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Pressemitteilungen

23.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Am Donnerstag, 23. Juli 2026, haben das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, die nordrhein-westfälischen Vereine der ersten drei Ligen und die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin in Düsseldorf eine neue Kooperationsvereinbarung zu den Stadionallianzen unterzeichnet. Damit wird ein bewährtes Modell der Zusammenarbeit weiterentwickelt, das auf klare Regeln, frühe Abstimmung und gemeinsame Verantwortung setzt. Mit der Vereinbarung sollen Fußballspiele sicherer und die Polizei entlastet werden.

Innenminister Herbert Reul: „Sicherheit rund um den Fußball gewinnt man nur als Mannschaft. Vereine, die Polizei Nordrhein-Westfalen und Bundespolizei müssen geschlossen auftreten, mit klarer Aufstellung auf dem Platz und mit Verantwortung vom Anpfiff bis zur Nachspielzeit. Die Vereine gehören in die Startelf, wenn es um Sicherheit im Stadion geht. Unser Ziel ist klar: Fußball soll in sicheren Stadien stattfinden und Freude machen, ohne Gewalt und ohne Pyrotechnik. Gleichzeitig müssen wir die Polizei spürbar entlasten, damit nicht jedes Spiel zum Dauereinsatz wird.“

Michael Preetz (Geschäftsführer MSV Duisburg): „Ich freue mich besonders, dass mit der neuen Vereinbarung nun auch die Vereine der 3. Liga Teil der Stadionallianzen NRW werden. Viele dieser Clubs verfügen über eine große Tradition, eine starke Fanbasis und stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die Profivereine in den höheren Ligen. Je mehr Standorte ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen, desto stärker wird das Netzwerk und desto größer ist der Nutzen für alle Beteiligten."

Nicolai Marchlewski (Bundespolizeidirektion Sankt Augustin): „Die Vereinbarung schreibt Verfahrensweisen fest, die sich bereits seit vielen Jahren in der Praxis bewährt und immer weiterentwickelt wurden. Diese gewinnen heute an Verbindlichkeit. Dabei kommt unserer Bundespolizei hier eine zentrale Rolle zu, da wir die für die Bahnhöfe und Züge zuständige Polizeibehörde sind. Dies gilt im Übrigen nicht nur für NRW, sondern bundesweit. So kann beispielsweise auch der bundesweite Reiseverkehr zu einer Großveranstaltung, wie einem Fußballspiel, "aus einer Hand" überwacht und die Anreise von unfriedlichen und gewalttätigen Personen bereits frühzeitig unterbunden werden. Deshalb freuen wir uns nun auch Teil der Stadionallianzen in NRW zu sein.“

Mit der aktuellen Kooperationsvereinbarung wird die bisherige Zusammenarbeit in mehreren Punkten erweitert. Künftig nehmen alle Vereine der ersten drei Profiligen in Nordrhein-Westfalen als Partner teil. Neu dabei sind Alemannia Aachen, MSV Duisburg, Rot-Weiß Essen, Köln mit Fortuna und Viktoria, Preußen Münster und der SC Verl. Zudem wird die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin als weiterer Partner eingebunden. Damit werden auch die Reisewege der Fans einbezogen. Darüber hinaus werden Sicherheitsbeauftragte und Fanbeauftragte der Vereine in die Vereinbarung aufgenommen. Die Sicherheitsbeauftragten übernehmen eine zentrale Rolle bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für einen sicheren Spielbetrieb. Die Fanbeauftragten stellen den Austausch mit den Fans sicher.

Die Vereinbarung stärkt zudem die Bedeutung von Einlasskontrollen, insbesondere mit Blick auf das Einbringen von Pyrotechnik. Außerdem werden Stadionverbote und präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Platzverweise, Bereichsbetretungsverbote oder Meldeauflagen als wichtige Instrumente im Umgang mit bekannten Störern hervorgehoben. Auch die Qualifizierung von Sicherheits- und Ordnungsdiensten wird in der neuen Vereinbarung besonders betont. Die Rollen der Beteiligten bleiben dabei klar verteilt: Für die Veranstaltungssicherheit sind die Vereine zuständig, für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung die Polizei.

