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Pressemitteilungen

10.09.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit: 
Gemeinsam mit der Stadt Eschweiler und der StädteRegion Aachen veranstaltet das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen am Samstag, 12. September 2026, den landesweiten Katastrophenschutztag NRW. Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ stellen sich von 10 bis 17 Uhr zahlreiche Organisationen des Katastrophenschutzes in der Eschweiler Innenstadt vor. Besucherinnen und Besucher können sich über Vorsorge, richtiges Verhalten in Krisenlagen und Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements informieren. 
Innenminister Herbert Reul: „Katastrophenschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Wenn Hochwasser Straßen zu Flüssen macht, Hitze Wälder austrocknet und Brände plötzlich zur Gefahr für Menschen und Heimat werden, zählt jede helfende Hand. Die Brände in diesem Sommer haben gezeigt: Aus wochenlanger Trockenheit kann innerhalb kurzer Zeit ein großer Waldbrand werden. Dann braucht es das Zusammenspiel von Einsatzkräften, Behörden und Bevölkerung. Unsere Ehrenamtlichen sind dabei das starke Rückgrat von all dem. Sie stehen für Zusammenhalt, Verantwortung und das Versprechen: Wenn es darauf ankommt, lassen wir niemanden allein.“
Die Organisationen des Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen sind mit der Feuerwehr Eschweiler, dem Technischen Hilfswerk, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst vor Ort. Daneben sind unter anderem auch der Deutsche Wetterdienst, die Notfallseelsorge sowie die Elektroseelsorge in Eschweiler mit dabei

An den Informationsständen können Besucherinnen und Besucher Einsatzfahrzeuge, technische Geräte und die vielfältigen Aufgaben der beteiligten Organisationen kennenlernen. Einsatzkräfte informieren über ihre Arbeit, geben praktische Hinweise zur persönlichen Vorsorge und stehen für Gespräche zur Verfügung.

Auf dem Marktplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Geplant sind Talkrunden zur Jugend im Katastrophenschutz und zur Zusammenarbeit der Organisationen, die Vorstellung einer Rettungshundestaffel und der Wasserrettung, eine Sandsack-Challenge sowie praktische Übungen zur Herzdruckmassage. Damit bietet der Tag Informationen, Einblicke und Mitmachangebote für Menschen jeden Alters.

Mehr als 80 Prozent der Menschen, die sich in Nordrhein-Westfalen im Katastrophenschutz engagieren, leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Der landesweite Katastrophenschutztag möchte diesen Einsatz würdigen und wirbt zugleich dafür, selbst Verantwortung zu übernehmen und Teil dieser starken Gemeinschaft zu werden.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell und unterschiedlich Gefahrenlagen entstehen können. Die Hochwasserkatastrophe 2021, extreme Hitzeperioden und Waldbrände haben Einsatzkräfte und Kommunen vor große Herausforderungen gestellt. Auch Eschweiler hat erfahren, wie wichtig Vorsorge, verlässliche Strukturen und gegenseitige Unterstützung im Ernstfall sind.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 871-01.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums des Innern, Telefon 0211 871-1111.

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03.09.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Nordrhein-Westfalen stärkt weiter seinen Katastrophenschutz. Das Land beschafft insgesamt 108 neue Gerätewagen-Betreuung (GW-Bt NRW) und modernisiert damit die Ausstattung des Sanitäts- und Betreuungsdienstes. Die ersten fünf Fahrzeuge wurden am Freitag, den 28. August 2026, in Meschede den Einsatzkräften der anerkannten Hilfsorganisationen vorgestellt und zur praktischen Erprobung übergeben.

Neu ist die Ausstattung mit einem Allradantrieb. Das ist eine wichtige Konsequenz aus den Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe 2021. Die Fahrzeuge können damit auch in unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden.

Innenminister Herbert Reul: „Die Hochwasserkatastrophe 2021 hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und moderner Katastrophenschutz ist. Dazu gehören vor allem gut ausgebildete und engagierte Einsatzkräfte – aber auch moderne Fahrzeuge und eine zeitgemäße Ausstattung. Mit den neuen Gerätewagen schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass Menschen auch in schwierigen Einsatzlagen schnell geholfen werden kann.“

Die Fahrzeuge verfügen außerdem über zwei Stromerzeuger, ein Schnellaufbauzelt mit Zeltheizung, Beleuchtungsmaterial sowie spezielle Ausstattung für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Die Beladung ist auf zwölf Rollcontainern sowie auf der Ladefläche untergebracht. Die neuen Gerätewagen ersetzen die mehr als 20 Jahre alten Betreuungs- und Technikanhänger der Einsatzeinheiten sowie die ersten Betreuungskombis der Einsatzeinheiten.

