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Pressemitteilungen

19.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:


Seit dem 13. Januar 2026 ist es amtlich: Der bisherige Referatsleiter Personal der Polizei und stellvertretender Gruppenleiter im Ministerium des Innern übernimmt die Leitung des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW). Markus Henkel steuert damit demnächst einen der größten polizeilichen Bildungsträger Europas. Der 47-jährige Polizeibeamte folgt auf Christine Frücht, die das Amt der Polizeipräsidentin in Bochum übernommen hatte. In der Zukunft soll das Landesamt noch stärker und digitaler als Impulsgeber in Personal-, Führungs- und Bildungsthemen auftreten und damit die Weiterentwicklung der Polizei Nordrhein-Westfalen in diesem Bereich aktiv mitgestalten.

Innenminister Herbert Reul: „Mit Markus Henkel gewinnen wir einen ausgewiesenen Fachmann und Menschenfreund für die Leitung des LAFP NRW. Er kennt die Polizei aus langjähriger Praxis ebenso wie aus der strategischen Perspektive der Landesverwaltung. Seine umfassende Erfahrung in Personalfragen und seine Führungsverantwortung im Innenministerium sind eine hervorragende Grundlage für diese anspruchsvolle Aufgabe.“

Markus Henkel ist seit 28 Jahren Angehöriger der Polizei Nordrhein-Westfalen. Seine Laufbahn begann er als Polizeikommissar in Köln. Viele weitere Stationen folgten, unter anderem im Landeskriminalamt. Nach dem Wechsel in den höheren Polizeidienst im Jahr 2014 übernahm er verschiedene Funktionen im Polizeipräsidium Krefeld und im Innenministerium, unter anderem in leitender Verantwortung im Bereich Controlling. Berufsbegleitend absolvierte er ein Managementstudium an der Düsseldorf Business School. Außerdem ist er viele Jahre als Lehrbeauftragter tätig.

Seit 2021 ist er als Referatsleiter für das Personal der Polizei Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Ein Herzensanliegen ist für ihn, als Inklusionsbeauftragter der Polizei NRW tätig zu sein. Bis vor kurzem stand er zudem an der Spitze der Task Force 3000 – damit war er verantwortlich für die Einstellung von jährlich rund 3.000 Polizistinnen und Polizisten. In diesem Zusammenhang arbeitete er bereits eng mit den polizeilichen Ausbildungsträgern zusammen. Die Leitung des LAFP NRW knüpft damit unmittelbar an seinen bisherigen beruflichen Schwerpunkt an.

Markus Henkel: „Die Qualität polizeilicher Arbeit beginnt bei Ausbildung, Fortbildung und Personal. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LAFP NRW möchte ich die Verantwortung für eine hohe Qualität verlässlich, zukunftsorientiert und in einer offenen, wertschätzenden Führungskultur wahrnehmen.“

Dem LAFP NRW obliegt innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei die Dienstaufsicht in beamten- und arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Damit kommt der Behörde eine zentrale Steuerungsfunktion im Bereich Personal zu. Künftig wird zudem der Polizeiärztliche Dienst dort gebündelt. Diese strukturelle Reform wurde von Markus Henkel während seiner Zeit als Referatsleiter im Innenministerium maßgeblich angestoßen und vorbereitet.

Das LAFP NRW mit seinen 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist neben dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste eine der drei Landesoberbehörden der nordrhein-westfälischen Polizei. An den großen Standorten Selm, Brühl, Schloss Holte-Stukenbrock sowie Neuss und Münster werden jährlich mehrere tausend Kommissaranwärterinnen und -anwärter auf ihre Aufgaben in den Polizeibehörden vorbereitet, sowie Polizistinnen und Polizisten aus Nordrhein-Westfalen fortgebildet.

Das LAFP NRW ist landeszentral zuständig für die Fortbildung unter anderem in den Bereichen Einsatz und Gefahrenabwehr, Kriminalität, Verkehr, Führung und Recht. Darüber hinaus verantwortet es Aufgaben der Personalwerbung und -auswahl und nimmt Aufsichts- sowie aufsichtsunterstützende Funktionen für das Innenministerium wahr.