Die Stadionallianzen wurden in Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2020 eingeführt. Sie bilden den verbindlichen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Vereinen an den jeweiligen Spielorten. Polizei und Vereine stimmen sich dabei über Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Einsatzabläufe und konkrete Maßnahmen ab, um Gewalt im und rund um die Stadien zu verhindern.

 

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Minister Reul: Ehrenamtliches Engagement braucht starken Rückhalt

15.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind da, wenn andere Schutz und Hilfe brauchen. Damit sie diese Verantwortung neben ihrem Beruf übernehmen können, brauchen sie Arbeitgeber an ihrer Seite, die dieses Engagement möglich machen. Innenminister Herbert Reul hat am Dienstag, 14. Juli 2026, zehn nordrhein-westfälische Unternehmen mit der Förderplakette „Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Betriebe, die ihre Beschäftigten großzügig für Einsätze, Übungen und Fortbildungen freistellen und damit den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen stärken.

Innenminister Herbert Reul: „Ehrenamt im Katastrophenschutz ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern knallharte Verantwortung. Wer sich hier ehrenamtlich engagiert, ist binnen Minuten zur Stelle, wenn’s ernst wird. Damit das funktioniert, brauchen diese Frauen und Männer Rückendeckung im Job. Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten freistellen und ihnen den Rücken freihalten, sind deshalb unverzichtbare Partner im Katastrophenschutz. Die heute ausgezeichneten Unternehmen stehen exemplarisch dafür, wie moderner Katastrophenschutz gelingt: wenn Staat, Ehrenamt und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.“

In diesem Jahr wurden die Preisträger aus 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Über die Vergabe entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der anerkannten Hilfsorganisationen, der Arbeitgeberverbände, der kommunalen Spitzenverbände, des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V., des Technischen Hilfswerks sowie des Ministeriums des Innern. Zu den Auswahlkriterien zählen unter anderem eine großzügige Freistellungspraxis, der Verzicht auf Entgeltansprüche sowie eine darüberhinausgehende Unterstützung von Hilfsorganisationen und Feuerwehren.

 

In diesem Jahr wurden folgende Unternehmen ausgezeichnet:

Bauunternehmen Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG
Firmensitz: Westerkappeln, Regierungsbezirk Münster
Das Bauunternehmen ist ein familiengeführter Betrieb in fünfter Generation. Von den 732 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 150 bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), beim Technischen Hilfswerk (THW) oder im sozialen Dienst ehrenamtlich aktiv. Das Unternehmen zeichnet sich darüber hinaus durch die Bereitstellung von Übungsmöglichkeiten auf dem Werksgelände und einen jährlichen firmeneigenen Blutspendetag aus. Bei dem Hochwasser im Ahrtal 2021 und in anderen Krisensituationen wurden zahlreiche Angestellte zum Helfen freigestellt.

 

Drahtwerk Elisental W. Erdmann GmbH
Firmensitz: Neuenrade, Regierungsbezirk Arnsberg
Elf der 114 Angestellten sind ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz tätig. Sie werden nicht nur durch eine problemlose Freistellung, sondern auch mit zwei Tagen Zusatzurlaub im Jahr unterstützt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr ist besonders das örtliche DRK seit vier Generationen eng mit dem Unternehmen verbunden. Der Firmengründer war auch hier bereits in führender Position aktiv. Heute wird das Unternehmen von Theo Wingen, dem Schwiegersohn Wilhelm Erdmanns, und dessen Enkelsohn Daniel Wingen geführt. Der DRK-Ortsverein Neuenrade wird von seiner Ehefrau Daniela Wingen als Vorsitzende geleitet.

 

Elektro Hüpping
Firmensitz: Willebadessen, Regierungsbezirk Detmold
Das Kleinstunternehmen aus Willebadessen zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Ehrenamtlichen aus: Vier der acht Beschäftigten sind ehrenamtlich engagiert. Ein Auszubildender wurde gezielt wegen seiner Qualifikation im Ehrenamt eingestellt. Die unkomplizierten Freistellungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Einsatzbereitschaft der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.

 

F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG
Firmensitz: Eslohe-Bremke, Regierungsbezirk Arnsberg
Die F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG ist ein im Hochsauerland ansässiger Familienbetrieb, der auf eine über hundertjährige Tradition im Holztransport zurückblickt. In diesem Unternehmen gehen die Führungskräfte mit gutem Beispiel voran. Sie alle sind ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Auch ein Auszubildender ist für die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Eine problemlose Freistellung und die kostenlose Bereitstellung von Expertise und Arbeitskraft sind hier selbstverständlich.

