SICHERHEIT
FÜR NORDRHEIN-WESTFALEN

840.000 junge Menschen dürfen am 14. Mai zum ersten Mal wählen

20.03.2017

Am 14. Mai ist es soweit: Rund 13,1 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen den neuen NRW-Landtag zu wählen. Knapp 840.000 von ihnen sind Erstwähler. „Sie wollen wir gezielt ansprechen, damit möglichst viele ihr Wahlrecht wahrnehmen“, sagte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens ab dem 28. April 2017 in NRW wohnen. Rund 6,8 Millionen der Wahlberechtigten in NRW sind Frauen. Von den rund 840.000 Erstwählern sind etwa 410.000 Frauen.

Seit der Landtagswahl 2010 können - wie bei der Bundestagswahl - auf jedem Stimmzettel zwei Kreuze gemacht werden: Mit der Erststimme in der linken Spalte des Stimmzettels entscheiden die Wählerinnen und Wähler über das Direktmandat im Wahlkreis. Auf der rechten Seite des Stimmzettels können sie die sogenannte Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben.

Die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen läuft am Montag, den 27. März 2017 um 18:00 Uhr ab. Bis dahin müssen Kreiswahlvorschläge bei den zuständigen Kreiswahlleitungen und Wahlvorschläge für Landeslisten beim Landeswahlleiter eingereicht sein. „Die Wahlvorschläge sollten so früh wie möglich eingereicht werden, um Mängel rechtzeitig zu erkennen und korrigieren zu können“, betonte Schellen.

Parteien, die weder im NRW-Landtag noch im Deutschen Bundestag vertreten sind, brauchen für ihre Landeslisten 1.000 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten aus NRW. Für Kreiswahlvorschläge brauchen solche Parteien 100 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten, die im Wahlkreis wohnen. Dasselbe gilt für die Kreiswahlvorschläge von Wählergruppen, Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber.

Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. 128 der mindestens 181 Abgeordneten werden direkt in den Wahlkreisen gewählt. Die übrigen - mindestens 53 - Mandate werden aus den Landeslisten der an der Sitzverteilung teilnehmenden Parteien besetzt. Erringt eine Partei mehr Direktmandate als ihr nach ihrem Zweitstimmenanteil zustehen, erhält sie Überhangmandate. Sie werden ebenfalls aus den Landeslisten besetzt. Bei der letzten Landtagswahl 2012 hat es 23 Überhang- und 33 Ausgleichsmandate gegeben und so zogen Insgesamt 237 Abgeordnete in das Parlament ein.