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28.04.2026

Innenminister Reul: Wer mit Waffen, Drogen und Einschüchterung sein Geld verdient, muss jederzeit damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht


Das Ministerium des Innern teilt mit:

Das Ministerium des Innern hat am Dienstag, 28. April 2026, den Verein „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen” verboten und aufgelöst. Gleichzeitig vollzieht das Polizeipräsidium Düsseldorf seit den frühen Morgenstunden mit über 1.200 Einsatzkräften aus dem ganzen Land umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen an mehr als 50 Objekten in 28 Städten in Nordrhein-Westfalen. Seit den frühen Morgenstunden werden Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern und Unterstützern u. a. in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim am Rhein, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kerpen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide durchsucht. Die Maßnahmen werden durch Spezialeinsatzkräfte sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte unterstützt. Es handelt sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.

Innenminister Herbert Reul: „Wer mit Waffen, Drogen, Gewalt und Einschüchterung sein Geld verdient, muss jederzeit damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht. Nicht als Gast, sondern mit Durchsuchungsbeschluss. Heute senden wir eine unmissverständliche Botschaft: maximaler Fahndungsdruck, null Toleranz und kein Quadratmeter Rückzugsraum für kriminelle Rocker in Nordrhein-Westfalen.“

Grundlage des Verbots sind Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Leitung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf (ZeOS NRW) u. a. wegen des Verdachts der Bildung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Das Verbot stützt sich auf Artikel 9 Absatz 2 des Grundgesetzes in Verbindung mit dem Vereinsgesetz. Der Charter war erst im Mai 2024 als sogenanntes „Prospect Charter” gegründet und im Juni 2025 zur vollwertigen Ortsgruppe ernannt worden. Mitglieder sind vielfach durch Straftaten in Erscheinung getreten – darunter unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln, Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und räuberische Erpressung.

Das Vereinsvermögen wird beschlagnahmt und zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen eingezogen. Die Bildung von Ersatzorganisationen sowie die Verwendung von Vereinskennzeichen sind ausdrücklich verboten.
 

24.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Innenminister Herbert Reul hat am Freitag, 24. April 2026 besondere sportliche Leistungen von nordrhein-westfälischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten geehrt. Die Sportlerinnen und Sportler zeigten im vergangenen Jahr bei nationalen und internationalen Wettkämpfen in verschiedenen Disziplinen herausragende Erfolge. Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW) in Selm überreichte Herbert Reul 13 Sportlerinnen und Sportlern Urkunden, darunter auch die besondere Auszeichnung zur Polizeisportlerin und zum Polizeisportler des Jahres 2025.

Darüber hinaus wurden die Polizeimannschaft und der Polizeisportverein des Jahres 2025 sowie drei Polizeibeamte geehrt, die sich um den Sport besonders verdient gemacht haben. Die Sportlerinnen und Sportler wurden in Disziplinen von Kraft-, Kampf- und Ausdauersportarten bis hin zu technischen und Mannschaftssportarten ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem Powerlifting, Kickboxen, Marathon, Sportschießen, Ringen sowie Formationsfallschirmspringen. Sie traten sowohl in Einzeldisziplinen als auch in Mannschaftswettbewerben an.

Innenminister Herbert Reul: „Polizistinnen und Polizisten geben im Dienst jeden Tag alles bei Wind und Wetter und unter hohem Druck. Umso beeindruckender ist es, dass sie auch im Sport Höchstleistungen zeigen, ob beim Marathon, im Kampfsport oder beim Fallschirmspringen. Das steht für das, was unsere Polizei ausmacht: körperliche Fitness, mentale Belastbarkeit und echter Teamgeist – Eigenschaften, auf die es im Einsatz genauso ankommt wie im Sport. Polizei und Sport gehören einfach zusammen.“

Bei der Ehrung begrüßte Markus Henkel, Behördenleiter des LAFP NRW, als Hausherr und als Sportbeauftragter der Polizei Nordrhein-Westfalen die Gäste. Auch Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, nahm an der Veranstaltung teil und richtete ein Grußwort an die Geehrten.

