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Pressemitteilungen

12.06.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für Montag, den 15. Juni 2026, aus Anlass des Nationales Veteranentages zur Würdigung des Dienstes, des Einsatzes und der Leistungen der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die im Einsatz stehen und standen, Beflaggung (Vollmast) angeordnet. Dies gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen.

Minister Herbert Reul: „Der Nationale Veteranentag ist mehr als ein Eintrag im Kalender. Er erinnert uns daran, wie viele Männer und Frauen für unsere Sicherheit, für Frieden und für unsere Demokratie ihren Dienst getan haben. Oft weit weg von zu Hause und oft unter Gefahr für Leib und Leben. Diesem Einsatz begegnen wir mit Respekt, mit Dankbarkeit und mit einem klaren Auftrag: dass der Staat seine Soldatinnen und Soldaten nicht vergisst, weder im Einsatz, noch als Veteraninnen und Veteranen.“

 

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05.06.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Polizeioberkommissarin Stephanie Königs aus Neuss wird am Freitag, 5. Juni 2026, mit dem United Nations Woman Police Officer of the Year Award 2025 ausgezeichnet. UN-Generalsekretär António Guterres verleiht ihr persönlich im UN-Hauptquartier in New York die Auszeichnung. Mit dem Woman Police Officer Award werden ihre herausragenden Leistungen als Leiterin eines 26-köpfigen Teams in der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) gewürdigt.

Innenminister Herbert Reul: „Internationale Polizeimissionen verlangen viel: Mut, Fingerspitzengefühl und ein hohes Maß an Engagement. Stephanie Königs hat all das eindrucksvoll bewiesen. Die Auszeichnung würdigt nicht nur ihre herausragende Arbeit, sondern ist auch ein starkes Signal für die gesamte Polizei. Frauen übernehmen international Verantwortung, leisten Großartiges und sind Vorbilder für alle Kolleginnen und Kollegen. Mein herzlicher Glückwunsch an Stephanie Königs. Sie können stolz sein und sind ein echtes Aushängeschild unserer Polizei.“

Stephanie Königs ist Polizeioberkommissarin der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss und derzeit im Wachdienst in Grevenbroich eingesetzt. Sie verfügt über mehr als 13 Jahre Erfahrung im Polizeidienst. Im Rahmen internationaler Polizeimissionen war sie bereits in der Beobachtermission der Europäischen Union in Georgien sowie zuletzt von September 2024 bis März 2026 in der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) eingesetzt, auf welche sie hauptsächlich im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen in Brühl vorbereitet wurde.

Im Südsudan führte Stephanie Königs in ihrer Funktion als Teamleiterin anspruchsvolle Checkpoint-Verhandlungen durch. Auch in unsicheren und dynamischen Situationen bewies sie herausragendes Verhandlungsgeschick, Professionalität und Beharrlichkeit. So stellte sie beispielsweise den polizeilichen Zugang zu sensiblen Bereichen, wie einer Unterkunft für Binnenvertriebene, sicher und ermöglichte gleichzeitig den Austausch zwischen Geflüchteten und der Polizei. Darüber hinaus setzte Stephanie Königs operative Innovationen um, darunter strukturierte Vor- und Nachbereitungen sowie Fußpatrouillen zur Lageerkundung. Ihre Führungsarbeit stärkte die Frühwarnmechanismen der Mission und unterstützte eine fundierte Entscheidungsfindung in Krisensituationen.

Der Woman Police Officer Award der Vereinten Nationen wurde bereits 14-mal an weibliche Vorbilder in Friedenseinsätzen verliehen. Ziel des Awards ist es, die Sichtbarkeit von Frauen in internationalen Missionen zu stärken und die Entsendestaaten zu ermutigen, mehr Frauen für solche Einsätze zu nominieren. Für die Auszeichnung kommen Kandidatinnen aus allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in Betracht.

Die Preisverleihung kann per Livestream verfolgt werden. Die Übertragung ist unter folgendem Link verfügbar: https://webtv.un.org/en/asset/k16/k16yn1ga7x.