 

fourtexx GmbH
Firmensitz: Solingen, Regierungsbezirk Düsseldorf
Der mittelständische Betrieb unterstützt seine ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit längerfristigen Freistellungen und indem er geplante Einsätze fest in die Firmenplanung aufnimmt. Insgesamt sind sieben von 47 Angestellten bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Technischen Hilfswerk ehrenamtlich engagiert.

 

Heizung Solar Sanitär Klotz
Firmensitz: Bad Berleburg, Regierungsbezirk Arnsberg
Das Unternehmen aus Bad Berleburg wurde vom ortsansässigen Technischen Hilfswerk für die Auszeichnung vorgeschlagen. Zwei Beschäftigte des Familienunternehmens sind dort aktiv, ein weiterer Mitarbeiter bei der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Ingenieurbüro Rodermann
Firmensitz: Radevormwald, Regierungsbezirk Köln
Fünf der acht Angestellten des Kleinstunternehmens sind bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der Geschäftsführer selbst ist stellvertretender Leiter der örtlichen Feuerwehr. Freistellungen für Aus- und Fortbildungen sind für alle Beschäftigten problemlos möglich.

 

Marc Cirkel Sonnen- und Insektenschutz
Firmensitz: Emmerich, Regierungsbezirk Düsseldorf
Der lokale Handwerksbetrieb zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen ehrenamtlichen Engagierten unkomplizierten Freistellungen für Fortbildungen, Übungen und Einsätze gewährt. Von den vier Beschäftigten sind zwei beim Technischen Hilfswerk aktiv.

 

Martinrea Bergneustadt
Firmensitz: Bergneustadt, Regierungsbezirk Köln
Von den 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren sich 25 ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz oder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Das Unternehmen unterstützt dieses Engagement für den Brand- und Katastrophenschutz durch vielfältige Maßnahmen. So gibt es ein eigenes Fahrzeug für den Transport der Angestellten zu den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr sowie eine Sirene auf dem Betriebsgelände zur Warnung der Bevölkerung. Eine Freistellung der Ehrenamtlichen erfolgt ebenfalls unkompliziert, oft mit Verzicht des Unternehmens auf Lohnausfallkosten.

 

TAR Automation GmbH
Firmensitz: Dinslaken, Regierungsbezirk Düsseldorf
Freistellungen ohne Lohnersatzforderungen sowie die Bereitstellung von Expertise sind für das kleine Dinslakener Unternehmen selbstverständlich. Insgesamt sind vier der 15 Angestellten ehrenamtlich engagiert.

 

Gruppenfoto Förderplakette 2026

 

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15.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Nordrhein-Westfalen stärkt weiter den Verfassungsschutz. Mit einer neuen Laufbahnausbildung bildet das Land erstmals eigenes Fachpersonal aus und schützt so dauerhaft die freiheitliche demokratische Grundordnung. Das Landeskabinett hat die Einführung am Dienstag, 14. Juli 2026, auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen.

Minister Reul: „Durch Extremismus, Spionage und Desinformation steht unsere Demokratie unter Druck wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Deshalb stärken wir das Immunsystem unserer Demokratie: einen Verfassungsschutz, der Angriffe erkennt, abwehrt und sich ständig auf neue Gefahren einstellt. Wir bilden unsere eigenen Leute aus, die früh merken, wo Gefahren lauern und rechtzeitig gegensteuern. Wer unsere offene Gesellschaft angreift, trifft auf einen wachsamen Verfassungsschutz, der unsere Freiheit und Grundrechte schützt.“

Die sicherheitspolitischen Herausforderungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Darauf reagiert Nordrhein-Westfalen mit einer eigenen Laufbahnausbildung für den Verfassungsschutz. Grundlage hierfür ist eine neue Verordnung über die Ausbildung und Prüfung, die erstmals eine eigenständige Laufbahn schafft und die rechtliche Grundlage für die Ausbildung von Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärtern legt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet Studium und Praxis. Sie erfolgt überwiegend beim Bundesamt für Verfassungsschutz sowie an der Hochschule des Bundes und schließt mit einem Bachelorabschluss ab. Vermittelt werden fachliche Kompetenzen, demokratische Werte und rechtsstaatliche Prinzipien. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Zusammenspiel von Bund und Ländern sowie die Arbeitsweise eines demokratisch kontrollierten Nachrichtendienstes.

