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06.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Die Polizei Nordrhein-Westfalen erinnert am 7. März an die Polizistinnen und Polizisten, die im Dienst ihr Leben verloren haben. Landesweit gedenken die Polizeibehörden der getöteten Kolleginnen und Kollegen. Zu diesem Anlass versammeln sich am Montag vor dem Innenministerium in Düsseldorf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses sowie Vertreterinnen und Vertreter der Polizei zu einer Schweigeminute.

Innenminister Herbert Reul: „Hinter jeder Uniform steht ein Mensch mit Familie, mit Freundinnen und Freunden, mit einem Leben jenseits des Dienstes. Wer bei der Polizei arbeitet, entscheidet sich Tag für Tag, für unsere Sicherheit vor die Gefahr zu treten - im Zweifel unter Einsatz der eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens. Die Kolleginnen und Kollegen, die nicht mehr nach Hause zurückgekehrt sind, hinterlassen eine Lücke, die nichts und niemand schließen kann. Sie fehlen ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, ihren Teams jeden Tag. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl, unser aufrichtiger Dank und unser stilles Gedenken. Angriffe, Hass und Hetze gegen diejenigen, die uns schützen, dürfen in einem Rechtsstaat niemals Platz haben.“

Inspekteur der Polizei Dirk Hulverscheidt: „In der aktuell angespannten und unsicheren geopolitischen Lage wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger mehr denn je Sicherheit, Schutz und Verlässlichkeit. Wenn Polizistinnen und Polizisten, die für diese Grundbedürfnisse tagtäglich einstehen, im Dienst angegangen, verletzt oder gar getötet werden, ist dies ein Angriff auf uns alle – und nicht zuletzt auch auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Solche Übergriffe können und werden wir niemals tolerieren.“

Landeskriminaldirektor Peter Mosch: „Polizeiarbeit bedeutet gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen - auch, wenn Situationen unübersichtlich, belastend oder sogar gefährlich sind. Polizistinnen und Polizisten helfen anderen, die sich selber nicht helfen können. Wir erinnern heute an Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst ihr Leben verloren haben. Ihr Tod bleibt immer Teil unserer Polizeigeschichte und ist zugleich Auftrag für Gegenwart und Zukunft: wachsam zu bleiben - auch füreinander. Dieses ehrende Andenken werden wir den verstorbenen Kolleginnen und Kollegen bewahren.“

Seit 2020 findet jährlich am 7. März der von Interpol ins Leben gerufene Gedenktag für im Dienst verstorbene Polizistinnen und Polizisten (International Day of Remembrance for Fallen Officers) statt. Zu diesem Anlass hat das Innenministerium für alle Polizeidienststellen des Landes Halbmastbeflaggung angeordnet. In Nordrhein-Westfalen unterstützt die Polizeistiftung NRW unter anderem Angehörige von im Dienst getöteten Kolleginnen und Kollegen.

 


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03.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Andreas Bollenbach wird neuer Polizeipräsident in Aachen. Das hat die Landesregierung auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul am Dienstag, 3. März 2026, beschlossen. Der 61-Jährige folgt damit auf Dirk Weinspach, der im Herbst 2023 in den Ruhestand getreten ist.

Innenminister Herbert Reul erklärt: „Andreas Bollenbach bringt alles mit, was es für das anspruchsvolle Amt des Polizeipräsidenten in Aachen braucht. Er ist ein ausgewiesener Kriminalist, kennt die Region, die Menschen und die Arbeit der Polizei aus dem Effeff. Mit seiner Erfahrung, Umsicht und Führungsstärke ist er ein echtes Pfund für die Sicherheit in der StädteRegion Aachen.“

Andreas Bollenbach ist derzeit stellvertretender Polizeipräsident im Polizeipräsidium Aachen, wo er die Direktion Kriminalität leitet. Seit rund vier Jahrzehnten gehört er der nordrhein-westfälischen Polizei an. In dieser Zeit war er in verschiedenen Führungspositionen unter anderem in Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie bei der Polizeibehörde Heinsberg tätig.

Andreas Bollenbach wird die neue Position voraussichtlich Ende März antreten. Mit der Ernennung übernimmt er die Leitung des Polizeipräsidiums Aachen mit rund 2.300 Beschäftigten.