 Bildmaterial zur Preisverleihung wird von den Vereinten Nationen über die Plattform https://dam.media.un.org/ bereitgestellt. Für den Zugriff ist eine vorherige Registrierung erforderlich.

 

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In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr auf Radfahrsicherheit
 

30.05.2026

Das Ministerium des Innern und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr teilen mit:

Innenminister Herbert Reul und Verkehrsminister Oliver Krischer haben am Samstag, 30. Mai 2026, in Arnsberg-Neheim den Aktionstag zur Radfahrsicherheit besucht. Im Rahmen der diesjährigen Jahresschwerpunktaktion der NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr setzten sie gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit und Rücksichtnahme, im Radverkehr.

Innenminister Herbert Reul: „Radfahren ist Freude für Jung und Alt, aber es verlangt auch Verantwortung. Auf zwei schmalen Rädern kann man im Straßenverkehr leicht übersehen werden. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht manchmal schon aus, und aus einer schönen Fahrt wird ein schwerer Unfall. Deshalb müssen wir alle im Straßenverkehr besser aufeinander achten – egal ob auf dem Fahrrad, im Auto oder zu Fuß. Gerade bei schnellen Pedelecs gilt: Kontrolle behalten, Rücksicht nehmen und am besten einen Helm tragen.“

Verkehrsminister Oliver Krischer: „Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich auf den Wegen in Nordrhein-Westfalen sicher fühlen. Deshalb investieren wir konsequent in bessere und sichere Radwege und werben für mehr Rücksicht im Straßenverkehr. Das motiviert noch mehr Menschen in die Pedale zu treten, ist gut fürs Klima, gut für die Städte und gut für die eigene Gesundheit.“

Auf dem Aktionstag in Arnsberg-Neheim informierten Netzwerkpartner über Sicherheit und Prävention im Rad- und Fußverkehr, darunter Polizei, Verkehrswacht, DEKRA, die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sowie viele weitere Organisationen. Neue Partner der NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr sind jetzt auch die Stadt Köln, der Hochsauerlandkreis und der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. Innenminister Herbert Reul und Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer überreichten entsprechende Beitrittsurkunden. Mit dem gemeinsamen Auftreten machten beide Ministerien deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit für mehr Verkehrssicherheit sowie die Verringerung von Luft- und Lärmbelastungen ist.

Aus der aktuellen Unfallbilanz geht hervor, dass im Jahr 2025 in Nordrhein-Westfalen 106 Menschen mit Fahrrädern und Pedelecs bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. 2024 waren es 80. Das entspricht einem Anstieg um 32,5 Prozent. An 34 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Nordrhein-Westfalen waren Fahrräder oder Pedelecs beteiligt. Rund 28 Prozent dieser Unfälle sind Alleinunfälle. Bei Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmenden tragen häufig diese die Hauptverantwortung, etwa durch Vorfahrtsverstöße oder Fehler beim Abbiegen. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen außerdem Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei jungen Menschen auf Pedelecs. Die Zahl der verunfallten Kinder bis 14 Jahre stieg 2025 um rund 59 Prozent.

Weitere Informationen zur NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr finden Sie unter: https://sicherimstrassenverkehr.nrw/

 

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11.05.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Nordrhein-Westfalen weiterhin fast täglich Überreste der im Krieg eingesetzten Kampfmittel entdeckt. So blieb auch im Jahr 2025 die Kampfmittelbeseitigung eine zentrale Sicherheitsaufgabe. Die Experten der Kampfmittelbeseitigungsdienste haben im vergangenen Jahr 2.140 Bomben entdeckt und unschädlich gemacht (2024: 1.606). Dazu gehören neben Bomben ab einem Gewicht von 50 Kilogramm und mehr auch Nebel-, Brand-, Splitter- und kleinere Sprengbomben.

