Im Fokus: Die Gewaltfrage im Linksextremismus

Gewalt wird von vielen Linksextremisten in erster Linie als eine Form von ausgelebter Protestkultur verstanden. Gewalt wird insbesondere dann akzeptiert, wenn sie geeignet ist, das eigene politische Anliegen mit großer medialer Breitenwirkung in die Öffentlichkeit zu tragen. Zugleich sind Gewaltanwendungen ein identitätsstiftendes Merkmal einer aktionsorientierten autonomen Szene. So finden gerade im Umfeld der Tatbegehung ‒ wie etwa bei Auseinandersetzungen bei Demonstrationen ‒ jene Solidaritätseffekte statt, die entscheidend für den ersten Einstieg in die Szene sind.