 

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16.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Der Verfassungsschutzbericht ist der jährliche Gefahrenatlas für unsere Demokratie. Auf rund 400 Seiten zeigt er, wo unsere freiheitliche demokratische Grundordnung angegriffen wird und wo sie besser geschützt werden muss. Am Donnerstag, 16. April 2026, haben Innenminister Herbert Reul und der Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Jürgen Kayser, den Bericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass Extremismus sowie Spionage und Cyberangriffe aus dem Ausland weiterhin zu den größten Bedrohungen für das demokratische Zusammenleben gehören. Bilder und Videos, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden, eröffnen dabei neue Möglichkeiten für Extremisten.  Die politisch motivierte Kriminalität hat mit rund 13.600 Taten einen erneuten Höchststand erreicht. Zugleich ist die Zahl der Extremisten weiter gestiegen.

Minister Herbert Reul: „Für 2025 gibt es keine Entwarnung. Extremisten und ausländische Dienste machen keine Pause. Die Gefahren haben sich auf hohem Niveau verfestigt. Wir zählen in Nordrhein-Westfalen so viele Verfassungsfeinde wie nie zuvor. Immer mehr Menschen verabschieden sich von unseren gemeinsamen Regeln und laufen menschenfeindlichen Ideologien hinterher. Künstliche Intelligenz verschärft die Lage. Deepfakes können täuschen, die demokratische Meinungsbildung beeinflussen und Vertrauen in staatliche Stellen und Medien untergraben. Darauf müssen wir als demokratischer Rechtsstaat eine klare Antwort geben. Mit starken Sicherheitsbehörden, klaren Regeln und einer Gesellschaft, die hinschaut und widerspricht.“

Politisch motivierte Kriminalität
2025 wurden in Nordrhein-Westfalen 13.645 politisch motivierte Straftaten erfasst. Damit sind Taten gemeint, bei denen die Auswahl des Opfers oder die Tatmotivation erkennen lässt, dass sie sich gegen bestimmte Gruppen, politische Gegner oder die demokratische Ordnung richten. Gegenüber 10.772 Taten im Jahr 2024 entspricht dies einer Zunahme von rund 27 Prozent. 508 dieser Delikte wurden als Gewalttaten registriert (2024: 419). Von den politisch motivierten Straftaten wurden 2.418 dem Bereich Linksextremismus zugeschrieben (2024: 1.187). Auf den Rechtsextremismus entfielen 6.268 Straftaten (2024: 5.641). 928 Taten wurden der ausländischen Ideologie zugeordnet (2024: 1.093), 294 der religiösen Ideologie (2024: 326), darunter zwei islamistisch motivierte Anschläge. Im Phänomenbereich „sonstige Zuordnung“ wurden 3.737 Taten erfasst (2024: 2.525). 2025 wurden zudem 786 antisemitische Straftaten registriert (2024: 695), womit ein erneuter Höchststand antisemitischer Straftaten erreicht ist.

Personenpotenzial 
Parallel zu den Straftaten ist 2025 in den einzelnen Phänomenbereichen das extremistische Personenpotenzial gestiegen. Im Rechtsextremismus rechnet der Verfassungsschutz in Nordrhein Westfalen mit rund 4.500 Personen, etwa 1.800 davon gelten als gewaltorientiert. Im Linksextremismus geht der Verfassungsschutz von rund 3.300 Personen aus. Im islamistischen Spektrum wird das Personenpotenzial aktuell auf rund 4.100 Personen geschätzt.

Herausforderungen durch Extremismus, Spionage und KI
Der Verfassungsschutzbericht zeigt, dass Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus, weiterhin eine erhebliche Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung darstellt. Zugleich nehmen Spionage, hybride Angriffe und Cyberattacken aus dem Ausland, vor allem aus Russland, China und Iran, zu. Sie richten sich gegen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und kritische Infrastrukturen. Auch sogenannte „Low Level Agents“, die sich in den Dienst fremder Staaten stellen, spielen dabei eine Rolle. Sie werden meist über soziale Medien angeworben, übernehmen für eine geringe Bezahlung einfache Beobachtungs  oder Botendienste mit dem Ziel der Spionage oder Sabotage. Ein besonderer Schwerpunkt des Berichts ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz durch Extremisten und ausländische Nachrichtendienste.

