Feuerwehrleute im Einsatz
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Zahlen, Daten und Fakten zur Gefahrenabwehr

Wie oft sind die Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ausgerückt? Wie viele Frauen arbeiten bei der Feuerwehr? Und wie viele Menschen wurden aus Notlagen befreit? Diese und andere spannende Zahlen finden Sie in der Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr.

Mehr als 1,8 Millionen Mal sind die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ausgerückt. Die Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr fasst jedes Jahr die wichtigsten Zahlen rund um Feuerwehreinsätze, Brandschutz und Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen zusammen. Ermittelt werden die Daten von den 22 kreisfreien Städten, einer Städteregion und 30 Kreisen mit 374 Städten und Gemeinden.

Hinweis: Die Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr ist am 26.11.2018 aktualisiert worden.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:

1 Die Feuerwehren in NRW

Der Brandschutz in Nordrhein-Westfalen wurde in 2018 wahrgenommen von:

  • 30 Berufsfeuerwehren mit 10.011 Beamtinnen und Beamten im Einsatzdienst und 1.212 Beschäftigten im Fachbereich,
  • 396 Freiwilligen Feuerwehren mit 83.336 ehrenamtlichen Angehörigen sowie 4.526 hauptamtlichen Kräften im Einsatzdienst und 786 Beschäftigten im Fachbereich
  • 84 Werkfeuerwehren (ohne Bergbau) mit 5.252 Angehörigen,
  • 8 anerkannten Betriebsfeuerwehren mit 210 Kräften.

Die Gesamtzahl der aktiven Angehörigen der Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen - einschließlich der 22.550 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und der 2.714 Mitglieder der Kinderfeuerwehren – betrug 123.137. Hinzu kommen 1.998 Beschäftigte im Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz.

Die Anzahl der weiblichen Angehörigen der öffentlichen Feuerwehren betrug 11.259, 158 Frauen bei Berufsfeuerwehren, 5.998 Frauen bei Freiwilligen Feuerwehren, 4.207 Mädchen bei Jugendfeuerwehren und 769 Mädchen bei den Kinderfeuerwehren. Bei den Werkfeuerwehren waren 132 Frauen tätig und bei den anerkannten Betriebsfeuerwehren 5.

Die durch die Kommunen als Träger der Aufgaben für den Brandschutz und die Hilfeleistung gemeldeten Aufwendungen betrugen im Jahr 2018 für Personal-, und Sachkosten 998.282.361,00 Euro. Der Anteil an Investitions-kosten betrug 244.855.636,00 Euro.

Aus der Feuerschutzsteuer wurden als Investitionspauschale Zuwendungen in Höhe von 37.914.600,00 Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Kommunen weitergeleitet.

Im Brandschutz, der Hilfeleistung und dem Katastrophenschutz wurden im Jahr 2018 insgesamt 2.581 Angehörige der öffentlichen Feuerwehren im Einsatzdienst verletzt. Es gab 1 tödlichen Unfall.

Zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes wurden im Kalenderjahr 2018 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 3.690 Ehrenzeichen an Angehörige der Feuerwehren und die im Katastrophenschutz Tätigen verliehen:

  • in 2.269 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber,
  • in 1.461 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold,
  • in 8 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz,
  • in 7 Fällen das Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Silber.

2 Abwehrender Brandschutz

2.1  Brandeinsätze

Vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018 wurden die öffentlichen Feuerwehren (das sind die Berufsfeuerwehren und die Freiwilligen Feuerwehren) in Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von insgesamt 44.041 Bränden und Explosionen eingesetzt.

2.2  Brandobjekte

  •     26,67 %    der Brände entstanden in Wohngebäuden,
  •       9,75 %    in Gewerbeobjekten,
  •       1,24 %    in landwirtschaftlichen Anwesen und
  •       2,35 %    in Verwaltungsobjekten,
  •     10,26 %    waren Vegetationsbrände,
  •       7,58 %    der Brände waren Brände an Fahrzeugen,
  •       5,18 %    entstanden in Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
  •     37,45 %    waren sonstige Brandstellen.

3 Technische Hilfeleistungen

Die Feuerwehren haben außerdem 154.089 technische Hilfeleistungen durchgeführt.
Hierbei wurden in

  • 30.072 Fällen Menschen und in
  •   9.134 Fällen Tiere aus Notlagen befreit.

In der Gesamtzahl der Hilfeleistungen sind unter anderem weiterhin enthalten:

  •       420    Betriebsunfälle
  •  14.776    Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen,
  •  23.463    Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern,
  •  44.704    Wasser- und Sturmschäden.

4 Rettungsdiensteinsätze

Im Jahre 2018 haben die öffentlichen Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen im Rettungsdienst insgesamt 1.512.207 Notfalleinsätze und Krankentransporte durchgeführt.

Im Einzelnen:

 

1.140.273 Notfalleinsätze
   298.550 Allgemeine Krankentransporte
     22.349 Infektionstransporte
     51.035 Sonstige Krankentransporte

 

5 Vorbeugender Brandschutz

5.1  Brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben

Im vorbeugenden Brandschutz wurden von den Brandschutzdienststellen Stellungnahmen zu 34.841 Bauvorhaben abgegeben.

47,44 % dieser Stellungnahmen haben die Berufsfeuerwehren, 22,94 % die Freiwilligen Feuerwehren und 29,62 % die Brandschutzingenieure der Kreise erarbeitet.

Die Gutachten erstreckten sich auf Bauvorhaben von Industrie- und Gewerbebetrieben (24,4 %), Verkaufs- und Verwaltungsgebäuden (9,3 %), Hotels, Heimen, Krankenhäusern und Schulen (15,2 %), Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekten (7,1 %) sowie auf Wohngebäude, Garagen, landwirtschaftliche Anwesen und Sonderobjekte wie z. B. große Verkehrsanlagen (44 %).

5.2  Brandverhütungsschau

Im Rahmen der Brandverhütungsschauen wurden 23.718 Gebäude und Einrichtungen überprüft, die wegen ihrer Beschaffenheit, Verwendung oder Lage in erhöhtem Maße zu Bränden Anlass geben könnten, oder in denen im Brandfall eine große Zahl an Personen gefährdet sein würde.

39,56 % dieser Überprüfungen haben die Berufsfeuerwehren, 22,85 % die Freiwilligen Feuerwehren, 3,02 % die Werkfeuerwehren, 8,64 % die Brandschutzingenieure der Kreise und 25,94 % die Brandschutztechniker der Gemeinden durchgeführt.

25,52 % der Überprüfungen betrafen Industrie- und Gewerbebetriebe, 11,11 % Verkaufs- und Verwaltungsgebäude, 24,65 % Hotels, Heime, Krankenhäuser und Schulen, 12,04 % Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekte sowie 26,69 % Garagen und Sonderobjekte.

6 Werkfeuerwehren

2.021 Brandeinsätze
7,244 Technische Hilfeleistungen
Rettungsdiensteinsätze:  
8.426 Notfalleinsätze
3.331 Krankentransporte