrief oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung.
Um auch jungen Menschen mit mittlerem Schulabschluss den Einstieg in den Polizeidienst zu ermöglichen, bietet die Polizei Nordrhein-Westfalen den Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ an ausgewählten Berufskollegs an.
Mehr Informationen zum Einstieg bei der Polizei finden Sie hier.
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