Moderner Verfassungsschutz und wehrhafte Demokratie
Mit dem zum 1. April 2026 in Kraft getretenen neuen Verfassungsschutzgesetz Nordrhein Westfalen wurden die rechtlichen Grundlagen an die veränderte Bedrohungslage angepasst. Der Verfassungsschutz kann damit Gefahren früher erkennen, extremistisches Treiben schneller einordnen und Spionage sowie Cyberangriffe aus dem Ausland gezielter bekämpfen. Neben der operativen Arbeit setzt der Verfassungsschutz verstärkt auf Prävention. Mit Informationsangeboten, Schulmodulen, der Online Offensive „Auf dem Radar“ und dem neuen Serious Game „Wer ist Bilal?“ und zielgruppengerechter Ansprache in den sozialen Medien klärt der Verfassungsschutz über Extremismus, Desinformation und Spionage auf.

Mehr Informationen finden sich unter https://www.im.nrw/verfassungsschutz 

 

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Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber

15.04.2026

Die Landesregierung teilt mit:
In der Kölner LANXESS-Arena haben am Mittwoch, 15. April 2026, rund 3.000 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter sowie Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter der Polizei Nordrhein-Westfalen ihren Diensteid geleistet. Mit dem Schwur auf das Grundgesetz und auf die Landesverfassung bekennen sie sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Für die jungen Frauen und Männer beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, der Mut, Einsatzbereitschaft und Haltung verlangt.

Vor mehr als 11.000 Gästen, darunter viele Angehörige sowie Freundinnen und Freunde, wurden die Nachwuchskräfte feierlich in den Polizeidienst aufgenommen. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul richteten persönliche Worte an die Vereidigten. Beide betonten die Bedeutung dieses Moments für die angehenden Staatsdienerinnen und -diener sowie für die Sicherheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die wehrhafte Demokratie braucht eine gut aufgestellte Polizei und leistungsfähige Sicherheitsbehörden. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren so viele neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt wie nie zuvor in der Geschichte des Landes: Seit 2023 waren es in jedem Jahr 3.000 junge Frauen und Männer, das sind mehr als doppelt so viele pro Jahr wie noch vor zehn Jahren. Unsere Polizistinnen und Polizisten können sich auf die Landesregierung verlassen: Unser Haushalt für innere Sicherheit steigt in diesem Jahr auf 7,9 Milliarden Euro und damit auf den größten Etat, den Nordrhein-Westfalen jemals hatte. Mit dem neuen Polizeigesetz sorgen wir zudem für zeitgemäße, erweiterte Befugnisse für unsere Polizei.“

Innenminister Herbert Reul: „Die Anwärterinnen und Anwärter sind von nun an nicht nur für die Sicherheit im Land verantwortlich, sondern sie sind jetzt auch das Gesicht dieses Staates. Das legt man nach Feierabend nicht einfach ab. Der Polizeiberuf ist nicht irgendein Nine-to-Five-Job, sondern ein demokratischer Auftrag. Wer zur Polizei geht, hat sich dafür entschieden, Regeln zu schützen, die wir uns gegeben haben, unser Staatswesen zu sichern, unser Grundgesetz zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass die Würde des Menschen unantastbar bleibt. Sie können stolz auf diese Aufgabe sein.“

Der Polizeiberuf bleibt in Nordrhein-Westfalen ein attraktiver Beruf. Verantwortung, Teamgeist und der Dienst für die Gesellschaft prägen das Berufsbild und machen die Polizei zu einem gefragten Arbeitgeber. Auch im aktuellen Jahrgang verzeichnete die Polizei Nordrhein-Westfalen rund 12.000 Bewerbungen. Seit 2017 haben mehr als 25.000 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die konstant hohen Einstellungszahlen sichern den personellen Ausbau der Polizei in den kommenden Jahren und schaffen die Grundlage für eine dauerhaft leistungsfähige und bürgernahe Polizei in Nordrhein-Westfalen.