Ab 2027 sollen zunächst zwei Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden, perspektivisch ist ein Ausbau auf bis zu fünf Einstellungen pro Jahr geplant. Bewerbungen werden voraussichtlich ab Herbst 2026 möglich sein.


Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 871-01.

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13.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021 hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und gut vernetzter Katastrophenschutz ist. Nordrhein-Westfalen hat seitdem zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Vorsorge für künftige Krisen zu verbessern. Anlässlich des fünften Jahrestages der Hochwasserkatastrophe präsentierte Innenminister Herbert Reul am Montag, 13. Juli 2026, in Düsseldorf Fahrzeuge und Geräte für den Katastrophen- und Hochwasserschutz. Diese wurden als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe angeschafft und durch die Landesverbände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und dem Deutschen Roten Kreuz Nordrhein sowie der Feuerwehr Oberhausen und dem Institut der Feuerwehr vorgestellt.

Innenminister Herbert Reul: „Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe denken wir an die Menschen, die ihr Leben verloren haben. Gleichzeitig gilt unser Dank den Einsatzkräften sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die sofort zur Stelle waren und Enormes geleistet haben. Die Folgen der Katastrophe sind bis heute spürbar. Sie sind der Grund, warum wir unseren Katastrophenschutz noch schlagkräftiger gemacht haben und weiter ausbauen. Die Strukturen sind heute klarer, die Zusammenarbeit ist enger, die Warnsysteme besser und wir investieren Millionen in Ausstattung und Einsatzmittel. Am Ende reicht Technik alleine aber nicht. Katastrophenschutz ist Teamwork. Nur wenn alle Hand in Hand arbeiten, funktioniert es im Ernstfall.“


Vorgestellt wurden unter anderem:

Water-Gate Wassersperre 
Dabei handelt es sich um einen mobilen Schutzdamm, mit dem sich beispielsweise Tiefgaragen schützen lassen. Zehn solcher Wassersperren wurden angeschafft und auf die Regierungsbezirke verteilt, um den Einsatz regelmäßig üben zu können.

Geräteanhänger Strömungsrettung 
Der für den Katastrophenschutz konzipierte Anhänger dient der schnellen Bereitstellung von Spezialgeräten zur Menschenrettung in Fließgewässern. Er beinhaltet neben einem motorisierten Schlauchboot insbesondere Seil- und Sicherungstechnik sowie  medizinisches Material.

Hytrans Fire System
Das Hytrans Fire System (HFS) ist ein mobiles Hochleistungs-Wasserfördersystem. Es ist speziell für die Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken (bis zu zwei Kilometer), aber auch für das Abpumpen von großen Wassermengen aus überfluteten Bereichen konzipiert.

Energiemodul
Beim Energiemodul handelt es sich um ein vom Land beschafftes mobiles Notstromaggregat mit sehr hoher Leistung. Es kann zum Beispiel bei Stromausfällen die Versorgung vieler Haushalte sicherstellen. Das Land verfügt über 23 einsatzbereite Energiemodule.

Außerdem wurden „Hochwasser-Pakete“ aus dem 2025 eingerichteten Katastrophenschutzlager des Landes präsentiert. Diese Pakete beinhalten zum Beispiel Pumpen, kleinere Stromaggregate sowie Sandsäcke und können von Städten und Kreisen im Bedarfsfall angefordert werden.

Mit einer Überflutungssimulation wurde auch der „Digitale Zwilling Gefahrenabwehr“ vorgeführt. Das Lage- und Planungssystem des Landes bildet die Realität in einer 3D-Karte ab. Behörden und Organisationen der Gefahrenabwehr können über das geschützte Intranet des Landes darauf zugreifen, um Einsätze besser vorzubereiten und durchzuführen.

Die Stärkung des Katastrophenschutzes ist Teil des 15-Punkte-Plans, den das Kompetenzteam Katastrophenschutz nach der Hochwasserkatastrophe 2021 vorgelegt hat. Ziel des Plans ist es, Nordrhein-Westfalen besser auf zukünftige Krisen und Extremwetterereignisse vorzubereiten. Ein Großteil der Empfehlungen konnte inzwischen umgesetzt werden.