 

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02.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Nordrhein-Westfalen ist insgesamt wieder etwas sicherer geworden. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2025 hervor, die Minister des Innern Herbert Reul am Montag, 2. März 2026, vorgestellt hat. Die Polizei hat landesweit im vergangenen Jahr rund 1,36 Millionen Straftaten (2024: 1,4 Millionen) erfasst. Das ist ein Rückgang um drei Prozent zum Vorjahr (-41.680). Insgesamt konnten 53,7 Prozent aller Fälle (rund 729.000) aufgeklärt werden. Aus der Statistik geht auch hervor, dass insbesondere Gewalttaten, Diebstahl und Einbruch rückläufig sind. Auch die Kinder- und Jugendkriminalität ist leicht gesunken. Gleichzeitig wurden mehr Sexualstraftaten sowie mehr Tötungsdelikte erfasst. Insgesamt sind 2025 mehr als 324.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen Opfer einer Straftat geworden.

Minister Herbert Reul: „In Nordrhein-Westfalen lebt es sich wieder ein Stück sicherer. Das ist eine gute Nachricht. In einem Land mit über 18 Millionen Menschen und mit mehr Großstädten als nirgends sonst, wird es immer Kriminalität geben. Aber im Vergleich zu 2016 stehen wir heute deutlich besser da. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen und harter Arbeit. Sicherheit entsteht nicht auf dem Reißbrett in Ministeriumsstuben, sondern auf den Straßen, in den Wachen und bei der Kripo. Also da, wo unsere Polizistinnen und Polizisten jeden Tag die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Dafür sage ich Danke.“

Die Gewaltdelikte sind im Jahr 2025 um 1,8 Prozent auf rund 159.000 Fälle zurückgegangen. Ein Großteil davon entfällt auf einfache Körperverletzungen mit knapp 105.000 Fällen. Insgesamt wurden rund 39.000 Fälle der gefährlichen und schweren Körperverletzung erfasst (-3,1 Prozent). Die Aufklärungsquote bei den Gewaltdelikten liegt bei 84 Prozent. Bei der Straßenkriminalität ist die Entwicklung ähnlich: Die Polizei registrierte etwa 308.000 Fälle und damit ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Jahr 2024 mit rund 322.000 Fällen. Die Zahl der Raubdelikte sank um 6,4 Prozent auf rund 11.000 Fälle und liegt damit deutlich unter dem Niveau von 2016.

Die Messerkriminalität bleibt trotz eines leichten Rückgangs ein Dauerthema. Im Jahr 2025 kam in fast 7.200 Fällen ein Messer als Tatmittel zum Einsatz. Das ist ein Rückgang um etwa 1,5 Prozent im Vergleich zu 2024. In der Statistik 2024 war noch ein Anstieg von rund 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr registriert worden. Die Polizei erfasste im Jahr 2025 rund 9.000 Opfer von Messertaten. 49 Menschen wurden durch Messerangriffe getötet. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 508 Fälle von Mord und Totschlag und damit 29 Fälle mehr als 2024. 348 dieser Taten blieben Versuche, 130 Menschen sind verstorben. 93 Prozent aller Fälle von Mord und Totschlag wurden aufgeklärt. Der Anstieg bei diesen Fällen insgesamt ist auf den Anstieg der Fälle von rund 12 Prozent bei Totschlag zurückzuführen, während 4 Prozent weniger Mordfälle im Vergleich zum Vorjahr erfasst wurden. Es wurden sechs Menschen (52) weniger ermordert als im Jahr 2024 (58).

Minister Reul erklärt: „Unsere Straßen und Plätze sind sicherer geworden. Bei Gewaltdelikten sehen wir eine leichte Entspannung, aber keinen Grund aufzuatmen. Bei Mord und Totschlag gilt: Jede Tat ist eine zu viel. Fast alle Fälle werden aufgeklärt, doch das Leid der Hinterbliebenen bleibt. Auch bei der Messerkriminalität gebe ich keine Entwarnung. Ein Messer ist kein Statussymbol, sondern eine Waffe. Und Waffen gehören nicht in die Hosentasche.“

Im Jahr 2025 wurden rund 500.000 Diebstähle erfasst, was etwa 37 Prozent aller Straftaten entspricht. Beim Ladendiebstahl verzeichnete die Polizei ein Minus von acht Prozent auf etwa 92.000 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Deliktsbereich bei über 90 Prozent, weil Täterinnen und Täter häufig direkt im Laden auffallen. Beim Wohnungseinbruch zeigt sich erstmals seit dem Jahr 2021 wieder ein rückläufiger Trend. Die Zahl der Fälle ging um drei Prozent auf rund 27.500 zurück. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei mehr als 52.000 Fällen. Beim Taschendiebstahl ist ein Rückgang um elf Prozent zu verzeichnen, was etwa 4.400 Fällen weniger zum Vorjahr entspricht.  