Die Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Dort stehen unter anderem Einsatzlehre, Verkehrs- und Strafrecht, Staats- und Eingriffsrecht, Kriminalistik sowie sozial- und politikwissenschaftliche Grundlagen auf dem Programm. Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen trainieren sie einsatznahes Handeln, etwa bei Kontrollen, Verkehrsunfällen und unterschiedlichen Einsatzlagen. Praxisphasen in den Polizeibehörden gewähren früh Einblicke in den Streifendienst und die kriminalpolizeiliche Ermittlungsführung. Nach drei Jahren schließen sie das Studium mit dem Bachelorgrad im Polizeivollzugsdienst ab und wechseln in den aktiven Dienst in Wachdienst, Einsatz- und Ermittlungsbereiche.

Auch Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter absolvieren ein duales Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und schließen mit dem Bachelor of Laws ab. Im Studiengang Staatlicher Verwaltungsdienst Allgemeine Verwaltung stehen vor allem Rechtswissenschaften im Mittelpunkt, ergänzt um Inhalte aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In den Praxisphasen sind die Anwärterinnen und Anwärter in Verwaltungsbereichen der Polizeibehörden eingesetzt und lernen dort unter anderem Personal- und Finanzwesen sowie Ordnungs- und Leistungsverwaltung kennen. Nach drei Jahren qualifizieren sie sich für Aufgaben im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich. Dazu zählen die Fachhochschulreife, ein Meisterbrief oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung.

Um auch jungen Menschen mit mittlerem Schulabschluss den Einstieg in den Polizeidienst zu ermöglichen, bietet die Polizei Nordrhein-Westfalen den Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ an ausgewählten Berufskollegs an.

Mehr Informationen zum Einstieg bei der Polizei finden Sie hier.


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02.04.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Am Karfreitag, dem sogenannten „Car-Friday“, hat die Polizei die Tuner- und Raserszene in ganz Nordrhein-Westfalen fest im Blick. Im Fokus stehen verbotene Kraftfahrzeugrennen, überhöhte Geschwindigkeit, illegales Tuning sowie Lärm- und Poserverstöße.

Innenminister Herbert Reul: „Ich habe nichts gegen glänzende Felgen und tiefergelegte Autos, solange alles legal und verkehrssicher ist. Aber wer unsere Straßen zum Spielplatz für PS Spielchen macht, überschreitet eine klare Grenze. Car Friday ist ein Feiertag und kein Renntag. Also: Zeigt eure Autos, aber lasst es beim Showfahren und lasst das Showrasen sein. Mir ist wichtig, dass alle sicher nach Hause kommen.“

Um Fahrerinnen und Fahrer, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer sowie Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen, werden die Polizeibehörden am Karfreitag mit verstärkten Kräften im Einsatz sein. Geplant sind neben mobilen Kontrollen auch feste Kontrollstellen an bekannten Treffpunkten der Szene. Die Beamtinnen und Beamten überprüfen unter anderem Geschwindigkeit, technische Veränderungen an den Fahrzeugen, die Einhaltung von Lärmschutzvorschriften sowie Alkohol- und Drogeneinfluss. Fahrzeuge, bei denen gravierende Mängel oder illegale Umbauten festgestellt werden, können noch vor Ort aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße werden konsequent geahndet.

2025 hat die Polizei 656.030 Verkehrsunfälle auf den Straßen in Nordrhein Westfalen registriert. Darunter fallen auch 2.384 registrierte verbotene Kraftfahrzeugrennen. In 663 Fällen kam es infolge solcher Rennen zu Verkehrsunfällen, bei denen 19 Menschen ihr Leben verloren. Das sind so viele wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands in § 315d Strafgesetzbuch im Jahr 2017.

Bei der landesweiten Kontrollaktion „Car-Friday“ im Jahr 2025 schrieb die Polizei 1.962 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhob 4.585 Verwarngelder. Zu hohe Geschwindigkeit ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot geahndet. Beim Tuning ist erlaubt, was zugelassen, fachgerecht verbaut und ordnungsgemäß eingetragen ist. Illegale Umbauten können die Betriebserlaubnis erlöschen lassen; das Fahrzeug darf dann nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden und kann bei Kontrollen stillgelegt werden.