„Ich habe erst vergangene Woche gemeinsam mit dem Kompetenzteam Katastrophenschutz den Umsetzungsstand des 15-Punkte-Plans besprochen. Wir waren uns einig, dass der Katastrophenschutz der Zukunft in Nordrhein-Westfalen auf einem guten Weg ist“, erklärte Minister Herbert Reul.

Die Landesregierung hat den Katastrophenschutz in den vergangenen Jahren mit erheblichen Investitionen gestärkt und modernisiert. Das Land investiert bis 2032 mindestens 225 Millionen Euro in die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausstattungsgegenständen für den Brand- und Katastrophenschutz. Auch die vorgestellten Fahrzeuge und Geräte sind Teil dieser umfassenden Investitionen in den Katastrophenschutz.


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10.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für Dienstag, den 14. Juli 2026, Trauerbeflaggung angeordnet. Anlass ist der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und die Gedenkveranstaltung im Landtag. Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes sowie für die der Aufsicht des Landes unterstehenden Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Innenminister Herbert Reul: „Die Flutkatastrophe hat unermessliches Leid gebracht. Familien verloren Angehörige, Existenzen zerbrachen in wenigen Stunden. Die Bilder von damals lassen uns nicht los. Wir trauern um die Opfer und fühlen mit allen Betroffenen. Aus dieser Katastrophe erwächst für uns ein klarer Auftrag: Wir übernehmen Verantwortung und tun alles dafür, die Menschen in unserem Land bestmöglich zu schützen.“

 

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08.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Das Landeskabinett hat auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul am Dienstag, 7. Juli 2026, Tim Frommeyer zum neuen Polizeipräsidenten in Dortmund ernannt. Tim Frommeyer wechselt damit von der Spitze des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen nach Dortmund und übernimmt dort die Leitung der Behörde. Seit Januar 2024 ist er Polizeipräsident in Gelsenkirchen.

Innenminister Herbert Reul: „Tim Frommeyer weiß, wie Polizei funktioniert, und er weiß, wie Ruhrgebiet funktioniert. In Gelsenkirchen hat er in einem anspruchsvollen Umfeld gezeigt, dass er klar führen, Probleme anpacken und seiner Mannschaft den Rücken stärken kann. Genau so jemanden braucht Dortmund.“

Der 45‑jährige Jurist wurde in Dortmund geboren und studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr‑Universität Bochum. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der CDU‑Bundestagsfraktion. Anschließend war er als Syndikusanwalt bei den Dortmunder Entsorgungsbetrieben tätig. 2016 wechselte er in das Dezernat für Recht, Ordnung, Bürgerdienste und Feuerwehr bei der Stadt Dortmund. Seit September 2020 war er Erster Beigeordneter der Stadt Schwerte und dort Fachdezernent für die Bereiche Schule, Soziales, Jugend und Kultur, bevor er im Januar 2024 die Leitung des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen übernahm.

 

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30.06.2026

Das Ministerium des Innern und das Ministerium für Schule und Bildung teilen mit:
Schulministerin Dorothee Feller und Innenminister Herbert Reul haben am Dienstag, 30. Juni 2026, in Köln 58 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule Polizei (FOS) ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Die jungen Frauen und Männer haben in den vergangenen zwei Jahren Unterricht am Berufskolleg mit Praxisphasen in Polizeibehörden kombiniert. Das Land eröffnet damit jungen Menschen mit mittlerem Schulabschluss im Anschluss daran einen praxisorientierten Zugang zum Polizeistudium und stärkt zugleich die Nachwuchsgewinnung für die Polizei.