Minister Reul erklärt: „Ein Drittel aller Straftaten sind Diebstähle und trotzdem gehen Einbruch und Stehlen zurück. Mehr Homeoffice, bessere Sicherungstechnik und gestiegene Aufmerksamkeit für die eigenen Wertsachen machen es Tätern spürbar schwerer.“

Die Polizei konnte insgesamt rund 479.000 Tatverdächtige ermitteln, was einem Rückgang um drei Prozent entspricht. Etwa 460.000 Tatverdächtige wurden bei den Straftaten ohne auslän-derrechtliche Verstöße erfasst. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an den Tatverdächtigen insgesamt – bei Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße – ist ebenfalls gesunken. Er liegt aber mit rund 35 Prozent (163.000) weiterhin deutlich über deren Bevölkerungsanteil von etwa 16 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Besonders hoch ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Mord und Totschlag mit rund 50 Prozent, beim Raub mit 48 Prozent, beim Wohnungseinbruch mit 50 Prozent sowie beim Ladendiebstahl mit 49,5 Prozent.

Minister Reul erklärt: „Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ist leicht gesunken, liegt aber weiter deutlich über ihrem Bevölkerungsanteil. Wer dauerhaft hier lebt, muss nach unseren Regeln spielen. Wer das nicht kann oder will, spürt die volle Härte unseres Rechtsstaates.”

Bei der Kinder- und Jugendkriminalität zeigen die Zahlen einen leichten Rückgang bei den Fällen unter Beteiligung mindestens einer tatverdächtigen Person unter 21 Jahren (-7 Prozent). Im Jahr 2025 waren mehr als 21.000 Kinder tatverdächtig, das sind etwa 0,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei den Jugendlichen verzeichnet die Statistik einen deutlichen Rückgang: Rund 40.000 Jugendliche waren tatverdächtig, fast acht Prozent weniger als 2024 mit 44.000 Tatverdächtigen. Häufig geht es um Ladendiebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Beleidigung.

Minister Reul betont: „Das zweite Jahr in Folge sinken die Zahlen bei Kinder- und Jugendkriminalität. Das ist kein Grund zum Aufatmen. Wir sehen immer wieder schwere Gewalttaten von sehr jungen Menschen. Wenn sich Familie, Schule und Gesellschaft nicht kümmern, kümmert sich irgendwann die Polizei. Und dann ist es meist zu spät.“

Gestiegen sind die Sexualdelikte. Die Zahl der registrierten Fälle nahm um 5,2 Prozent zu. Im Vergleich zu 2019 haben sich die Fallzahlen von damals rund 15.000 auf heute über 32.000 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Vergewaltigungen stieg um 8,5 Prozent. Im Jahr 2025 wurden 3.784 Menschen Opfer dieser Taten. Rund ein Drittel der Vergewaltigungen geschah innerhalb von Ehe oder Partnerschaft. Die Polizei klärte vier von fünf Fällen auf. Die registrierten Fälle häuslicher Gewalt sind im Jahr 2025 leicht um 0,8 Prozent gestiegen, auf rund 62.000 Taten. 59 Menschen starben durch Gewalt ihres Partners oder eines Familienmitglieds.

Minister Reul: „Bei den Sexualdelikten sehen wir eine Entwicklung, die niemand wegdiskutieren kann. Es passiert mehr, aber es wird auch mehr angezeigt. Was früher verschwiegen wurde, wird heute gemeldet, und das ist gut so. Ein Übergriff ist kein Missverständnis und kein Flirt. Ein Übergriff ist ein Übergriff. Niemand muss so etwas ertragen.”

Im Bereich sexueller Missbrauch von Kindern setzt sich ein Anstieg fort. Die Polizei registrierte ein Plus von 2,7 Prozent auf mehr als 4.500 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei etwa 83 Prozent. Auch die Fallzahlen bei Kinderpornografie steigen weiter. In diesem Deliktsfeld verzeichnete die Polizei ein Plus von neun Prozent auf mehr als 9.800 Fälle. Im Sechs-Jahres-Vergleich haben sich die Zahlen verdoppelt. Besorgniserregend ist der Blick auf die Tatverdächtigen: Von rund 7.700 ermittelten Personen waren mehr als 20 Prozent Kinder und rund 22 Prozent Jugendliche.