 


Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 871-01.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums des Innern, Telefon 0211 871-1111.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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Herr Henkel

Kernaufgabe wird die digitale Transformation der Polizei NRW sein

19.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Markus Hattwig (53) wird neuer Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) in Duisburg. Dies hat das Landeskabinett auf Vorschlag von Minister Herbert Reul beschlossen.


„Markus Hattwig bringt die technische Finesse mit, die es für diesen Job braucht. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Modernisierung und Digitalisierung der Polizei. Er weiß, an welchen Schrauben gedreht werden muss, um den großen Behördentanker in eine digitale Zukunft zu lenken. Das wird weiterhin eine große Herausforderung sein. Doch mit Markus Hattwig haben wir den richtigen Mann für den richtigen Job gefunden. Er wird dafür sorgen, dass wir selbstsicher nach vorne schauen können!“


Das LZPD NRW kennt Hattwig seit vielen Jahren. Bereits 2009 hat er hier erste Führungsaufgaben übernommen, danach folgten weitere Stationen beim Polizeipräsidium Dortmund und in der Kreispolizeibehörde Soest bis er in das Innenministerium wechselte, wo er als IT-Referent an der Entwicklung der Digitalstrategie mitgewirkt hat.


Von dort zog es ihn zurück in das Polizeipräsidium Dortmund, wo er als Leiter des Ständigen Stabes seine Expertise bei vielen herausfordernden Einsatzlagen erweiterte.


Schließlich kehrte er vor etwas mehr als zwei Jahren als stellvertretender Leiter der IT-Abteilung zurück in das LZPD NRW.  IT und Technik sind die Themenbereiche, die Markus Hattwig auch in seiner neuen Funktion beschäftigen werden: „Wir stehen vor der Mammutaufgabe, die digitale Transformation der Polizei nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten. Die Kriminalität wird digitaler und internationaler, das Einsatzgeschehen immer herausfordernder – unsere Antwort darauf muss eine hochmoderne, vernetzte und gleichzeitig krisenfeste Technik sein. Zudem müssen wir in Zeiten knapper Ressourcen und globaler Veränderungen sicherstellen, dass wir als Polizei handlungsfähig bleiben. Mein Ziel ist es, dass das LZPD NRW auch in Zukunft der verlässliche und starke Partner für eine zukunftsfähige Polizei bleibt und wir mit pragmatischen Innovationen die Kolleginnen und Kollegen in den Behörden gut und zuverlässig bei ihrer Arbeit unterstützen.“


Das LZPD NRW sorgt für die gesamte IT der Polizei NRW – von der Soft- und Hardware bis zur Infrastruktur. Darüber hinaus ist es für die Beschaffung von Polizeibekleidung, Fahrzeugen, Schiffen, Hubschraubern, Bewaffnung und Ausrüstung zuständig. Neben der logistischen Unterstützung bedient diese Landesoberbehörde auch das operative Einsatzgeschäft. Mit der rund um die Uhr besetzten Landesleitstelle werden die Kräfte der Bereitschaftspolizei und der Spezialeinheiten für ganz Nordrhein-Westfalen koordiniert und die Polizeibehörden durch das Bereitstellen von Spezialtechnik unterstützt. „Das LZPD NRW ist das technologische und logistische Herz unserer Polizei. Was mich hier besonders beeindruckt, ist die enorme Bandbreite: Vom Streifenwagen über die modernste IT-Infrastruktur bis hin zur Unterstützung bei Einsätzen zu Land, zu Wasser und in der Luft sorgt diese Behörde dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen im Einsatz und in der Kriminalitätsbekämpfung sicher und professionell arbeiten können. Es ist diese Kombination aus Innovationskraft und praktischem Nutzwert für die Sicherheit im Land, die das LZPD NRW für mich so einzigartig macht“, stellt der zukünftige Behördenleiter fest.


Hattwig lebt mit seiner Familie im Kreis Soest. Er ist seit 1995 Polizist, hat die Organisation aus allen Perspektiven kennengelernt und zahlreiche Großeinsätze koordiniert. Seine Expertise war zudem häufig gefragt, wenn dringende und umfangreiche Koordinierungsaufgaben anstanden: So hat er zum Beispiel im Rahmen der Pandemie ein Logistikkonzept zur Verteilung der Schnelltests umgesetzt oder Hilfsleistungen für die Ukraine auf den Weg gebracht.