Innenminister Herbert Reul: „Blindgänger sind ein unsichtbares Risiko in unseren Böden und können auch mehr als 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg noch gefährlich sein. Evakuierungen oder Verkehrsumleitungen wegen einer Bombenentschärfung können für Bürgerinnen und Bürger zwar lästig sein – sie sind aber wichtig und richtig. Unsere Expertenteams arbeiten mit Hochdruck daran, jede gefundene Bombe, Granate und jedes Sprengmittel unschädlich zu machen. Dabei leisten sie täglich hochprofessionelle und oft gefährliche Arbeit, die großen Respekt und Dank verdient.“

Unter den Funden waren im vergangenen Jahr 282 Bomben mit einem Gewicht von 50 Kilogramm oder mehr (2024: 182). Davon wurden 19 Bomben am Fundort gesprengt. Auch wurden 52 sogenannte „Lochbomben“, Bomben ohne Bezünderung, sowie zehn Bomben mit einem chemisch-mechanischen Langzeitzünder entdeckt und unschädlich gemacht (2024: 2).

Die deutliche Zunahme gefundener Sprengbomben erklärt sich unter anderem durch ein erhöhtes Bauaufkommen sowie durch eine Räumstelle im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg. Auf Teilbereichen des ehemaligen Wehrmachtsfliegerhorsts Störmede wurden neben weiteren Sprengmitteln 47 intakte und bezünderte Sprengbomben geborgen.

Die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ist präventiv ausgerichtet, da die „Blindgänger“ in der Regel bei der systematischen Suche der Experten von den Kampfmittelbeseitigungsdiensten entdeckt werden. Im Rahmen von Bautätigkeiten wurden die Kampfmittelbeseitigungsdienste im Jahr 2025 in 35.681 Fällen beteiligt (2024: 35.567). Diese Zahl setzt sich aus Anfragen zur Luftbildauswertung und weiterführenden Räumung vor Ort zusammen. Darüber hinaus werden häufig auch Zufallsfunde durch Dritte gemeldet. Im Jahr 2025 wurden landesweit 1.770 solche Zufallsfunde registriert und bearbeitet (2024: 1.526). Neben den Einsätzen im Bausektor werden die Kampfmittelbeseitigungsdienste zunehmend auch in Infrastrukturmaßnahmen eingebunden – etwa beim Breitbandausbau oder in Projekten des Energiesektors.

Spitzenreiter im Jahr 2025 war der Regierungsbezirk Köln. 12.161 Anträge haben die Kampfmittelbeseitigungsdienste bearbeitet, bei 3.104 Einsätzen waren sie vor Ort und haben 915 Kampfmittel gefunden.  

In Nordrhein-Westfalen arbeiten insgesamt 94 Frauen und Männer in der Kampfmittelbeseitigung, die bei den Bezirksregierungen in Düsseldorf und Arnsberg angesiedelt ist. Aus dem Landeshaushalt flossen 2025 knapp 27 Millionen Euro in die Kampfmittelbeseitigung. Dem gegenüber standen Erstattungen des Bundes an das Land Nordrhein-Westfalen für die Beseitigung ehemals reichseigener Munition auf nicht bundeseigenen Flächen in Höhe von ca. 1,05 Millionen Euro. 10,58 Millionen Euro der aufgewendeten Mittel flossen an Vertragsfirmen, die durch die beiden staatlichen Kampfmittelbeseitigungsdienste mit der Räumung beauftragt wurden. Weiter erhielten die Vertragsfirmen 1,55 Millionen Euro durch Drittaufträge, die vom Bund oder ehemaligen Bundesbehörden finanziert wurden.

Die Jahresstatistik zur Kampfmittelbeseitigung 2025 finden Sie hier.

 

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28.04.2026

Innenminister Reul: Wer mit Waffen, Drogen und Einschüchterung sein Geld verdient, muss jederzeit damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht


Das Ministerium des Innern teilt mit:

Das Ministerium des Innern hat am Dienstag, 28. April 2026, den Verein „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen” verboten und aufgelöst. Gleichzeitig vollzieht das Polizeipräsidium Düsseldorf seit den frühen Morgenstunden mit über 1.200 Einsatzkräften aus dem ganzen Land umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen an mehr als 50 Objekten in 28 Städten in Nordrhein-Westfalen. Seit den frühen Morgenstunden werden Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern und Unterstützern u. a. in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim am Rhein, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kerpen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide durchsucht. Die Maßnahmen werden durch Spezialeinsatzkräfte sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte unterstützt. Es handelt sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.