Innenminister Herbert Reul: „Mit dieser Zeugnisvergabe sieht man ganz praktisch, wie wir heute Nachwuchs für die Polizei gewinnen. Hier stehen junge Leute, die zwei Jahre lang Schule und Polizeialltag kombiniert haben. Im Klassenraum gelernt, in der Polizei erlebt. Die FOS Polizei ist kein Schulversuch im Elfenbeinturm, sondern unsere Nachwuchs Werkstatt. Wir holen Talente früh ab und geben ihnen eine klare Perspektive. So sorgen wir dafür, dass genug Kolleginnen und Kollegen da sind, wenn jemand den Notruf 110 wählt.“

Schulministerin Dorothee Feller: „Schulministerin Dorothee Feller: „Die Fachoberschule Polizei zeigt, dass berufliche Bildung jungen Menschen viele Wege eröffnet. Wer sich früh für den Polizeiberuf interessiert, kann schulische Bildung und praktische Erfahrungen sinnvoll miteinander verbinden und sich Schritt für Schritt auf das Studium vorbereiten. Genau solche verlässlichen Bildungswege schaffen Orientierung und eröffnen echte Zukunftschancen.“

In Nordrhein-Westfalen wird die Fachoberschule Polizei zunehmend nachgefragt. An 15 Berufskollegs in allen Regierungsbezirken befinden sich derzeit rund 1.000 junge Menschen im Bildungsgang Fachhochschulreife Polizei (FOS). Das Modell ist erfolgreich: 2022 starteten 336 Schülerinnen und Schüler, 2026 sind es 551. Wer erfolgreich abschließt und die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, kann anschließend direkt in den Bachelorstudiengang Polizeivollzugsdienst wechseln.

Die Fachoberschule Polizei ist ein zweijähriger Bildungsgang. Im ersten Jahr absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Praktikum in einer Kreispolizeibehörde, im zweiten Jahr bereitet der Unterricht, unter anderem in Recht und Staatslehre, auf die Fachhochschulreifeprüfung vor. Ergänzt wird dies durch praxisnahe Einblicke in den Polizeialltag, etwa in Streifendienst, Ermittlungsarbeit und den Umgang mit Einsatzmitteln. Mit der Aufnahme in den Bildungsgang Fachoberschule Polizei ist eine vorbehaltliche Einstellungszusage für die Polizei Nordrhein-Westfalen verbunden.

Aktuell läuft noch bis zum 30. November 2026 das Bewerbungsverfahren für den nächsten FOS-Jahrgang, der im Sommer 2027 starten wird.

Absolviert werden kann die Ausbildung an den folgenden Berufskollegs:

Regierungsbezirk Arnsberg: 
•    Konrad-Klepping-Berufskolleg in Dortmund
•    Klaus-Steilmann-Berufskolleg in Bochum
•    Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver (Märkischer Kreis)

Regierungsbezirk Detmold: 
•    Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld
•    Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden (Kreis Minden-Lübbecke)

Regierungsbezirk Düsseldorf: 
•    Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf
•    Kaufmännische Berufskolleg Walther Rathenau in Duisburg
•    das Berufskolleg in Hilden (Kreis Mettmann)

Regierungsbezirk Köln:
•    Berufskolleg an der Lindenstraße in Köln
•    Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Bonn
•    Berufskolleg Kaufmännische Schulen des Kreises Düren
•    Berufskolleg Nord der Städteregion Aachen in Herzogenrath

Regierungsbezirk Münster: 
•    Hansa-Berufskolleg in Münster
•    Kuniberg Berufskolleg in Recklinghausen
•    Berufskolleg Königstraße in Gelsenkirchen

 

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25.06.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und die Stadt Frankfurt am Main treiben gemeinsam die Modernisierung der Gefahrenabwehr auf den Bundeswasserstraßen Rhein und Main voran. Im Rahmen eines länderübergreifenden Vergabeverfahrens wurden insgesamt elf hochmoderne Feuerlöschhilfeleistungsboote der neuesten Generation in Auftrag gegeben. Hersteller ist die finnische Werft Marine Alutech Oy Ab. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 100 Millionen Euro.

Dem Auftrag vorausgegangen war ein gemeinsames Vergabeverfahren, das durch die Zentrale Vergabestelle der Bezirksregierung Düsseldorf koordiniert wurde. Der Zuschlag wurde am 8. Mai 2026 erteilt. Die Kooperation zwischen den beteiligten Ländern und der Stadt Frankfurt am Main ist in dieser Form bundesweit einmalig und setzt Maßstäbe für künftige gemeinsame Beschaffungsvorhaben in der Gefahrenabwehr.

Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen betont: „Rhein und Main sind Lebensadern unserer Bundesländer. Sie sind aber auch Verkehrsadern und im Ernstfall zählt jede Minute. Da braucht es Leute, die wissen, was sie tun, und moderne Technik, die funktioniert. Die neuen Boote bringen Tempo, Kraft und Verlässlichkeit aufs Wasser. Gemeinsam sind wir damit schlagkräftiger unterwegs.“

Achim Schwickert, Minister des Innern, für Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz: „Sicherheit macht nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb investieren wir gemeinsam in moderne Einsatzmittel und stärken die Zusammenarbeit unserer Feuerwehren auf den wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Die neuen Feuerlöschhilfeleistungsboote sind eine Investition in die Sicherheit der Menschen, den Schutz kritischer Infrastruktur und eine leistungsfähige Gefahrenabwehr von morgen. Mit dieser bundesweit einmaligen Kooperation zeigen wir, wie moderne Gefahrenabwehr funktioniert: gemeinsam, effizient und zukunftsorientiert.“

Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main: „Sicherheit entsteht nicht erst im Ernstfall, sondern durch gute Vorbereitung. Entsprechend ist es uns wichtig, mit gezielten Investitionen in die Gefahrenabwehr-Infrastruktur die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unsere Einsatzkräfte unter den bestmöglichen Bedingungen reagieren und arbeiten können. Ich bedanke mich bei den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für diese wichtige Kooperation, die am Ende sehr vielen Menschen an Rhein und Main zugutekommen wird.“

Die neuen Feuerlöschhilfeleistungsboote werden speziell auf die Anforderungen der deutschen Binnenwasserstraßen zugeschnitten. Sie vereinen modernste Technologien für Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Gefahrenabwehr und ermöglichen ein effektives Vorgehen auch bei komplexen Schadenslagen, etwa bei Schiffsbränden, Gefahrgutunfällen oder Großschadensereignissen entlang dicht besiedelter und industriell geprägter Uferbereiche.

Damit reagieren die Projektpartner auch auf wachsende Herausforderungen. Der Güterverkehr auf Rhein und Main nimmt kontinuierlich zu, gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen. Hinzu kommen klimabedingte Extremereignisse, die neue Einsatzlagen mit sich bringen. Die neuen Boote schaffen hier eine zukunftsfähige Grundlage für schnelle, koordinierte und leistungsfähige Hilfe auf dem Wasser.

Das gemeinsame Beschaffungsvorhaben ermöglicht eine effiziente Bündelung von Ressourcen. Einheitliche technische Standards erleichtern nicht nur Ausbildung und Einsatz, sondern auch Wartung und Betrieb. Gleichzeitig können durch die Bündelung der Nachfrage wirtschaftliche Vorteile erzielt werden. Darüber hinaus stärkt das Projekt die länderübergreifende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte entlang der wichtigsten europäischen Wasserstraßen nachhaltig.

Das erste sogenannte Pilotboot soll Anfang 2028 ausgeliefert und anschließend über einen längeren Zeitraum im realen Einsatzbetrieb erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Serienfertigung der weiteren Boote ein. Die Auslieferung der zehn weiteren Boote ist ab Ende 2029 vorgesehen und soll bis Mitte 2032 abgeschlossen sein.

Von den insgesamt elf Feuerlöschhilfeleistungsbooten entfallen acht auf Nordrhein-Westfalen, zwei auf Rheinland-Pfalz und eines auf die Stadt Frankfurt am Main.

 

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17.06.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für Samstag, den 20. Juni 2026, anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung Beflaggung (Vollmast) angeordnet. Betroffen sind alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen. 

Innenminister Herbert Reul: „Wir denken heute an Menschen, denen von einem Tag auf den anderen alles genommen wurde. Sie mussten ihre Heimat verlassen, ihr Zuhause zurücklassen, oft ohne jede Perspektive. Viele wissen bis heute nicht, ob sie ihre Angehörigen jemals wiedersehen. Das sind mehr als einhundert Millionen Geflüchtete, mehr als einhundert Millionen Leben, die aus der Bahn gerissen wurden, mit Gesichtern, Namen und Geschichten voller Sehnsucht nach Sicherheit und einem Leben ohne Angst. An diese Menschen wollen wir erinnern und ihnen sagen: Wir sehen Ihr Leid. Ihr Schicksal ist nicht vergessen.“

 

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