Herr Hattwig

Minister Reul: Dirk Hulverscheidt weiß, worauf es ankommt

14.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Dirk Hulverscheidt übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Inspekteurs der Polizei. Das hat das Landeskabinett auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen. Er folgt damit auf Michael Schemke, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist. Der Inspekteur der Polizei ist der ranghöchste uniformierte Polizeibeamte Nordrhein-Westfalens. Er steht damit an der Spitze der uniformierten Polizistinnen und Polizisten im Land.


Innenminister Herbert Reul: „Dirk Hulverscheidt ist einer unserer erfahrensten Polizisten. Er kann Lagen schnell lesen, sicher einordnen und die richtigen einsatzfachlichen Schlüsse ziehen. Er hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt und weiß daher genau, wie es den Polizistinnen und Polizisten in ihrem täglichen Dienst ergeht. Er hat in seinen vielen unterschiedlichen Verwendungen gezeigt, dass er Polizeiarbeit in der Gesamtheit im Blick hat - auch über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus. Genau so jemanden brauchen wir an der Spitze der Polizei und damit an der Schaltstelle im Ministerium des Innern. Ich weiß, dass er die Polizei Nordrhein-Westfalen mit Klarheit, Augenmaß und Führungsstärke nach vorne bringen wird.“


Dirk Hulverscheidt ist 55 Jahre alt und stammt aus dem Bergischen Land. Seit 1989 ist er bei der Polizei tätig. Seine Laufbahn begann zunächst im Streifendienst in der Kölner Innenstadt. Es folgten später Stationen bei der Autobahnpolizei sowie bei der Polizei Dortmund und beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste. Im Jahr 2015 wechselte Dirk Hulverscheidt in das nordrhein-westfälische Innenministerium. Dort ist er insbesondere mit Fragen der Einsatztaktik und der Bewältigung besonderer Lagen befasst. In dieser Funktion war er unter anderem maßgeblich in die polizeiliche Arbeit rund um die Fußball-Europameisterschaft 2024 eingebunden. Er war bundesweit verantwortlich für das polizeiliche Rahmenkonzept der Polizeien der Länder und des Bundes als wesentlicher Baustein der Sicherheitsarchitektur. Zudem begleitete er polizeiliche Großeinsätze wie die Räumungen im Hambacher Forst und in Lützerath.


Der neue Inspekteur der Polizei sagte anlässlich seiner Ernennung:
„Die Polizei Nordrhein-Westfalen leistet tagtäglich und rund um die Uhr wichtige Arbeit für die Sicherheit der Menschen im Land. Ich möchte unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich unterstützen und gemeinsam mit ihnen dafür sorgen, dass die Polizei auch in Zukunft leistungsfähig, modern und bürgernah ist. Besonders wichtig ist mir eine hohe Präsenz und Ansprechbarkeit. Die Polizei muss möglichst schnell und einsatzbereit am Ort des Geschehens sein. Ich möchte, dass die Polizei auch bei komplexen und herausfordernden Einsatzlagen rechtsstaatlich und im Sinne ihrer gesellschaftlichen Verantwortung einschreitet. Gerade bei der derzeitigen Sicherheitslage geht es darum, die Polizei umfassend zu befähigen und auszustatten, damit sie ihren gesetzlichen Auftrag bestmöglich erfüllen kann. Sie ist mehr denn je wesentliches, stabilisierendes Element in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.“


Der Inspekteur der Polizei trägt die fachliche Verantwortung für die uniformierte Polizei Nordrhein-Westfalens. Zu seinen Aufgaben gehören die landesweite Koordination der strategischen Polizeiarbeit in Einsatz- und Verkehrsangelegenheiten. 