Minister Reul sagt: „Beim sexuellen Missbrauch von Kindern und bei Kinderpornografie steigen die Zahlen weiter. Das ist zutiefst besorgniserregend, aber in Teilen auch erklärbar. Wir haben viel Personal in die Ermittlungen gesteckt, arbeiten eng mit den USA zusammen und nutzen die gesetzlichen Möglichkeiten bei Künstlicher Intelligenz, damit diese Taten überhaupt ans Licht kommen. Wer in diesem Bereich tief wühlt, findet auch mehr. Gleichzeitig sehen wir Kinder und Jugendliche unter den Tatverdächtigen, die Videos weiterleiten, weil alle das machen oder weil sie besonders mutig sein wollen. Vielen ist nicht klar, dass sie sich damit strafbar machen. Wir müssen unsere Kinder medienkompetent machen oder den Zugang zu solchen Sachen beschränken. Zusehen ist keine Option.“

In der Rauschgiftkriminalität ist insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen, insbesondere im Bereich Cannabis nach der gesetzlichen Neuregelung im April 2024. Im Jahr 2025 wurden nur noch rund 35.000 Fälle von Rauschgiftkriminalität erfasst, ein Minus von 28 Prozent. Gegenläufig ist die Entwicklung bei Kokain einschließlich Crack. Hier registrierte die Polizei ein Plus von 17 Prozent auf etwa 7.500 Fälle. Im Acht-Jahres-Vergleich entspricht dies einem Anstieg von mehr als 80 Prozent.

Auch im Bereich Cybercrime sind die Zahlen rückläufig: Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 55.000 Inlands- und Auslandstaten registriert, ein Rückgang um rund sechs Prozent. Meist handelt es sich um Computerbetrug, Datenklau oder Manipulationen im Netz. Die bekannte Schadenssumme liegt bei rund 100 Millionen Euro. Entgegen der rückläufigen Entwicklung im Bereich Cybercrime, bleibt die Anzahl der rund 100.000 Straftaten mit dem Tatmittel Internet, also beispielsweise der „klassische“ Betrug im Internet, weitestgehend unverändert.

Hier zu den Grafiken
 

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25.02.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Minister des Innern Herbert Reul hat am Mittwoch, 25. Februar 2026, zusammen mit dem Leiter des Verfassungsschutzes, Jürgen Kayser, das Lagebild zum Linksextremismus in Nordrhein‑Westfalen vorgestellt. Auf rund 100 Seiten beschreibt der Bericht Strukturen, Strategien und aktuelle Entwicklungen der linksextremistischen Szene. Nach dem Lagebild Islamismus (2024) und dem Lagebild Rechtsextremismus (2025) handelt es sich um das dritte Lagebild, das der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen gesondert zu einem Extremismusbereich vorlegt.

Minister Reul: „Dieses Lagebild macht den Linksextremismus transparent, in Strukturen und Aktivitäten. Wir sehen: Die Gewaltbereitschaft im Linksextremismus hat deutlich zugenommen. Die Taten werden brutaler, professioneller, persönlicher. Kollateralschäden werden im Namen eines vermeintlich höheren Ziels in Kauf genommen. Daher brauchen wir einen guten Überblick über die Lage. Wie jede Form des Extremismus tritt auch der Linksextremismus unsere Art zu leben mit Füßen. Wer unsere Gesellschaftsordnung ablehnt und aktiv gegen sie kämpft, ist eine Gefahr. Unsere Sicherheitsbehörden haben alle Feinde unserer Demokratie im Blick.“

Aus dem Lagebild geht hervor, dass linksextremistische Angriffe und Sabotageakte gegen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur ebenso wie Gewalt auf der Straße, insbesondere gegen den politischen Gegner und gegen die Polizei, zugenommen haben. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind die Strukturen in Nordrhein-Westfalen zwar noch nicht so ausgeprägt, aber sie werden vielfältiger – Linksextremismus in Parteien und deren Umfeld über kommunistische Kleingruppen bis hin zu autonomen Szenen, die teils auch Kampfsport als „Selbstschutz“ nutzen. Wie Extremisten aus anderen Phänomenbereichen setzen auch Linksextremisten stark auf soziale Medien, gemeinsame Aktionen und ein „Lifestyle“-Image, um vor allem Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen. Dazu gehört auch eine Mischung aus klassischer kommunistischer Symbolik und moderner Jugendkultur. Inhaltlich weitet die Szene ihre Themen aus. Neben Klimaschutz stehen inzwischen viele Krisen gleichzeitig im Fokus.

Laut vorläufiger Zahlen haben im vergangenen Jahr die linksextre-mistischen Straftaten in Nordrhein Westfalen zugenommen, auf insgesamt über 2.400 Fälle, mehr als doppelt so viele 2024 (1.187). Gewaltdelikte sind deutlich gestiegen (2024: 86; 2025: 153), darunter vor allem Körperverletzungsdelikte und Widerstandshandlungen gegen die Polizei. Besonders auffällig ist die Zunahme der Sachbeschädigungen, die sich innerhalb eines Jahres deutlich mehr als verdoppelt haben (2024: 488; 2025: 1.190).