Innenminister Herbert Reul: „Wer mit Waffen, Drogen, Gewalt und Einschüchterung sein Geld verdient, muss jederzeit damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht. Nicht als Gast, sondern mit Durchsuchungsbeschluss. Heute senden wir eine unmissverständliche Botschaft: maximaler Fahndungsdruck, null Toleranz und kein Quadratmeter Rückzugsraum für kriminelle Rocker in Nordrhein-Westfalen.“

Grundlage des Verbots sind Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Leitung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf (ZeOS NRW) u. a. wegen des Verdachts der Bildung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Das Verbot stützt sich auf Artikel 9 Absatz 2 des Grundgesetzes in Verbindung mit dem Vereinsgesetz. Der Charter war erst im Mai 2024 als sogenanntes „Prospect Charter” gegründet und im Juni 2025 zur vollwertigen Ortsgruppe ernannt worden. Mitglieder sind vielfach durch Straftaten in Erscheinung getreten – darunter unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln, Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und räuberische Erpressung.

Das Vereinsvermögen wird beschlagnahmt und zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen eingezogen. Die Bildung von Ersatzorganisationen sowie die Verwendung von Vereinskennzeichen sind ausdrücklich verboten.
 

24.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Innenminister Herbert Reul hat am Freitag, 24. April 2026 besondere sportliche Leistungen von nordrhein-westfälischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten geehrt. Die Sportlerinnen und Sportler zeigten im vergangenen Jahr bei nationalen und internationalen Wettkämpfen in verschiedenen Disziplinen herausragende Erfolge. Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW) in Selm überreichte Herbert Reul 13 Sportlerinnen und Sportlern Urkunden, darunter auch die besondere Auszeichnung zur Polizeisportlerin und zum Polizeisportler des Jahres 2025.

Darüber hinaus wurden die Polizeimannschaft und der Polizeisportverein des Jahres 2025 sowie drei Polizeibeamte geehrt, die sich um den Sport besonders verdient gemacht haben. Die Sportlerinnen und Sportler wurden in Disziplinen von Kraft-, Kampf- und Ausdauersportarten bis hin zu technischen und Mannschaftssportarten ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem Powerlifting, Kickboxen, Marathon, Sportschießen, Ringen sowie Formationsfallschirmspringen. Sie traten sowohl in Einzeldisziplinen als auch in Mannschaftswettbewerben an.

Innenminister Herbert Reul: „Polizistinnen und Polizisten geben im Dienst jeden Tag alles bei Wind und Wetter und unter hohem Druck. Umso beeindruckender ist es, dass sie auch im Sport Höchstleistungen zeigen, ob beim Marathon, im Kampfsport oder beim Fallschirmspringen. Das steht für das, was unsere Polizei ausmacht: körperliche Fitness, mentale Belastbarkeit und echter Teamgeist – Eigenschaften, auf die es im Einsatz genauso ankommt wie im Sport. Polizei und Sport gehören einfach zusammen.“

Bei der Ehrung begrüßte Markus Henkel, Behördenleiter des LAFP NRW, als Hausherr und als Sportbeauftragter der Polizei Nordrhein-Westfalen die Gäste. Auch Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, nahm an der Veranstaltung teil und richtete ein Grußwort an die Geehrten.