Dirk Hulverscheidt - IdP

Minister Reul: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sollen sicher ins neue Jahr kommen

29.12.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Feiern, Feuerwerk und volle Straßen: Die Silvesternacht ist jedes Jahr eine große Herausforderung für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Brände, Unfälle, medizinische Notfälle sowie Einsätze im Zusammenhang mit Alkohol und Pyrotechnik sorgen für ein hohes Einsatzaufkommen. Auch Angriffe auf Einsatzkräfte gehörten in den vergangenen Jahren leider zum Jahreswechsel dazu.


Innenminister Herbert Reul: „Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sollen sicher und voller Vorfreude ins neue Jahr kommen. Silvester ist aber kein Freibrief für Gewalt und Zerstörungswut. Wer randaliert oder Einsatzkräfte angreift, den ziehen wir aus dem Verkehr. Die meisten gehen verantwortungsvoll mit Feuerwerk um. Aber wo Pyrotechnik zur Gefahr wird, greifen wir konsequent ein. Halten Sie sich an die Spielregeln, lassen Sie alles bleiben, was gefährlich ist und Leute verletzen kann. Ich wünsche allen, ganz besonders den Einsatzkräften, einen sicheren und friedlichen Jahreswechsel.“

Aufgrund der Erfahrungen aus vergangenen Silvesternächten trifft die Polizei Nordrhein-Westfalen besondere Vorkehrungen für den bevorstehenden Jahreswechsel.

Landesweit werden rund 7.600 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein (Vorjahr: ca. 7.400), um für einen sicheren Jahreswechsel zu sorgen.

Das Innenministerium hat die 47 Kreispolizeibehörden per Erlass besonders sensibilisiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Eigensicherung der Einsatzkräfte sowie der erhöhten Gefährdungslage durch politisch motivierte Kriminalität. Viele Bereitschaftspolizisten stehen zusätzlich bereit, die örtlichen Polizeibehörden bei Bedarf kurzfristig zu unterstützen. Darüber hinaus wird die Polizei an besonders frequentierten Feierorten präsent sein. Unterstützt wird die Polizei zudem durch die mobilen Videobeobachtungsanlagen, die in einigen Städten zum Einsatz kommen. Straftaten, insbesondere bei Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, werden zeitnah und sorgfältig bearbeitet, wobei der Schutz der Opfer stets im Mittelpunkt steht. Bei Störungen der öffentlichen Sicherheit oder Gewalttaten wird die Polizei entschlossen und konsequent einschreiten.

Minister Reul: Clankriminalität hat in Nordrhein-Westfalen keinen Platz

10.12.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Nordrhein-Westfalen bleibt entschlossen im Kampf gegen Clankriminalität. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hat das siebte Lagebild zu Clankriminalität erstellt. Innenminister Herbert Reul hat die Ergebnisse am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt. 2024 hat die Polizei rund 6.700 Straftaten von kriminellen Clanangehörigen erfasst. Insgesamt wurden rund 700 Razzien etwa 1.700 Objekte überprüft. Ein Erfolg ist die deutliche Steigerung der vorläufigen Vermögenssicherungen im Zusammenhang mit der Clankriminalität. Die Summe der vorläufig gesicherten Werte liegt bei etwa 1,75 Millionen Euro (2023: 960.000 Euro).


Innenminister Herbert Reul: „Clankriminalität hat in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Und das wird auch so bleiben. Hier geht es neben Kleinkriminalität auch um schwere und Organisierte Kriminalität. Mit gezielten Nadelstichen, der Zusammenarbeit verschiedener Behörden und dem „Follow-the-money“-Ansatz nehmen wir den kriminellen Clanangehörigen das Spielfeld. Wir stören da, wo sie sich illegal bereichern wollen, und machen ihnen das Leben schwer. Gleichzeitig unterstützen wir mit zielgerichteter Prävention diejenigen, die einen anderen Weg einschlagen wollen. Der Kampf ist noch nicht gewonnen, aber wir bleiben dran und setzen alles daran, Clankriminalität weiter zu bekämpfen.“


Die Anzahl der Tatverdächtigen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, von 4.213 im Jahr 2023 auf 4.282 im Jahr 2024. Im Rahmen des namensbasierten Ansatzes zur Identifizierung von kriminellen Clanangehörigen wurde die Liste mit relevanten Familiennamen um vier neue Namen ergänzt, während auch vier Namen entfernt wurden, da keine Straftaten mehr von diesen Tatverdächtigen begangen wurden. Insgesamt bleibt die Anzahl von 118 Familiennamen auf der Liste dadurch unverändert.


