Innenminister Herbert Reul übergibt symbolisch den Schlüssel

Hochmoderne Spezialfahrzeuge für Feuerwehren und Hilfsorganisationen

Stürme, Starkregen, Stromausfall – Damit die Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen für Krisenlagen gerüstet sind, investiert die Landesregierung in Spezialausstattung. Zum Auftakt hat Innenminister Herbert Reul neue hochmoderne Spezialfahrzeuge übergeben.

Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter der Nordrhein-Westfälischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren dabei, als der Minister auf dem Düsseldorfer Messegelände die neuen Fahrzeuge übergeben hat. Sie bilden einen Teil des umfangreichen, mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbarten, Investitionspaketes für den Brand- und Katastrophenschutz. Die rund 50 hochmodernen Spezialfahrzeuge geben einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Weitere Investitionen werden folgen.

Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu Stürmen, Starkregen oder Hochwasser.
Daher müssen die Katastrophenschutzbehörden für Krisenlagen, beispielsweise mit großflächigem Stromausfall, aber auch für die speziellen Gefahren am Chemiestandort NRW besser gerüstet werden.

Die Landesregierung hat ein Versprechen auf Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für und in die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes in unserem Land abgegeben. Schwerpunkte des Investitionspakets sind u.a. Spezialfahrzeuge bzw. multifunktionale Systeme, die auf die aktuellen Gefahrenlagen mit hochmoderner Technik und Zubehör ausgerichtet sind. Mit einem dieser kompakten, technischen Multifunktionssysteme kann beispielsweise bei Naturkatastrophen Notstrom, Wärme und Licht erzeugt werden. Das Hochleistungswassersystem (Hytrans Fire System - HFS) kann bei Großbränden große Löschwassermengen heranführen und fördern. Bei Hochwasser oder Überflutungen kann es außerdem große Wassermengen abpumpen.

Spezialfahrzeuge helfen bei atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren

Zudem hat das Land insgesamt 109 Löschfahrzeuge sog. LF 20 Kat S gekauft, die in den nächsten vier Jahren ausgeliefert werden. Sie dienen bei atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren dazu, Verletzte zu dekontaminieren und können zugleich im Brandschutz der Städte eingesetzt werden. Weitere 16 Gerätewagen Dekontamination P (GW-Dekon P) wurden für die Feuerwehren beschafft. Ganz frisch übergeben wurden  25 Betreuungskombis 2.0 an die anerkannten Hilfsorganisationen. Damit können zum Beispiel bei Unglücken Menschen evakuiert werden. Die neuen Modelle sind groß genug, um auch Rollstuhlfahrer zu befördern.

Daneben ist in den kommenden Jahren u. a. noch die Beschaffung von acht neuen Löschbooten geplant, die den Brandschutz auf dem Rhein nachhaltig stärken sollen.