Zugenommen haben auch gezielte Angriffe auf die Kritische Infrastruktur – etwa Sabotageakte an Bahnstrecken, Stromleitungen und Anlagen großer Unternehmen. 2025 gab es insgesamt sechs erfasste Angriffe bzw. Sabotageakte auf Kritische Infrastruktur der Bahn (2024: 2), die dem linksextremistischen Spektrum zugeordnet werden können. Dazu gehören unter anderem ein Brandanschlag auf die Bahnstrecke Duisburg-Düsseldorf Ende Juli 2025 sowie eine Serie von Brandanschlägen auf drei Funkmasten in Langenfeld, Erkrath und Hilden im Mai 2025.

 

Das Lagebild Linksextremismus 2026 zum Herunterladen -> hier

 

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Verbesserte Recherchemöglichkeiten rund um Landesrecht und Verkündungsblätter

04.02.2026

Das Ministerium des Innern NRW hat das Service-Portal „RECHT.NRW“ technisch auf neue Grundlagen gestellt. Kernstück der Überarbeitung ist die Optimierung der zentralen Suchfunktion, durch die noch schneller und effizienter auf die gewünschten Informationen rund um das Landesrecht und die Verkündungsblätter zugegriffen werden kann. Die Sucheingabe reagiert nun flexibler auf kleinere Eingabefehler, durch neu eingefügte Filtereinstellungen kann die Suche noch stärker auf gewünschte Ergebnisse fokussiert werden. Die aktuellen Rechtstexte in ihrer konsolidierten Fassung können mittels einer speziell zu diesem Zweck integrierten Suchfunktion auf Schlagworte gezielt durchsucht werden, das Springen in andere Paragraphen wird durch ein klappbares Inhaltsverzeichnis aller Paragraphen neben dem Normtext wesentlich erleichtert. Im Bereich der Verkündungsblätter kann sowohl mit der zentralen Suchfunktion gezielt nach konkreten Ausgaben gesucht werden als auch über das allgemeine, nach Jahrgängen geordnete Verzeichnis.  


Bereits im alten System angelegte Permalinks zu Normtexten oder Einzelvorschriften werden automatisch umgeleitet, sodass kein Anpassungsbedarf besteht. Das Anlegen neuer Links auf einen Gesetzes- oder Verordnungstext wird im neuen System durch eine entsprechende Funktion im jeweiligen Text erleichtert, wobei zwischen einer statischen oder dynamischen Fassung gewählt werden kann. 


Diese und andere Weiterentwicklungen verbessern die Transparenz und erleichtern den Zugang zu rechtlichen Informationen im Bereich des nordrhein-westfälischen Landesrechts. Im weiteren Verlauf werden jedoch noch weitere Funktionalitäten ergänzt. So wird insbesondere auch der Newsletter-Service verfeinert, so dass zukünftig eine gezieltere Benachrichtigung über gewünschte Neuerscheinungen möglich sein wird. Weitere Einzelheiten stehen unter der bekannten Internetseite „recht.nrw.de“ zur Verfügung. 

 

Screenshot der Startseite Recht NRW
04.02.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Terrorgefahr, Cybercrime, Gewaltkriminalität und immer mehr globale Krisen, deren Folgen sich auch auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen zeigen: Das Aufgabenfeld der Polizei ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Gleichzeitig bindet Bürokratie Kapazitäten, während Personal begrenzt ist. Eine polizeiinterne Arbeitsgruppe unter Leitung der Polizeipräsidenten Frank Hoever und Alexander Dierselhuis hat in der Effizienzinitiative „Polizeiliche Aufgabenkritik und Vorschläge“ konkrete Ideen erarbeitet, wie die Polizei in ihrem Tagesgeschäft entlastet werden kann. Im Fokus soll wieder stärker das polizeiliche Kerngeschäft – Streife, Gefahrenabwehr und Ermittlungen – stehen. Innenminister Herbert Reul hat die Ergebnisse der Initiative am Mittwoch, 4. Februar 2026, in Düsseldorf vorgestellt.