Im Jahr 2024 konnte die Polizei mehr als 1,7 Millionen Euro an kriminellen Vermögenswerten vorläufig sichern, was eine Steigerung von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies umfasst zum Beispiel Bargeld und Immobilien, die den kriminellen Clanangehörigen abgenommen wurden. Diese Erfolge schwächen nicht nur die kriminellen Netzwerke finanziell, sondern hindern sie auch daran, weiterhin illegale Geschäfte zu betreiben.


Im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) hat die Polizei im Jahr 2024 insgesamt 82 Ermittlungsverfahren bearbeitet, neun mehr als im Vorjahr (73 Verfahren). Sechs dieser Verfahren wurden gegen OK-Gruppierungen geführt, die von kriminellen Angehörigen türkisch-arabischstämmiger Großfamilien dominiert wurden. Die Polizei konnte im Jahr 2024 in diesen Verfahren zehn Haftbefehle gegen Tatverdächtige erwirken.


Ein positiver Trend zeigt sich auch bei den Tumultlagen: 2024 gab es eine Tumultlage mit Bezug zur Clankriminalität. 2019 waren es noch 12 solcher Vorfälle.


Das Landeskriminalamt wertet das Phänomen Clankriminalität mit einer namensgebundenen Recherche aus. Das Lagebild basiert auf erfassten Straftaten, die von Tatverdächtigen mit einem von den Ermittlungsbehörden als relevant definierten Familiennamen begangen wurden. Die Basis dieser Liste mit relevanten Familiennamen ist eine aktuelle Einschätzung der regionalen Analyse- und Auswertedienststellen für in Nordrhein-Westfalen. Im Lagebild werden ausschließlich kriminelle Angehörige türkisch-arabischer Großfamilien erfasst, sofern Bezüge zum Libanon oder zur Bevölkerungsgruppe der Mhallamiye vorliegen.


Das Landeskriminalamt erstellt seit 2018 jährlich das Lagebild Clankriminalität.

Minister Reul: Ich müsste noch viele Jahrhunderte hier stehen, um allen Ehrenamtlichen Danke zu sagen

05.12.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Jedes Jahr am fünften Dezember stehen überall auf der Welt die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Gesellschaft im Fokus. Um ihnen für ihr Engagement zu danken, hat Innenminister Herbert Reul am Internationalen Tag des Ehrenamts rund 200 Freiwillige des nordrhein-westfälischen Katastrophenschutzes zu einer Feierstunde in das Innenministerium nach Düsseldorf eingeladen.

Innenminister Herbert Reul: „Wenn ich bedenke, dass in Nordrhein-Westfalen mehr als 100.000 Menschen im Brand- und Katastrophenschutz ehrenamtlich aktiv sind, dann wird klar: Wenn ich jedem dieser Menschen persönlich danken wollte, müsste ich noch viele Jahrhunderte zum Tag des Ehrenamtes hier stehen. Diese Zahl zeigt nicht nur, dass man sich gar nicht oft genug bedanken kann, sondern auch wie groß der Einsatz der Freiwilligen ist. Im Katastrophenfall kommt es auf jede und jeden Einzelnen von ihnen an. Aus diesem Grund sind wir heute hier – um einfach mal Danke zu sagen und um Sie und Ihren Einsatz zu feiern.“

In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 100.000 Ehrenamtliche im Brand- und Katastrophenschutz engagiert. Sie verteilen sich auf die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, den Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, den Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Um die Ehrenamtlichen zu unterstützen und weiter den Bevölkerungsschutz zu stärken, gibt es seit Ende 2024 die Kampagne „Bereit wie nie“. Mit der Internet- und Plakatkampagne wird online und offline auf Katastrophenschutzthemen aufmerksam gemacht und für Gefahren sensibilisiert. Gleichzeitig wird die Bevölkerung mit Tipps zur Selbsthilfe auf mögliche Ausnahmesituationen wie Hochwasser oder Stromausfälle vorbereitet.