 


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Bundesweiter erster Verkehrsversuch für mehr Sicherheit von Kradfahrern wird ausgeweitet

16.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Mit einem Aktionstag in Heimbach im Kreis Düren haben Innenminister Herbert Reul und Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer am Sonntag, 15. März 2026, offiziell die Motorradsaison 2026 eröffnet. Gemeinsam mit der NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr und zahlreichen Netzwerkpartnern warben sie für mehr Rücksicht, Sicherheit und Verantwortung auf zwei Rädern.

Innenminister Herbert Reul erklärte: „Motorradfahren ist Leidenschaft, aber auch Risiko. Keine Knautschzone, hohe Geschwindigkeit: Ein kleiner Fehler kann schlimme Folgen haben. Wer mit Köpfchen fährt, trägt gute Schutzkleidung, ist sichtbar und kommt sicher an. Gerade nach der Winterpause müssen sich Mensch und Maschine wieder fahrbereit machen. Ich wünsche allen Kradfahrern gute Fahrt und sicheres Ankommen.“

Um die Sicherheit auf beliebten Biker-Strecken zu erhöhen, will das Land seinen bundesweit einzigartigen Verkehrsversuch ausweiten: 2023 wurden auf der kurvenreichen „Panoramastraße“ (L218) im Kreis Düren ellipsenförmigen Fahrbahnmarkierungen erprobt. Sie sollen Motorradfahrende zu einer sicheren Fahrlinie führen und verhindern, dass sie beim Schneiden der Kurve in den Gegenverkehr geraten – eine häufige Ursache für schwere Unfälle.

Verkehrsminister Oliver Krischer: „Diese Maßnahme hat sich bewährt. Deshalb weiten wir den Versuch jetzt auf den Kreis Euskirchen aus und machen Druck auf den Bund, diese Möglichkeit zur Markierung in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen, damit sie bundesweit angewendet werden kann. Von den positiven Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen sollen alle Länder profitieren. 

Wissenschaftliche Auswertungen an der L218 zeigen, dass die Fahrlinie entlang des gesicherten Bereichs doppelt so oft gefahren wurde wie vor der Anbringung. Damit sinkt die Kollisionsgefahr und es werden geringere Kurvengeschwindigkeiten gemessen. Aufgrund dieser Erfahrungen weitet das Verkehrsministerium den Versuch nun auf zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen aus – an der B 266 in Schleiden und an der L 234 in Bad Münstereifel. Beide Strecken sind kurvenreich und werden von Bikern stark genutzt. Auch dort ist eine wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen geplant.

Auf dem Aktionstag am Sonntag in Heimbach informierten Polizei, Verkehrswacht, ADAC, DEKRA, das Institut für Zweiradsicherheit, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sowie weitere Partner über Sicherheit, Technik und Prävention. Innenminister Reul und Minister Krischer überreichten zudem neuen Organisationen die Beitrittsurkunden zur NRW Initiative - #sicherimStraßenverkehr. Der Kreis Düren und die Eifel zählen zu den beliebtesten Motorradregionen des Landes. Mit dem gemeinsamen Auftakt unterstrichen beide Ministerien die Bedeutung der Zusammenarbeit von Innen- und Umweltressort bei Verkehrssicherheit und Lärmminderung.

Aus der aktuellen Unfallbilanz geht hervor, dass im Jahr 2025 in Nordrhein-Westfalen 45 Motorradfahrende bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. 2024 waren es 86. Das entspricht einem Rückgang von über 47 Prozent und ist der niedrigste Wert im Zehnjahresvergleich. Zugleich stieg die Zahl der Leichtverletzten um 18 Prozent, bei den Schwerverletzten verzeichnet die Polizei einen leichten Anstieg um rund 3 Prozent. Rund 35 Prozent aller Unfälle waren Alleinunfälle, bei denen der Fahrer oder die Fahrerin ohne Beteiligung anderer Personen die Kontrolle über die Maschine verlor.