 

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16.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Der Verfassungsschutzbericht ist der jährliche Gefahrenatlas für unsere Demokratie. Auf rund 400 Seiten zeigt er, wo unsere freiheitliche demokratische Grundordnung angegriffen wird und wo sie besser geschützt werden muss. Am Donnerstag, 16. April 2026, haben Innenminister Herbert Reul und der Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Jürgen Kayser, den Bericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass Extremismus sowie Spionage und Cyberangriffe aus dem Ausland weiterhin zu den größten Bedrohungen für das demokratische Zusammenleben gehören. Bilder und Videos, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden, eröffnen dabei neue Möglichkeiten für Extremisten.  Die politisch motivierte Kriminalität hat mit rund 13.600 Taten einen erneuten Höchststand erreicht. Zugleich ist die Zahl der Extremisten weiter gestiegen.

Minister Herbert Reul: „Für 2025 gibt es keine Entwarnung. Extremisten und ausländische Dienste machen keine Pause. Die Gefahren haben sich auf hohem Niveau verfestigt. Wir zählen in Nordrhein-Westfalen so viele Verfassungsfeinde wie nie zuvor. Immer mehr Menschen verabschieden sich von unseren gemeinsamen Regeln und laufen menschenfeindlichen Ideologien hinterher. Künstliche Intelligenz verschärft die Lage. Deepfakes können täuschen, die demokratische Meinungsbildung beeinflussen und Vertrauen in staatliche Stellen und Medien untergraben. Darauf müssen wir als demokratischer Rechtsstaat eine klare Antwort geben. Mit starken Sicherheitsbehörden, klaren Regeln und einer Gesellschaft, die hinschaut und widerspricht.“

Politisch motivierte Kriminalität
2025 wurden in Nordrhein-Westfalen 13.645 politisch motivierte Straftaten erfasst. Damit sind Taten gemeint, bei denen die Auswahl des Opfers oder die Tatmotivation erkennen lässt, dass sie sich gegen bestimmte Gruppen, politische Gegner oder die demokratische Ordnung richten. Gegenüber 10.772 Taten im Jahr 2024 entspricht dies einer Zunahme von rund 27 Prozent. 508 dieser Delikte wurden als Gewalttaten registriert (2024: 419). Von den politisch motivierten Straftaten wurden 2.418 dem Bereich Linksextremismus zugeschrieben (2024: 1.187). Auf den Rechtsextremismus entfielen 6.268 Straftaten (2024: 5.641). 928 Taten wurden der ausländischen Ideologie zugeordnet (2024: 1.093), 294 der religiösen Ideologie (2024: 326), darunter zwei islamistisch motivierte Anschläge. Im Phänomenbereich „sonstige Zuordnung“ wurden 3.737 Taten erfasst (2024: 2.525). 2025 wurden zudem 786 antisemitische Straftaten registriert (2024: 695), womit ein erneuter Höchststand antisemitischer Straftaten erreicht ist.

Personenpotenzial 
Parallel zu den Straftaten ist 2025 in den einzelnen Phänomenbereichen das extremistische Personenpotenzial gestiegen. Im Rechtsextremismus rechnet der Verfassungsschutz in Nordrhein Westfalen mit rund 4.500 Personen, etwa 1.800 davon gelten als gewaltorientiert. Im Linksextremismus geht der Verfassungsschutz von rund 3.300 Personen aus. Im islamistischen Spektrum wird das Personenpotenzial aktuell auf rund 4.100 Personen geschätzt.

Herausforderungen durch Extremismus, Spionage und KI
Der Verfassungsschutzbericht zeigt, dass Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus, weiterhin eine erhebliche Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung darstellt. Zugleich nehmen Spionage, hybride Angriffe und Cyberattacken aus dem Ausland, vor allem aus Russland, China und Iran, zu. Sie richten sich gegen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und kritische Infrastrukturen. Auch sogenannte „Low Level Agents“, die sich in den Dienst fremder Staaten stellen, spielen dabei eine Rolle. Sie werden meist über soziale Medien angeworben, übernehmen für eine geringe Bezahlung einfache Beobachtungs  oder Botendienste mit dem Ziel der Spionage oder Sabotage. Ein besonderer Schwerpunkt des Berichts ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz durch Extremisten und ausländische Nachrichtendienste.