Die Feierstunde für die Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz findet seit 2018 am internationalen Tag des Ehrenamtes statt. Die Vertreterinnen und Vertreter der im Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalen engagierten Organisationen werden jedes Jahr von Innenminister Herbert Reul persönlich bei dem Festakt geehrt. Eingeladen sind in diesem Jahr auch die Protagonisten der „Bereit wie nie“-Kampagne als ehrenamtlich Mitwirkende.

Innenminister Herbert Reul: Tricksereien am Tacho enden oft tragisch

20.11.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:

 Die Polizei Nordrhein-Westfalen überprüft Lastwagen zukünftig mit Fernauslesegeräten. Innenminister Herbert Reul hat zwei der 14 neuen Fernauslesegeräte an die Polizei Düsseldorf übergeben. Die sogenannten DSRC-Geräte (Dedicated Short Range Communication) ermöglichen es, die Fahrtenschreiber von Lastwagen im Vorbeifahren zu scannen. Ziel ist es, Fahrer, die manipuliert haben, schneller zu erkennen und dann gezielt zu kontrollieren. Der Fahrtenschreiber eines Lkw misst die Geschwindigkeit, Fahrtzeit, zurückgelegte Strecke sowie Pausen und Ruhezeiten des Fahrers, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu Arbeitszeiten und Fahrverhalten festzuhalten. Mit den neuen Geräten können Verstöße effizienter aufgedeckt und die Sicherheit auf den Straßen erhöht werden.

 Innenminister Herbert Reul: „Tag für Tag durchqueren unzählige Laster Nordrhein-Westfalen. Nicht jeder hält sich an die Regeln. Oft sitzen die Fahrer viel zu lang am Steuer, weil der Zeitdruck hoch ist und die Ware schnell ankommen muss. Das ist aber kein Grund für Manipulationen. Tricksereien am Tacho enden oft tragisch. Jeder Laster mit übermüdetem Fahrer ist eine rollende Zeitbombe. Mit der neuen Technik erkennen wir Verkehrssünder schneller, kontrollieren effizienter und machen unsere Straßen sicherer.“

 Die neuen Geräte werden künftig in zehn Kreispolizeibehörden (KPB) eingesetzt. Dazu zählen die Polizeibehörden Dortmund, Düsseldorf, Köln, Bielefeld und Münster mit der Autobahnpolizei, sowie die Polizeibehörden Aachen, Krefeld, Lippe, Recklinghausen und Unna.

 Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen knapp 48.000 Lastwagen kontrolliert und dabei rund 36.000 Verstöße festgestellt. Am häufigsten wurde dabei gegen Lenk- und Ruhezeiten verstoßen.

Minister Reul: Wir müssen kriminelle Strukturen erkennen, bevor sie Wurzeln schlagen

12.11.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Das gemeinsame Auswerteprojekt des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) und der Sicherheitskooperation Ruhr (SiKo Ruhr) untersuchte über anderthalb Jahre hinweg die Kriminalitätsstrukturen im Zusammenhang mit syrischen Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen. Innenminister Herbert Reul hat am Mittwoch, 12. November 2025, die Ergebnisse des Auswerteprojekts „Euphrat“ vorgestellt.

Ziel des Projekts war es, herauszufinden, ob sich innerhalb der syrisch stämmigen Bevölkerung clanähnliche oder organisierte kriminelle Strukturen herausbilden. Dabei wurde auch untersucht, wie sich Kriminalität unter Beteiligung syrischer Tatverdächtiger entwickelt hat. Clankriminalität und Organisierte Kriminalität konnten nur punktuell festgestellt werden. Jedoch gibt es eine ernstzunehmende Zunahme von Gewaltkriminalität von syrischen Tatverdächtigen. Insbesondere junge Personen fallen auf.