12.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Stephan Zenker wird neuer Polizeipräsident in Mönchengladbach. Der 55-Jährige hat das vorangegangene Auswahlverfahren für sich entschieden. Seine neue Position wird er voraussichtlich Ende März in Mönchengladbach antreten. Zenker folgt damit auf Mathis Wiesselmann, der im Dezember 2023 in den Ruhestand getreten ist.

Innenminister Herbert Reul erklärt: „Stephan Zenker ist ein ausgewiesener Experte der Polizei Nordrhein‑Westfalen. Mit ihm übernimmt ein erfahrener Kenner unserer Organisation die Leitung in Mönchengladbach. Er kennt die polizeiliche Arbeit an der Basis ebenso wie die strategische Steuerung aus dem Innenministerium. Seine breite Erfahrung von den Dienststellen über das Landeskriminalamt bis hin zur operativen Gefahrenabwehr sowie zur Aus‑ und Fortbildung, ist eine hervorragende Grundlage, um die Polizei Mönchengladbach in herausfordernden Zeiten sicher und verantwortungsvoll zu führen.“

Stephan Zenker ist Leitender Polizeidirektor und stammt aus Linnich im Kreis Düren. Seit 1990 steht er im Dienst der Polizei Nordrhein-Westfalen. Nach Verwendungen bei der Polizei Neuss und im Landeskriminalamt übernahm er 2011 bei der Polizei Aachen die Leitung des Polizeilichen Staatsschutzes. 2014 folgte der Wechsel in das Innenministerium, wo er seither verschiedene Führungspositionen in der Polizeiabteilung wahrnimmt. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Entwicklung der neuen Führungsstrategie der Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt. Seit 2023 leitet er das Referat Aus- und Fortbildung der Polizei im Ministerium.

Mit der Ernennung übernimmt er die Leitung des Polizeipräsidiums Mönchengladbach mit rund 840 Beschäftigten.

 

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11.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Weniger Getötete, mehr Drogen am Steuer und immer mehr verbotene Autorennen: Diese Entwicklungen prägen die Verkehrsunfallbilanz 2025 für Nordrhein Westfalen. Innenminister Herbert Reul stellte am Mittwoch, 11. März 2026, in Düsseldorf die aktuellen Zahlen zum Verkehrsgeschehen vor. Rund 656.000 Verkehrsunfälle und etwa 80.500 Verletzte wurden im vergangenen Jahr registriert. 479 Menschen sind im Straßenverkehr ums Leben gekommen (2024: 485). Es wurden deutlich mehr verunglückte Kinder und Jugendliche auf E-Scootern erfasst. Zudem wurde ein neuer Höchststand bei Unfällen unter Drogeneinfluss – vor allem mit Cannabis – registriert. Die Zahl der Toten infolge verbotener Kraftfahrzeugrennen ist so hoch wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands.

Minister Reul: „Es sind in den seltensten Fällen ‚unglückliche Umstände‘, die zu Unfällen führen, sondern menschliche Fehler – ein kurzer Moment Unachtsamkeit, ein Griff zum Handy, Alkohol oder schlicht Rücksichtslosigkeit. Jeder Verletzte, jeder Tote im Straßenverkehr ist einer zu viel. Wer Drogen am Steuer und PS Rennen in der Innenstadt einfach hinnimmt, der spielt mit Menschenleben. Auch E-Scooter sind kein Spielzeug, darum haben Kinder darauf nichts verloren. Bei jeder Fahrt und in jedem Verkehrsmittel müssen Vorsicht und Umsicht mitfahren.“

Zentrale Unfallzahlen 2025 
2025 hat die Polizei 656.030 Verkehrsunfälle auf den Straßen in Nordrhein Westfalen registriert – rund 11.000 mehr als im Jahr davor. Dabei sind 81.231 Menschen verletzt oder getötet worden. Rund 70.500 Menschen wurden leicht, rund 10.000 schwer verletzt. 479 Menschen haben ihr Leben verloren – sechs weniger als im Vorjahr.