Moderner Verfassungsschutz und wehrhafte Demokratie
Mit dem zum 1. April 2026 in Kraft getretenen neuen Verfassungsschutzgesetz Nordrhein Westfalen wurden die rechtlichen Grundlagen an die veränderte Bedrohungslage angepasst. Der Verfassungsschutz kann damit Gefahren früher erkennen, extremistisches Treiben schneller einordnen und Spionage sowie Cyberangriffe aus dem Ausland gezielter bekämpfen. Neben der operativen Arbeit setzt der Verfassungsschutz verstärkt auf Prävention. Mit Informationsangeboten, Schulmodulen, der Online Offensive „Auf dem Radar“ und dem neuen Serious Game „Wer ist Bilal?“ und zielgruppengerechter Ansprache in den sozialen Medien klärt der Verfassungsschutz über Extremismus, Desinformation und Spionage auf.

Mehr Informationen finden sich unter https://www.im.nrw/verfassungsschutz 

 

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Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber

15.04.2026

Die Landesregierung teilt mit:
In der Kölner LANXESS-Arena haben am Mittwoch, 15. April 2026, rund 3.000 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter sowie Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter der Polizei Nordrhein-Westfalen ihren Diensteid geleistet. Mit dem Schwur auf das Grundgesetz und auf die Landesverfassung bekennen sie sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Für die jungen Frauen und Männer beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, der Mut, Einsatzbereitschaft und Haltung verlangt.

Vor mehr als 11.000 Gästen, darunter viele Angehörige sowie Freundinnen und Freunde, wurden die Nachwuchskräfte feierlich in den Polizeidienst aufgenommen. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul richteten persönliche Worte an die Vereidigten. Beide betonten die Bedeutung dieses Moments für die angehenden Staatsdienerinnen und -diener sowie für die Sicherheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die wehrhafte Demokratie braucht eine gut aufgestellte Polizei und leistungsfähige Sicherheitsbehörden. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren so viele neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt wie nie zuvor in der Geschichte des Landes: Seit 2023 waren es in jedem Jahr 3.000 junge Frauen und Männer, das sind mehr als doppelt so viele pro Jahr wie noch vor zehn Jahren. Unsere Polizistinnen und Polizisten können sich auf die Landesregierung verlassen: Unser Haushalt für innere Sicherheit steigt in diesem Jahr auf 7,9 Milliarden Euro und damit auf den größten Etat, den Nordrhein-Westfalen jemals hatte. Mit dem neuen Polizeigesetz sorgen wir zudem für zeitgemäße, erweiterte Befugnisse für unsere Polizei.“

Innenminister Herbert Reul: „Die Anwärterinnen und Anwärter sind von nun an nicht nur für die Sicherheit im Land verantwortlich, sondern sie sind jetzt auch das Gesicht dieses Staates. Das legt man nach Feierabend nicht einfach ab. Der Polizeiberuf ist nicht irgendein Nine-to-Five-Job, sondern ein demokratischer Auftrag. Wer zur Polizei geht, hat sich dafür entschieden, Regeln zu schützen, die wir uns gegeben haben, unser Staatswesen zu sichern, unser Grundgesetz zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass die Würde des Menschen unantastbar bleibt. Sie können stolz auf diese Aufgabe sein.“

Der Polizeiberuf bleibt in Nordrhein-Westfalen ein attraktiver Beruf. Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft prägen das Berufsbild und machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber. Auch im aktuellen Jahrgang verzeichnete die Polizei Nordrhein-Westfalen rund 12.000 Bewerbungen. Seit 2017 haben mehr als 25.000 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die konstant hohen Einstellungszahlen sichern den personellen Ausbau der Polizei in den kommenden Jahren und schaffen die Grundlage für eine dauerhaft leistungsfähige und bürgernahe Polizei in Nordrhein-Westfalen.