Minister Reul: „Ich bin froh, dass dieses Projekt seine Arbeit aufgenommen hat. Wir müssen kriminelle Strukturen erkennen, bevor sie Wurzeln schlagen. Noch sind Syrer bei Clankriminalität und Organisierter Kriminalität nur Nebendarsteller, aber bei Gewaltkriminalität spielen sie eine Hauptrolle. Und das ist ein wachsendes Problem. Die Zahl der syrischen Tatverdächtigen hat sich in zehn Jahren verfünffacht, viele davon sind jung und gewaltbereit. Viele syrische Menschen leben friedlich bei uns, doch einige wenige fallen immer wieder durch rohe Gewalt auf. Manche haben mehr Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch in der Akte als Jahre auf dem Buckel. Wichtig ist, dass wir heute ganz genau hinschauen und uns heute kümmern. Was heute keine Clankriminalität ist, darf auch morgen keine werden.“

Im Rahmen des Auswerteprojekts „Euphrat“ hat das Projektteam polizeiliche Statistiken sowie Akten aus den Ausländerbehörden ausgewertet und Ermittlungsverfahren analysiert. Auch Experteninterviews mit Wissenschaftlern wurden geführt.

Merkmale von Clankriminalität sowie Organisierter Kriminalität in Bezug auf syrische Tatverdächtige konnten bislang nur in Einzelfällen festgestellt werden. Die meisten Straftaten werden einzeln oder in kleinen, losen Gruppen begangen, die sich für bestimmte Taten zusammenschließen. Dennoch ist die Zahl der syrischen Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren stark gestiegen und hat sich im Untersuchungszeitraum verfünffacht. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, die etwa 38 Prozent aller von Syrern begangenen Straftaten ausmachen. Dieser Wert ist deutlich höher als bei anderen nichtdeutschen Tatverdächtigen. In der Organisierten Kriminalität spielen syrisch dominierte Tätergruppierungen bislang nur eine kleine Rolle. Der Anteil syrischer Tatverdächtige in den entsprechenden Verfahren liegt in den letzten zehn Jahren bei etwa zwei Prozent. Auch wenn Clankriminalität in Bezug auf syrische Tatverdächtige derzeit nur punktuell belegt werden kann, besteht dennoch Potenzial, dass sich solche Strukturen herausbilden und festigen.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) und die Sicherheitskooperation Ruhr (SiKo Ruhr) richten dauerhafte Auswerteschwerpunkte ein, um die bisherigen Erkenntnisse zentral weiterzuentwickeln. Die Kreispolizeibehörden sind angehalten, weiter zu prüfen, ob für besonders auffällige Personen Messer- oder Waffenverbote notwendig sind. Auch die Aufnahme in Mehrfach- und Intensivtäterkonzepte wird fortwährend geprüft.

Die Projektergebnisse sind hier einsehbar.

Minister Reul: Jeder Fehler, jede Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben – für sich selbst und andere.

10.11.2025

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Der Herbst läutet die dunkle Jahreszeit ein. Mit dieser Jahreszeit steigt auch die Zahl der Unfälle und der Verletzten im Straßenverkehr. Besonders gefährdet sind Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer und andere schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Seniorinnen und Senioren. Innenminister Herbert Reul mahnt deshalb zu besonderer Umsicht und Vorsicht im Straßenverkehr.

Minister Herbert Reul: „Dunkelheit und Regen erfordern besondere Aufmerksam im Straßenverkehr. Verbunden mit Stress und Ablenkung führt das schnell zu Fehlern. Doch wir haben es selbst in der Hand, für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Fußgänger und Radfahrer müssen gut erkennbar sein, gerade wenn die Sicht schlecht ist. Autofahrer, Lkw- und Busfahrer sollten besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren. Für alle gilt: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Jeder Fehler, jede Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben – für sich selbst und andere. Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass wir alle sicher und unbeschadet nach Hause kommen.“

In den Wintermonaten 2023 kamen 163 Menschen ums Leben. Im gleichen Zeitraum 2024 sind 188 Menschen im Straßenverkehr verstorben. Gerade bei den vulnerablen Verkehrsteilnehmern ist in der dunklen Jahreszeit das Risiko besonders groß, bei einem Unfall verletzt oder getötet zu werden. Im vergangenen Jahr wurden 26 Fußgängerinnen und Fußgänger getötet und 323 schwerverletzt. Zudem hat die Polizei neun verstorbene Radfahrerinnen und Radfahrer sowie 267 schwerverletzte Radfahrerinnen und Radfahrer registriert. Besonders betroffen sind Seniorinnen und Senioren. Diese Personengruppe macht circa 45 Prozent der getöteten Personen in den Monaten Oktober bis Februar aus.