Verkehr wird dichter, vielfältiger, riskanter
Der Minister wies darauf hin, dass sich der Straßenverkehr deutlich verändert habe: „Er wird dichter, vielfältiger und damit komplexer.“ Heute teilen sich Autos, Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder, E Scooter, Motorräder und Fußgänger oft denselben, engen Raum. Neue Straßen und Wege kommen dagegen kaum hinzu. „Wo mehr Verkehr auf gleich viel Raum trifft, entstehen neue Konflikte – und diese Konflikte schlagen sich in den Unfallzahlen nieder“, so Reul.

Kinder auf Pedelecs: Hohe Zuwächse
Besonders ins Auge fällt der Bereich Radverkehr. Mittlerweile entfallen rund 34 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden auf Fahrräder oder Pedelecs – also mehr als jeder dritte Unfall. 106 Menschen sind dabei im vergangenen Jahr ums Leben gekommen – die höchste Zahl im Zehnjahresvergleich.

Auffällig ist ein hoher Anteil von Alleinunfällen. Kommt es zu Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern, sind Radfahrerinnen und Radfahrer häufig nicht die Verursacher: In rund zwei Dritteln der Fälle liegt die Hauptursache beim anderen Verkehrsteilnehmer, etwa wegen Vorfahrtsverstößen, Fehlern beim Abbiegen oder beim Einfahren in den fließenden Verkehr. „Hier würde es oft schon helfen, sich vor der Weiterfahrt einen Moment Zeit zu nehmen, den Kopf zu drehen und sich einen Überblick über die Verkehrssituation zu verschaffen“, sagte Reul.

Stark nach oben gegangen sind die Unfallzahlen bei Kindern und Jugendlichen auf dem Pedelec. Die stärksten prozentualen Anstiege verzeichnet die Bilanz bei den unter 14-Jährigen und den 15  bis 17 Jährigen. „Pedelecs sind längst kein ‚Seniorenfahrzeug‘ mehr“, so Reul. „Wer mit dem Pedelec unterwegs ist, erreicht Geschwindigkeiten, die er vom klassischen Fahrrad nicht gewohnt ist. Das verändert Fahrdynamik, Bremswege und Reaktionszeiten – und das muss man beherrschen.“

E Scooter: Viele Verletzte, viele Kinder betroffen
Deutlich zugenommen haben auch Unfälle mit E Scootern. „E Scooter gehören inzwischen fest zum Straßenbild“, sagte Reul. 2025 sind rund 3.900 Menschen mit einem E Scooter verunglückt – getötet oder verletzt –, ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 96 Prozent der polizeilich erfassten E Scooter Unfälle gab es einen Personenschaden.

Rund 30 Prozent der Unfälle sind Alleinunfälle. Bei den Verursacherquoten hält sich das Bild die Waage: In etwa der Hälfte der Fälle liegt die Hauptursache beim E Scooter Fahrer, in der anderen Hälfte beim anderen Verkehrsteilnehmer. Wenn E Scooter Fahrerinnen und -Fahrer den Unfall verursachen, sind typische Ursachen Alkohol, die falsche Fahrbahn oder unangepasste Geschwindigkeit.

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei Kindern: 566 unter 14-Jährige sind im vergangenen Jahr mit einem E Scooter verunglückt – ein Anstieg von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Ich erinnere daran: E Scooter dürfen erst ab 14 Jahren gefahren werden. Ein E Scooter ist kein Spielzeug. Er ist ein Kraftfahrzeug. Wer damit unterwegs ist, bewegt sich mitten im Straßenverkehr – mit allen Regeln und Risiken,“ mahnt Reul

Verbotene Kfz Rennen: Höchststand bei Fällen und Toten
Ein weiterer Schwerpunkt der Bilanz sind verbotene Kraftfahrzeugrennen. Seit 2017 gibt es dafür einen eigenen Straftatbestand. 2025 hat die Polizei in Nordrhein Westfalen 2.384 verbotene Kfz Rennen registriert – der höchste Stand seit Beginn der Statistik. In 663 Fällen kam es infolge solcher Rennen zu Verkehrsunfällen. 19 Menschen sind im vergangenen Jahr nach verbotenen Kraftfahrzeugrennen ums Leben gekommen – so viele wie noch nie seit Einführung des Straftatbestands. „Wer unsere Straßen zur Rennstrecke macht, begeht keine Ordnungswidrigkeit. Er begeht eine Straftat“, stellte Reul klar.

