Der jährliche Bericht fasst die wichtigsten Zahlen über die Anzahl der Mitglieder, das Material und die Einsätze der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen zusammen. Ermittelt werden die Daten von den 22 kreisfreien Städten, einer Städteregion und 30 Kreisen mit 374 Städten und Gemeinden.
Die Feuerwehren in NRW
Der Brandschutz in Nordrhein-Westfalen wurde in 2025 wahrgenommen von:
- 32 Berufsfeuerwehren mit 11.416 Beamtinnen und Beamten im Einsatzdienst,
- 396 Freiwilligen Feuerwehren mit 90.810 ehrenamtlichen Angehörigen sowie 5.152 hauptamtlichen Kräften im Einsatzdienst,
- 76 Werkfeuerwehren (ohne Bergbau) mit 5.110 Angehörigen,
- 23 anerkannten Betriebsfeuerwehren mit 652 Kräften.
Die Gesamtzahl der aktiv im Brandschutz Tätigen der Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen - einschließlich der 23.939 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und der 6.129 Mitglieder der Kinderfeuerwehren – betrug 142.570.
Die Anzahl der weiblichen Angehörigen der öffentlichen Feuerwehren betrug 16.642,
355 Frauen bei Berufsfeuerwehren, 8.996 Frauen bei Freiwilligen Feuerwehren, 5.448 Mädchen bei Jugendfeuerwehren und 1.863 Mädchen bei den Kinderfeuerwehren. Bei den anerkannten betrieblichen Feuerwehren waren 196 Frauen tätig.
Die durch die Kommunen als Träger der Aufgaben für den Brandschutz und die Hilfeleistung gemeldeten Aufwendungen betrugen im Jahr 2025 für Personal- und Sachmittel 1.621.158.081 Euro. Für Investitionen ist ein Betrag in Höhe von 1.253.345.058 Euro ausgezahlt worden.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat aus der Feuerschutzsteuer Zuwendungen in Höhe von 62.352.080 Euro als Investitionspauschale an die Kommunen weitergeleitet.
Im Brandschutz, der Hilfeleistung und dem Katastrophenschutz wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.785 Angehörige der öffentlichen Feuerwehren bei Einsätzen verletzt.
Zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes wurden im Kalenderjahr 2025 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 4.392 Ehrenzeichen an Angehörige der Feuerwehren und die im Katastrophenschutz Tätigen verliehen:
- in 2.321 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber,
- in 1.772 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold,
- in 290 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz und
- in 9 Fällen das Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Silber.
2 Abwehrender Brandschutz
2.1 Brandeinsätze
Vom 01. Januar bis 31. Dezember 2025 wurden die öffentlichen Feuerwehren (das sind die Berufsfeuerwehren und die Freiwillige Feuerwehren) in Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von insgesamt 49.969 Bränden und Explosionen eingesetzt.
Brandobjekte:
- 24,03 % der Brände entstanden in Wohn- und Hochhäusern,
- 8,82 % in Gewerbe-, Verkaufs und Ausstellungsobjekten,
- 2,84 % in Verwaltungs-, Versammlungs- und Unterrichtsobjekten,
- 5,50 % in Beherbergungs-, Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
- 9,50 % der Brände waren Brände an Fahrzeugen und Garagen,
- 1,02 % in landwirtschaftlichen Anwesen,
- 9,54 % waren Vegetationsbrände und
- 38,75 % waren sonstige Brandstellen.
3 Technische Hilfeleistungen
Die öffentlichen Feuerwehren haben außerdem 157.994 technische Hilfeleistungen durchgeführt.
Hierbei wurden in
- 48.579 Fällen Menschen aus Notlagen befreit.
In der Gesamtzahl der Hilfeleistungen sind unter anderem ferner enthalten:
- 17.277 Wasser- und Sturmschäden,
- 28.588 Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern,
- 18.854 Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen,
- 11.880 Gefahren durch oder mit Tieren,
- 342 Betriebsunfälle.
4 Rettungsdiensteinsätze
Im Jahre 2025 haben die öffentlichen Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen im Rettungsdienst insgesamt 1.444.252 Notfalleinsätze und Krankentransporte durchgeführt.
Im Einzelnen:
Notfalleinsätze: 1.171.852,
Allgemeine Krankentransporte: 258.778,
Infektionstransporte: 9.728,
Sonstige Krankentransporte: 3.894.
5 Vorbeugender Brandschutz
5.1 Brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben
Im vorbeugenden Brandschutz wurden von den Brandschutzdienststellen Stellungnahmen zu 30.147 Bauvorhaben abgegeben.
46 % dieser Stellungnahmen haben die Berufsfeuerwehren, 22 % die Freiwilligen Feuerwehren und 32 % die Brandschutzingenieure der Kreise erarbeitet.
Die Gutachten erstreckten sich auf Bauvorhaben von Industrie- und Gewerbebetrieben (21,5 %), Verkaufs- und Verwaltungsgebäuden (7,4 %), Hotels, Heimen, Krankenhäusern und Schulen (13,4 %), Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekten (5,6 %) sowie von Wohngebäuden, Garagen, landwirtschaftlichen Anwesen (27,3 %) und sonstigen Objekten wie z. B. großen Verkehrsanlagen oder Flughäfen (24,8 %).
5.2 Brandverhütungsschauen
Im Rahmen der Brandverhütungsschauen wurden 27.041 Gebäude und Einrichtungen überprüft, die wegen ihrer Beschaffenheit, Verwendung oder Lage in erhöhtem Maße zu Bränden Anlass geben könnten, oder in denen im Brandfall eine große Zahl an Personen gefährdet sein würde.
41,3 % dieser Überprüfungen haben die Berufsfeuerwehren, 21,7 % die Freiwilligen Feuerwehren, 26,3 % die Brandschutztechniker der Gemeinden, 7,8 % die Brandschutzingenieure der Kreise und 2,9 % die Werkfeuerwehren durchgeführt.
20,4 % der Überprüfungen betrafen Industrie- und Gewerbebetriebe, 11,1 % Verkaufs- und Verwaltungsgebäude, 30,2 % Hotels, Heime, Krankenhäuser und Schulen, 10,6 % Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekte sowie 27,7 % Garagen und sonstige Objekte.
6 Werk- und Betriebsfeuerwehren
- 1.712 Brandeinsätze
- 6.783 Technische Hilfeleistungen
- 7.913 Rettungsdiensteinsätze