Die Hauptzeiten für Verkehrsunfälle mit Getöteten und mit Schwerverletzten lagen werktags zwischen 7:00 und 9:00 Uhr sowie am Nachmittag in der Zeit zwischen 14:00 und 18:00 Uhr.

Um Verkehrsteilnehmer für diese Gefahren zu sensibilisieren, führt die Polizei Nordrhein-Westfalen verschiedene Präventionsaktionen durch. Vom verkehrspräventiven Puppenspiel für Erstklässler in Hagen bis zu verschiedenen „Glühwürmchen-Aktionen“ in beispielsweise Duisburg, Viersen und Borken, bei denen Schülerinnen und Schüler sich ganz besonders durch Leuchtwesten, Taschenlampen und Reflektoren sichtbar machen, gehören auch Licht- und Sichttest-Aktionen für Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer zusammen mit den örtlichen Verkehrswachten dazu.

Darüber hinaus gibt die Polizei Nordrhein-Westfalen die folgenden Tipps: 

Kraftfahrzeuge

Schalten Sie Ihr Abblendlicht frühzeitig ein, auch in der Dämmerung, da Tagfahrlicht oft nicht ausreicht. Passen Sie die Geschwindigkeit der Örtlichkeit und der Witterung an. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit in Wohngebieten, in der Nähe von Schulen oder Bushaltestellen.

Vorausschauend fahren

Seien Sie besonders aufmerksam und halten Sie ausreichend Abstand, da Fußgänger und Radfahrer in dunkler Kleidung erst spät erkannt werden. Durch eine nasse Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg deutlich.

Freie Sicht

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Scheiben und Spiegel vor Fahrtantritt sauber und nicht beschlagen sind. Reinigen Sie schmutzige Scheinwerfer und Rücklichter.

Kleidung und Reflektoren

Tragen Sie helle, auffällige Kleidung in Farben wie Weiß, Gelb oder Hellgrün, da diese besonders gut sichtbar sind. Nutzen Sie Reflektoren an Armen, Beinen und anderen Körperteilen sowie reflektierende Westen in grellen Farben wie Gelb oder Orange, um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Zusätzlich können Reflektor-Bänder oder Anhänger an Schuhen, Rucksäcken und Mützen helfen, besser gesehen zu werden. Eine Warnweste über der normalen Kleidung ist eine einfache und sehr effektive Maßnahme, um frühzeitig erkannt zu werden.

Blinklichter

Kleine, batteriebetriebene LED-Lichter, die am Rucksack oder an der Kleidung befestigt werden können, sind eine gute Ergänzung. Sie können bereits aus einer Entfernung von bis zu 140 Metern gesehen werden. 

Schultaschen

Da eine Schultasche die Sichtbarkeit von Kleidung oder Warnwesten verdecken kann, sollte auch die Tasche selbst mit reflektierenden und fluoreszierenden Elementen ausgestattet sein. 

Sicherer Schulweg = Gemeinsamer Weg

Besprechen Sie mit Ihrem Kind einen möglichst sicheren Weg, der gut beleuchtet und einsehbar ist. Dies kann unter Umständen auch einen kleinen Umweg bedeuten. Gehen Sie den Schulweg mit Ihrem Kind zusammen ab, damit es den Weg besser kennenlernt und Sie ihm zeigen können, wo es besonders auf den Verkehr achten muss.

Kreuzungen

Verwenden Sie für den Überweg gut beleuchtete Stellen mit Fußgängerampeln oder Zebrastreifen. Wenn möglich, vermeiden Sie es, zwischen parkenden Autos die Straße zu überqueren. Gerade Kinder sind extrem schwer zu erkennen und schätzen Geschwindigkeiten falsch ein.

Fahrradbeleuchtung

Für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung das A und O. Zusätzlich sollten Sie reflektierende Materialien an Ihren Speichen und Reifen verwenden, um eine Rundumsichtbarkeit zu gewährleisten.

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