Feuerwehrleute im Einsatz

Zahlen, Daten und Fakten zur Gefahrenabwehr

Wie oft sind die Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ausgerückt? Wie viele Frauen arbeiten bei der Feuerwehr? Und wie viele Menschen wurden aus Notlagen befreit? Diese und andere spannende Zahlen finden Sie in der Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr.

Mehr als 1,8 Millionen Mal sind die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ausgerückt. Die Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr fasst jedes Jahr die wichtigsten Zahlen rund um Feuerwehreinsätze, Brandschutz und Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen zusammen. Ermittelt werden die Daten von den 22 kreisfreien Städten, einer Städteregion und 30 Kreisen mit 374 Städten und Gemeinden.

Hinweis: Die Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr ist am 23.09.2020 aktualisiert worden.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:

1 Die Feuerwehren in NRW

Der Brandschutz in Nordrhein-Westfalen wurde in 2019 wahrgenommen von:

  • 30 Berufsfeuerwehren mit 10.174 Beamtinnen und Beamten im Einsatzdienst,
  • 396 Freiwilligen Feuerwehren mit 88.839 ehrenamtlichen Angehörigen sowie 4.687 hauptamtlichen Kräften im Einsatzdienst,
  • 83 Werkfeuerwehren (ohne Bergbau) mit 5.390 Angehörigen,
  • 17 anerkannten Betriebsfeuerwehren mit 404 Kräften.

Dazu kommen die 22.676 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und der 3.504 Mitglieder der Kinderfeuerwehren.

Die Anzahl der weiblichen Angehörigen betrug 175 Frauen bei Berufsfeuerwehren, 6.275 Frauen bei Freiwilligen Feuerwehren, 4.472 Mädchen bei Jugendfeuerwehren und 1.042 Mädchen bei den Kinderfeuerwehren. Bei den Werkfeuerwehren waren 119 Frauen tätig und bei den anerkannten Betriebsfeuerwehren 10.

Die durch die Kommunen als Träger der Aufgaben für den Brandschutz und die Hilfeleistung gemeldeten Aufwendungen betrugen im Jahr 2019 für Personal-, und Sachkosten 1.146.754.898,00 Euro. Der Anteil an Investitionskosten betrug 264.756.443,00 Euro.

Aus der Feuerschutzsteuer wurden als Investitionspauschale Zuwendungen in Höhe von 38.258.867,00 Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Kommunen weitergeleitet.

Zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes wurden im Kalenderjahr 2019 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 3.635 Ehrenzeichen an Angehörige der Feuerwehren und die im Katastrophenschutz Tätigen verliehen:

  • in 2.063 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber,
  • in 1.580 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold,
  • in 10 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz,
  • in 9 Fällen das Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Silber.

2 Abwehrender Brandschutz

  •     27,80 %    der Brände entstanden in Wohngebäuden,
  •       9,21 %    in Gewerbeobjekten,
  •       1,29 %    in landwirtschaftlichen Anwesen und
  •       1,30 %    in Verwaltungsobjekten,
  •       9,99 %    waren Vegetationsbrände,
  •       7,09 %    der Brände waren Brände an Fahrzeugen,
  •       4,08 %    entstanden in Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
  •     39,24 %    waren sonstige Brandstellen.

3 Technische Hilfeleistungen

Die Feuerwehren haben außerdem 141.882 technische Hilfeleistungen durchgeführt.
Hierbei wurden in

  • 31.591 Fällen Menschen und in
  • 11.923 Fällen Tiere aus Notlagen befreit.

In der Gesamtzahl der Hilfeleistungen sind unter anderem weiterhin enthalten:

  •       389    Betriebsunfälle
  •  15.675    Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen,
  •  25.790    Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern,
  •  27.205    Wasser- und Sturmschäden.

4 Rettungsdiensteinsätze

Im Jahre 2019 haben die öffentlichen Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen im Rettungsdienst insgesamt 1.488.201 Notfalleinsätze und Krankentransporte durchgeführt.

Im Einzelnen:

 

1.148.362 Notfalleinsätze
   273.316 Allgemeine Krankentransporte
     17.688 Infektionstransporte
     48.835 Sonstige Krankentransporte

 

5 Vorbeugender Brandschutz

5.1  Brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben

Im vorbeugenden Brandschutz wurden von den Brandschutzdienststellen Stellungnahmen zu 33.460 Bauvorhaben abgegeben.

47,14 % dieser Stellungnahmen haben die Berufsfeuerwehren, 22,81 % die Freiwilligen Feuerwehren und 30,05 % die Brandschutzingenieure der Kreise erarbeitet.

5.2  Brandverhütungsschau

Im Rahmen der Brandverhütungsschauen wurden 24.239 Gebäude und Einrichtungen überprüft, die wegen ihrer Beschaffenheit, Verwendung oder Lage in erhöhtem Maße zu Bränden Anlass geben könnten, oder in denen im Brandfall eine große Zahl an Personen gefährdet sein würde.

38,35 % dieser Überprüfungen haben die Berufsfeuerwehren, 25,20% die Freiwilligen Feuerwehren, 4,16 % die Werkfeuerwehren, 9,05 % die Brandschutzingenieure der Kreise und 23,24 % die Brandschutztechniker der Gemeinden durchgeführt.

6 Werkfeuerwehren

2.030 Brandeinsätze
6.686 Technische Hilfeleistungen
Rettungsdiensteinsätze:  
7.815 Notfalleinsätze
3.064 Krankentransporte