Minister Herbert Reul: „Das Aufgabenheft der Polizei ist dicker geworden. Wenn draußen mehr los ist, muss die Polizei effizienter werden. Ich will mehr Polizei auf der Straße und weniger am Schreibtisch. Deshalb müssen wir Aufgaben bündeln, Abläufe digitalisieren und überflüssigen Papierkram abschaffen. So kann die Polizei wieder mehr von dem machen, wofür sie da ist. Die Vorschläge der Effizienzinitiative kommen aus der Polizei selbst und bieten die Chance mit kleineren und größeren Maßnahmen spürbar Zeit zu sparen. Mir ist klar: Nicht alles wird später eins zu eins umgesetzt. Jede Veränderung ist eine Herausforderung und nicht jeder wird jubeln. Entscheidend ist aber, dass am Ende weniger Bürokratie und mehr Sicherheit herauskommt.“

Im Auftrag des Ministers haben erfahrene Polizeipraktiker aus verschiedenen Polizeibehörden mehrere Wochen lang untersucht, wo Abläufe vereinfacht, Aufgaben gebündelt und Doppelstrukturen abgebaut werden können. Aus 368 geprüften Themen wurden 35 konkrete Maßnahmen entwickelt. Die Vorschläge umfassen Entlastung im Tagesgeschäft, mehr Digitalisierung, stärkere Zentralisierung sowie eine noch engere Zusammenarbeit mit der Justiz. Diese werden nun mit den Polizeibehörden, den Personalvertretungen sowie weiteren beteiligten Akteuren beraten. Die Ideen werden hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Umsetzung geprüft, um festzustellen, ob und wie schnell sie realisierbar sind.D

Die 35 Vorschläge der Effizienzinitiative „Polizeiliche Aufgabenkritik und Vorschläge“ sind hier abrufbar.

 

Kernaufgabe wird die digitale Transformation der Polizei NRW sein

19.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Markus Hattwig (53) wird neuer Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) in Duisburg. Dies hat das Landeskabinett auf Vorschlag von Minister Herbert Reul beschlossen.


„Markus Hattwig bringt die technische Finesse mit, die es für diesen Job braucht. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Modernisierung und Digitalisierung der Polizei. Er weiß, an welchen Schrauben gedreht werden muss, um den großen Behördentanker in eine digitale Zukunft zu lenken. Das wird weiterhin eine große Herausforderung sein. Doch mit Markus Hattwig haben wir den richtigen Mann für den richtigen Job gefunden. Er wird dafür sorgen, dass wir selbstsicher nach vorne schauen können!“


Das LZPD NRW kennt Hattwig seit vielen Jahren. Bereits 2009 hat er hier erste Führungsaufgaben übernommen, danach folgten weitere Stationen beim Polizeipräsidium Dortmund und in der Kreispolizeibehörde Soest bis er in das Innenministerium wechselte, wo er als IT-Referent an der Entwicklung der Digitalstrategie mitgewirkt hat.


Von dort zog es ihn zurück in das Polizeipräsidium Dortmund, wo er als Leiter des Ständigen Stabes seine Expertise bei vielen herausfordernden Einsatzlagen erweiterte.


Schließlich kehrte er vor etwas mehr als zwei Jahren als stellvertretender Leiter der IT-Abteilung zurück in das LZPD NRW.  IT und Technik sind die Themenbereiche, die Markus Hattwig auch in seiner neuen Funktion beschäftigen werden: „Wir stehen vor der Mammutaufgabe, die digitale Transformation der Polizei nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten. Die Kriminalität wird digitaler und internationaler, das Einsatzgeschehen immer herausfordernder – unsere Antwort darauf muss eine hochmoderne, vernetzte und gleichzeitig krisenfeste Technik sein. Zudem müssen wir in Zeiten knapper Ressourcen und globaler Veränderungen sicherstellen, dass wir als Polizei handlungsfähig bleiben. Mein Ziel ist es, dass das LZPD NRW auch in Zukunft der verlässliche und starke Partner für eine zukunftsfähige Polizei bleibt und wir mit pragmatischen Innovationen die Kolleginnen und Kollegen in den Behörden gut und zuverlässig bei ihrer Arbeit unterstützen.“


Das LZPD NRW sorgt für die gesamte IT der Polizei NRW – von der Soft- und Hardware bis zur Infrastruktur. Darüber hinaus ist es für die Beschaffung von Polizeibekleidung, Fahrzeugen, Schiffen, Hubschraubern, Bewaffnung und Ausrüstung zuständig. Neben der logistischen Unterstützung bedient diese Landesoberbehörde auch das operative Einsatzgeschäft. Mit der rund um die Uhr besetzten Landesleitstelle werden die Kräfte der Bereitschaftspolizei und der Spezialeinheiten für ganz Nordrhein-Westfalen koordiniert und die Polizeibehörden durch das Bereitstellen von Spezialtechnik unterstützt. „Das LZPD NRW ist das technologische und logistische Herz unserer Polizei. Was mich hier besonders beeindruckt, ist die enorme Bandbreite: Vom Streifenwagen über die modernste IT-Infrastruktur bis hin zur Unterstützung bei Einsätzen zu Land, zu Wasser und in der Luft sorgt diese Behörde dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen im Einsatz und in der Kriminalitätsbekämpfung sicher und professionell arbeiten können. Es ist diese Kombination aus Innovationskraft und praktischem Nutzwert für die Sicherheit im Land, die das LZPD NRW für mich so einzigartig macht“, stellt der zukünftige Behördenleiter fest.


Hattwig lebt mit seiner Familie im Kreis Soest. Er ist seit 1995 Polizist, hat die Organisation aus allen Perspektiven kennengelernt und zahlreiche Großeinsätze koordiniert. Seine Expertise war zudem häufig gefragt, wenn dringende und umfangreiche Koordinierungsaufgaben anstanden: So hat er zum Beispiel im Rahmen der Pandemie ein Logistikkonzept zur Verteilung der Schnelltests umgesetzt oder Hilfsleistungen für die Ukraine auf den Weg gebracht.

Herr Hattwig
19.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:


Seit dem 13. Januar 2026 ist es amtlich: Der bisherige Referatsleiter Personal der Polizei und stellvertretender Gruppenleiter im Ministerium des Innern übernimmt die Leitung des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW). Markus Henkel steuert damit demnächst einen der größten polizeilichen Bildungsträger Europas. Der 47-jährige Polizeibeamte folgt auf Christine Frücht, die das Amt der Polizeipräsidentin in Bochum übernommen hatte. In der Zukunft soll das Landesamt noch stärker und digitaler als Impulsgeber in Personal-, Führungs- und Bildungsthemen auftreten und damit die Weiterentwicklung der Polizei Nordrhein-Westfalen in diesem Bereich aktiv mitgestalten.

Innenminister Herbert Reul: „Mit Markus Henkel gewinnen wir einen ausgewiesenen Fachmann und Menschenfreund für die Leitung des LAFP NRW. Er kennt die Polizei aus langjähriger Praxis ebenso wie aus der strategischen Perspektive der Landesverwaltung. Seine umfassende Erfahrung in Personalfragen und seine Führungsverantwortung im Innenministerium sind eine hervorragende Grundlage für diese anspruchsvolle Aufgabe.“

Markus Henkel ist seit 28 Jahren Angehöriger der Polizei Nordrhein-Westfalen. Seine Laufbahn begann er als Polizeikommissar in Köln. Viele weitere Stationen folgten, unter anderem im Landeskriminalamt. Nach dem Wechsel in den höheren Polizeidienst im Jahr 2014 übernahm er verschiedene Funktionen im Polizeipräsidium Krefeld und im Innenministerium, unter anderem in leitender Verantwortung im Bereich Controlling. Berufsbegleitend absolvierte er ein Managementstudium an der Düsseldorf Business School. Außerdem ist er viele Jahre als Lehrbeauftragter tätig.

Seit 2021 ist er als Referatsleiter für das Personal der Polizei Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Ein Herzensanliegen ist für ihn, als Inklusionsbeauftragter der Polizei NRW tätig zu sein. Bis vor kurzem stand er zudem an der Spitze der Task Force 3000 – damit war er verantwortlich für die Einstellung von jährlich rund 3.000 Polizistinnen und Polizisten. In diesem Zusammenhang arbeitete er bereits eng mit den polizeilichen Ausbildungsträgern zusammen. Die Leitung des LAFP NRW knüpft damit unmittelbar an seinen bisherigen beruflichen Schwerpunkt an.

Markus Henkel: „Die Qualität polizeilicher Arbeit beginnt bei Ausbildung, Fortbildung und Personal. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LAFP NRW möchte ich die Verantwortung für eine hohe Qualität verlässlich, zukunftsorientiert und in einer offenen, wertschätzenden Führungskultur wahrnehmen.“

Dem LAFP NRW obliegt innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei die Dienstaufsicht in beamten- und arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Damit kommt der Behörde eine zentrale Steuerungsfunktion im Bereich Personal zu. Künftig wird zudem der Polizeiärztliche Dienst dort gebündelt. Diese strukturelle Reform wurde von Markus Henkel während seiner Zeit als Referatsleiter im Innenministerium maßgeblich angestoßen und vorbereitet.

Das LAFP NRW mit seinen 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist neben dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste eine der drei Landesoberbehörden der nordrhein-westfälischen Polizei. An den großen Standorten Selm, Brühl, Schloss Holte-Stukenbrock sowie Neuss und Münster werden jährlich mehrere tausend Kommissaranwärterinnen und -anwärter auf ihre Aufgaben in den Polizeibehörden vorbereitet, sowie Polizistinnen und Polizisten aus Nordrhein-Westfalen fortgebildet.

Das LAFP NRW ist landeszentral zuständig für die Fortbildung unter anderem in den Bereichen Einsatz und Gefahrenabwehr, Kriminalität, Verkehr, Führung und Recht. Darüber hinaus verantwortet es Aufgaben der Personalwerbung und -auswahl und nimmt Aufsichts- sowie aufsichtsunterstützende Funktionen für das Innenministerium wahr.

 


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Herr Henkel

Minister Reul: Dirk Hulverscheidt weiß, worauf es ankommt

14.01.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Dirk Hulverscheidt übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Inspekteurs der Polizei. Das hat das Landeskabinett auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen. Er folgt damit auf Michael Schemke, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist. Der Inspekteur der Polizei ist der ranghöchste uniformierte Polizeibeamte Nordrhein-Westfalens. Er steht damit an der Spitze der uniformierten Polizistinnen und Polizisten im Land.


Innenminister Herbert Reul: „Dirk Hulverscheidt ist einer unserer erfahrensten Polizisten. Er kann Lagen schnell lesen, sicher einordnen und die richtigen einsatzfachlichen Schlüsse ziehen. Er hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt und weiß daher genau, wie es den Polizistinnen und Polizisten in ihrem täglichen Dienst ergeht. Er hat in seinen vielen unterschiedlichen Verwendungen gezeigt, dass er Polizeiarbeit in der Gesamtheit im Blick hat - auch über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus. Genau so jemanden brauchen wir an der Spitze der Polizei und damit an der Schaltstelle im Ministerium des Innern. Ich weiß, dass er die Polizei Nordrhein-Westfalen mit Klarheit, Augenmaß und Führungsstärke nach vorne bringen wird.“


Dirk Hulverscheidt ist 55 Jahre alt und stammt aus dem Bergischen Land. Seit 1989 ist er bei der Polizei tätig. Seine Laufbahn begann zunächst im Streifendienst in der Kölner Innenstadt. Es folgten später Stationen bei der Autobahnpolizei sowie bei der Polizei Dortmund und beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste. Im Jahr 2015 wechselte Dirk Hulverscheidt in das nordrhein-westfälische Innenministerium. Dort ist er insbesondere mit Fragen der Einsatztaktik und der Bewältigung besonderer Lagen befasst. In dieser Funktion war er unter anderem maßgeblich in die polizeiliche Arbeit rund um die Fußball-Europameisterschaft 2024 eingebunden. Er war bundesweit verantwortlich für das polizeiliche Rahmenkonzept der Polizeien der Länder und des Bundes als wesentlicher Baustein der Sicherheitsarchitektur. Zudem begleitete er polizeiliche Großeinsätze wie die Räumungen im Hambacher Forst und in Lützerath.


Der neue Inspekteur der Polizei sagte anlässlich seiner Ernennung:
„Die Polizei Nordrhein-Westfalen leistet tagtäglich und rund um die Uhr wichtige Arbeit für die Sicherheit der Menschen im Land. Ich möchte unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich unterstützen und gemeinsam mit ihnen dafür sorgen, dass die Polizei auch in Zukunft leistungsfähig, modern und bürgernah ist. Besonders wichtig ist mir eine hohe Präsenz und Ansprechbarkeit. Die Polizei muss möglichst schnell und einsatzbereit am Ort des Geschehens sein. Ich möchte, dass die Polizei auch bei komplexen und herausfordernden Einsatzlagen rechtsstaatlich und im Sinne ihrer gesellschaftlichen Verantwortung einschreitet. Gerade bei der derzeitigen Sicherheitslage geht es darum, die Polizei umfassend zu befähigen und auszustatten, damit sie ihren gesetzlichen Auftrag bestmöglich erfüllen kann. Sie ist mehr denn je wesentliches, stabilisierendes Element in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.“


Der Inspekteur der Polizei trägt die fachliche Verantwortung für die uniformierte Polizei Nordrhein-Westfalens. Zu seinen Aufgaben gehören die landesweite Koordination der strategischen Polizeiarbeit in Einsatz- und Verkehrsangelegenheiten. 

Dirk Hulverscheidt - IdP

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