Die Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Dort stehen unter anderem Einsatzlehre, Verkehrs- und Strafrecht, Staats- und Eingriffsrecht, Kriminalistik sowie sozial- und politikwissenschaftliche Grundlagen auf dem Programm. Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen trainieren sie einsatznahes Handeln, etwa bei Kontrollen, Verkehrsunfällen und unterschiedlichen Einsatzlagen. Praxisphasen in den Polizeibehörden gewähren früh Einblicke in den Streifendienst und die kriminalpolizeiliche Ermittlungsführung. Nach drei Jahren schließen sie das Studium mit dem Bachelorgrad im Polizeivollzugsdienst ab und wechseln in den aktiven Dienst in Wachdienst, Einsatz- und Ermittlungsbereiche.

Auch Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und schließen mit dem Bachelor of Laws ab. Im Studiengang Staatlicher Verwaltungsdienst Allgemeine Verwaltung stehen vor allem Rechtswissenschaften im Mittelpunkt, ergänzt um Inhalte aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In den Praxisphasen sind die Anwärterinnen und Anwärter in Verwaltungsbereichen der Polizeibehörden eingesetzt und lernen dort unter anderem Personal- und Finanzwesen sowie Ordnungs- und Leistungsverwaltung kennen. Nach drei Jahren qualifizieren sie sich für Aufgaben im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich. Dazu zählen die Fachhochschulreife, ein Meisterbrief oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung.

Um auch jungen Menschen mit mittlerem Schulabschluss den Einstieg in den Polizeidienst zu ermöglichen, bietet die Polizei Nordrhein-Westfalen den Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ an ausgewählten Berufskollegs an.

Mehr Informationen zum Einstieg bei der Polizei finden Sie hier.


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02.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Am Karfreitag, dem sogenannten „Car-Friday“, hat die Polizei die Tuner- und Raserszene in ganz Nordrhein-Westfalen fest im Blick. Im Fokus stehen verbotene Kraftfahrzeugrennen, überhöhte Geschwindigkeit, illegales Tuning sowie Lärm- und Poserverstöße.

Innenminister Herbert Reul: „Ich habe nichts gegen glänzende Felgen und tiefergelegte Autos, solange alles legal und verkehrssicher ist. Aber wer unsere Straßen zum Spielplatz für PS Spielchen macht, überschreitet eine klare Grenze. Car Friday ist ein Feiertag und kein Renntag. Also: Zeigt eure Autos, aber lasst es beim Showfahren und lasst das Showrasen sein. Mir ist wichtig, dass alle sicher nach Hause kommen.“

Um Fahrerinnen und Fahrer, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer sowie Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen, werden die Polizeibehörden am Karfreitag mit verstärkten Kräften im Einsatz sein. Geplant sind neben mobilen Kontrollen auch feste Kontrollstellen an bekannten Treffpunkten der Szene. Die Beamtinnen und Beamten überprüfen unter anderem Geschwindigkeit, technische Veränderungen an den Fahrzeugen, die Einhaltung von Lärmschutzvorschriften sowie Alkohol- und Drogeneinfluss. Fahrzeuge, bei denen gravierende Mängel oder illegale Umbauten festgestellt werden, können noch vor Ort aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße werden konsequent geahndet.

2025 hat die Polizei 656.030 Verkehrsunfälle auf den Straßen in Nordrhein Westfalen registriert. Darunter fallen auch 2.384 registrierte verbotene Kraftfahrzeugrennen. In 663 Fällen kam es infolge solcher Rennen zu Verkehrsunfällen, bei denen 19 Menschen ihr Leben verloren. Das sind so viele wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands in § 315d Strafgesetzbuch im Jahr 2017.

Bei der landesweiten Kontrollaktion „Car-Friday“ im Jahr 2025 schrieb die Polizei 1.962 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhob 4.585 Verwarngelder. Zu hohe Geschwindigkeit ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot geahndet. Beim Tuning ist erlaubt, was zugelassen, fachgerecht verbaut und ordnungsgemäß eingetragen ist. Illegale Umbauten können die Betriebserlaubnis erlöschen lassen; das Fahrzeug darf dann nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden und kann bei Kontrollen stillgelegt werden.

 


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