Die Polizei schöpft alle Möglichkeiten aus, um diese Taten nachzuweisen und hat die Ermittlungsarbeit intensiviert. Unfälle werden von Spezialisten der Verkehrsunfallaufnahmeteams analysiert, Fahrzeugdaten aus Blackbox, Multimediasystem und Handy werden ausgelesen. „Wer sein Fahrzeug im Straßenverkehr wie eine Waffe benutzt, setzt Menschenleben aufs Spiel – und seine eigene Zukunft gleich mit: Führerschein weg, Auto weg und, wenn Menschen zu Schaden kommen, mehrjährige Freiheitsstrafen“, so der Minister.

Rückgang der getöteten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer
Die Zahl der getöteten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ist deutlich gesunken. 45 Menschen kamen 2025 bei Motorradunfällen ums Leben, im Vorjahr waren es noch 86 – ein Rückgang von über 47 Prozent und der niedrigste Stand im Zehnjahresvergleich. Gleichzeitig zeigt die Bilanz: Die Zahl der Leichtverletzten ist um 18 Prozent gestiegen, bei den Schwerverletzten gibt es einen leichten Anstieg von gut 3 Prozent. Rund 35 Prozent der Unfälle sind Alleinunfälle, bei denen der Fahrer ohne Beteiligung anderer die Kontrolle verliert; kommt es zu Kollisionen, liegt in 62 Prozent der Fälle die Hauptursache beim anderen Verkehrsteilnehmer. 
Innenminister Reul appellierte deshalb: „Motorradfahren ist Leidenschaft, aber es bleibt riskant: hohe Geschwindigkeiten, keine Knautschzone – ein kleiner Fehler kann reichen. Fahren Sie mit Köpfchen, tragen Sie gute und gut sichtbare Schutzkleidung und gönnen Sie sich nach der Winterpause ein Fahr- und Sicherheitstraining. Und alle anderen sollten mit Motorrädern rechnen – sie sind schnell, schmal und werden noch immer zu oft übersehen.“

Alkohol, Drogen und Cannabis
Große Sorge bereitet Reul auch die Entwicklung bei Unfällen unter Alkohol  und Drogeneinfluss. 2025 haben sich 4.404 Unfälle unter Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln ereignet. Den größten Anteil hat Alkohol mit 3.274 Unfällen, 1.130 Unfälle gehen auf andere berauschende Mittel zurück. Hier wiederum hat Cannabis mit 506 Unfällen den größten Anteil – ein Zuwachs um 23 Prozent und der höchste jemals erfasste Wert. Die Polizei hat 2025 so viele Verkehrsteilnehmer unter Drogeneinfluss festgestellt wie noch nie. In rund 25.000 Fällen gab es Hinweise auf Drogenkonsum und eine Blutprobe – ohne dass es bereits zu einem Unfall gekommen war.

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10.03.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für Mittwoch, den 11. März 2026, aus Anlass des Gedenktages für die Opfer terroristischer Gewalt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen, Trauerbeflaggung angeordnet.

Minister Reul: „Der 11. März erinnert uns daran, dass terroristische Gewalt keine abstrakte Bedrohung ist, sondern Menschen trifft. Und zwar mitten in ihrem Alltag, mitten in unserer offenen Gesellschaft. Von einem Moment auf den anderen kann aus Normalität Angst und Schrecken werden. Wir trauern um die Opfer dieser schrecklichen Anschläge, stehen an der Seite ihrer Angehörigen und würdigen alle, die in solchen Situationen helfen und schützen. Mit der Trauerbeflaggung senden wir in Zeiten zunehmender Radikalisierung und extremistischer Gewalt ein klares Signal: Der Rechtsstaat schützt, wehrt sich und lässt sich von Terror nicht einschüchtern.“

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