Das Ministerium des Innern teilt mit:
Nordrhein-Westfalen stärkt weiter seinen Katastrophenschutz. Das Land beschafft insgesamt 108 neue Gerätewagen-Betreuung (GW-Bt NRW) und modernisiert damit die Ausstattung des Sanitäts- und Betreuungsdienstes. Die ersten fünf Fahrzeuge wurden am Freitag, den 28. August 2026, in Meschede den Einsatzkräften der anerkannten Hilfsorganisationen vorgestellt und zur praktischen Erprobung übergeben.
Neu ist die Ausstattung mit einem Allradantrieb. Das ist eine wichtige Konsequenz aus den Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe 2021. Die Fahrzeuge können damit auch in unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden.
Innenminister Herbert Reul: „Die Hochwasserkatastrophe 2021 hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und moderner Katastrophenschutz ist. Dazu gehören vor allem gut ausgebildete und engagierte Einsatzkräfte – aber auch moderne Fahrzeuge und eine zeitgemäße Ausstattung. Mit den neuen Gerätewagen schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass Menschen auch in schwierigen Einsatzlagen schnell geholfen werden kann.“
Die Fahrzeuge verfügen außerdem über zwei Stromerzeuger, ein Schnellaufbauzelt mit Zeltheizung, Beleuchtungsmaterial sowie spezielle Ausstattung für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Die Beladung ist auf zwölf Rollcontainern sowie auf der Ladefläche untergebracht. Die neuen Gerätewagen ersetzen die mehr als 20 Jahre alten Betreuungs- und Technikanhänger der Einsatzeinheiten sowie die ersten Betreuungskombis der Einsatzeinheiten.
Die ersten fünf Fahrzeuge werden zunächst unter möglichst realen Bedingungen erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden von den Hilfsorganisationen und den für die Beschaffung verantwortlichen Landesbehörden gemeinsam ausgewertet. Sie sollen in mögliche Anpassungen der Fahrzeuge und ihrer Beladung einfließen.
Die Beschaffung der neuen Gerätewagen ist Teil der umfangreichen Investitionen des Landes in den Brand- und Katastrophenschutz. Bis 2032 investiert Nordrhein-Westfalen mindestens 225 Millionen Euro in neue Fahrzeuge und Ausstattungsgegenstände. Ziel ist es, den Katastrophenschutz für künftige Krisen und Extremwetterereignisse weiter zu stärken.
Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 871-01.
Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums des Innern, Telefon 0211 871-1111.
Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw