Das Ministerium des Innern teilt mit:
Am Karfreitag, dem sogenannten „Car-Friday“, hat die Polizei die Tuner- und Raserszene in ganz Nordrhein-Westfalen fest im Blick. Im Fokus stehen verbotene Kraftfahrzeugrennen, überhöhte Geschwindigkeit, illegales Tuning sowie Lärm- und Poserverstöße.
Innenminister Herbert Reul: „Ich habe nichts gegen glänzende Felgen und tiefergelegte Autos, solange alles legal und verkehrssicher ist. Aber wer unsere Straßen zum Spielplatz für PS Spielchen macht, überschreitet eine klare Grenze. Car Friday ist ein Feiertag und kein Renntag. Also: Zeigt eure Autos, aber lasst es beim Showfahren und lasst das Showrasen sein. Mir ist wichtig, dass alle sicher nach Hause kommen.“
Um Fahrerinnen und Fahrer, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer sowie Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen, werden die Polizeibehörden am Karfreitag mit verstärkten Kräften im Einsatz sein. Geplant sind neben mobilen Kontrollen auch feste Kontrollstellen an bekannten Treffpunkten der Szene. Die Beamtinnen und Beamten überprüfen unter anderem Geschwindigkeit, technische Veränderungen an den Fahrzeugen, die Einhaltung von Lärmschutzvorschriften sowie Alkohol- und Drogeneinfluss. Fahrzeuge, bei denen gravierende Mängel oder illegale Umbauten festgestellt werden, können noch vor Ort aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße werden konsequent geahndet.
2025 hat die Polizei 656.030 Verkehrsunfälle auf den Straßen in Nordrhein Westfalen registriert. Darunter fallen auch 2.384 registrierte verbotene Kraftfahrzeugrennen. In 663 Fällen kam es infolge solcher Rennen zu Verkehrsunfällen, bei denen 19 Menschen ihr Leben verloren. Das sind so viele wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands in § 315d Strafgesetzbuch im Jahr 2017.
Bei der landesweiten Kontrollaktion „Car-Friday“ im Jahr 2025 schrieb die Polizei 1.962 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhob 4.585 Verwarngelder. Zu hohe Geschwindigkeit ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot geahndet. Beim Tuning ist erlaubt, was zugelassen, fachgerecht verbaut und ordnungsgemäß eingetragen ist. Illegale Umbauten können die Betriebserlaubnis erlöschen lassen; das Fahrzeug darf dann nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden und kann bei Kontrollen stillgelegt werden.
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