Sitz/Verbreitung

Bundesverband: Weidenthal (Rheinland-Pfalz); Verbreitung hauptsächlich in Süd- und in Ostdeutschland; zwei Gruppierungen in NRW (Ostwestfalen und Sauerland).

Gründung/Bestehen

28. September 2013 in Heidelberg

Veröffentlichungen

Web-Angebot: der-dritte-weg.info, Homepage der Partei Der III. Weg, Facebook- und Twitterprofil; Youtube-Kanal; vk.com

Kurzportrait/Ziele

Die Parteigründung erfolgte zunächst unter Beteiligung einzelner ehemaliger NPD-Mitglieder und Neonazis aus Rheinland-Pfalz und Hessen. Als sich 2014 in Bayern ein Verbot des Neonazi-Netzwerks Freies Netz Süd abzeichnete, trat ein Teil der betroffenen Neonazis in die Partei Der III. Weg ein und nutzte die Partei als Auffangstruktur, um staatlichen Exekutiv- und Verbotsmaßnahmen zu entgehen. Die Aktivisten nutzen somit den Schutzmantel des Parteienprivilegs, um ihre neonazistischen Aktivitäten fortzusetzen.

Finanzierung

Überwiegend durch Mitgliedsbeiträge und Spenden

Grund der Beobachtung/Verfassungsfeindlichkeit

Die Partei Der III. Weg propagiert ein rechtsextremistisches Staats- und Gesellschaftsbild, insbesondere greift sie völkisch-nationalistische Elemente des historischen Nationalsozialismus auf. So lehnt sie sich mit ihrem 10-Punkte-Programm ideologisch an das Gedankengut der NSDAP an und fordert einen „deutschen Sozialismus" ein. Zudem beteiligt sich die Partei an revisionistischen Kampagnen, die darauf abzielen, nationalsozialistische Verbrechen zu relativieren.

Auch weitere Ausführungen im Parteiprogramm, wie die erklärte Notwendigkeit der „Beibehaltung der nationalen Identität des deutschen Volkes", die vermeintliche „Überfremdung Deutschlands sowie des anhaltenden Asylmissbrauchs" oder die Forderung nach der „friedlichen Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen", zeugen von dem von Rechtsextremisten angestrebten typischen ethnisch homogenen Gesellschaftsmodell, das durch „Volkstumspolitik" und rigide Ausgrenzung aller vermeintlich Fremden verwirklicht werden soll. In diesem Sinne ist auch der parteipolitische Schwerpunkt des Themas Asylpolitik zu deuten, mit dem die Partei ihre betont fremdenfeindliche Ausrichtung unterstreicht.

Zahlreiche Mitglieder waren zuvor in anderen rechtsextremistischen Organisationen aktiv. Zudem pflegt die Partei Kontakte zur griechischen rechtsextremistischen Partei „Die Goldene Morgenröte".