Die ersten fünf Fahrzeuge werden zunächst unter möglichst realen Bedingungen erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden von den Hilfsorganisationen und den für die Beschaffung verantwortlichen Landesbehörden gemeinsam ausgewertet. Sie sollen in mögliche Anpassungen der Fahrzeuge und ihrer Beladung einfließen.

Die Beschaffung der neuen Gerätewagen ist Teil der umfangreichen Investitionen des Landes in den Brand- und Katastrophenschutz. Bis 2032 investiert Nordrhein-Westfalen mindestens 225 Millionen Euro in neue Fahrzeuge und Ausstattungsgegenstände. Ziel ist es, den Katastrophenschutz für künftige Krisen und Extremwetterereignisse weiter zu stärken.

 

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01.09.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Sicherheit braucht Menschen. Zum 1. September 2026 starten rund 2.600 junge Frauen und Männer ihr duales Studium bei der Polizei Nordrhein-Westfalen. In den kommenden drei Jahren wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen mit praktischen Ausbildungsabschnitten in den Polizeibehörden ab. So werden die Anwärterinnen und Anwärter gezielt auf den Polizeiberuf vorbereitet.

Innenminister Herbert Reul: „Viele junge Menschen entscheiden sich auch in diesem Jahr bewusst für den Dienst an der Allgemeinheit. Sie wollen zur Polizei, Verantwortung übernehmen, Menschen helfen und für Recht und Ordnung sorgen. Der 1. September ist deshalb ein guter Tag für die Innere Sicherheit in Nordrhein-Westfalen.“

Neben den Kommissaranwärterinnen und -anwärtern beginnen auch Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter ihren Vorbereitungsdienst bei der Polizei Nordrhein-Westfalen. Sie organisieren den Polizeibetrieb im Hintergrund und übernehmen wichtige Aufgaben etwa in den Bereichen Personal, Finanzen, Organisation und Verwaltung.

Die Polizei Nordrhein-Westfalen sucht Nachwuchs mit unterschiedlichen Erfahrungen und Lebenswegen. Bewerben können sich etwa Schulabgängerinnen und Schulabgänger, Menschen mit Berufsausbildung, Studierende, die sich neu orientieren möchten, sowie ausscheidende Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten.

Auch mit mittlerem Schulabschluss gibt es einen Weg zur Polizei. An 15 Berufskollegs können Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss an der „Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst“ die erforderliche Fachhochschulreife erwerben.

 

Insgesamt haben sich mehr als 10.000 Bewerberinnen und Bewerber für den Studienbeginn 2026 beworben.

Innenminister Herbert Reul: „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr wieder so viele für ein Studium bei der Polizei gewinnen konnten. Und das, obwohl es deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten gibt. Und um diese jungen Leute werben heute viele: Hochschulen, Handwerk, Wirtschaft und die Bundeswehr. Aber bei der Polizei gilt: Wir brauchen nicht irgendwelche Leute, sondern die richtigen. Deshalb schrauben wir nicht an den Anforderungen. Wir besetzen nicht um jeden Preis Plätze, nur um eine Quote zu erfüllen. Wer für die Sicherheit von Millionen Menschen verantwortlich sein will, muss dafür auch geeignet sein.“

Rund 60.000 Menschen arbeiten derzeit bei der Polizei Nordrhein-Westfalen, darunter mehr als 41.000 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte. Mit dem Einstellungsjahrgang 2026 haben seit 2017 mehr als 26.000 Kommissaranwärterinnen und -anwärter ihr duales Studium bei der Polizei Nordrhein-Westfalen aufgenommen.

 

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01.09.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat am Dienstag, 1. September 2026, am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen das erste von insgesamt acht neuen Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen übergeben. Das erste Fahrzeug geht an die Feuerwehr Bonn. Nordrhein-Westfalen hat die Entwicklung und Beschaffung der speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgelegten Fahrzeuge bereits 2023 auf den Weg gebracht. Sie unterstützen die Feuerwehren bei Einsätzen in schwer zugänglichem Gelände und führen größere Mengen Löschwasser mit. So können die Einsatzkräfte schneller und flexibler helfen. Die jüngsten Waldbrände im Hürtgenwald und im Raum Monschau haben gezeigt, wie herausfordernd solche Einsätze sein können. Die neuen Fahrzeuge stärken die Feuerwehren langfristig für Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden.

 

Innenminister Herbert Reul: „Bei Trockenheit und Wind kann ein kleines Feuer innerhalb kürzester Zeit zur großen Gefahr werden. Dann muss die Feuerwehr schnell ins Gelände kommen, Wasser dabeihaben und so handlungsfähig bleiben. Der Klimawandel stellt Feuerwehr und Katastrophenschutz vor neue Herausforderungen. Die Einsätze im Hürtgenwald und bei Monschau haben gezeigt, dass riesige Waldbrände kein Szenario von morgen sind. Deswegen haben wir uns gestern schon auf den Weg gemacht. Mit diesen Fahrzeugen stärken wir unsere Einsatzkräfte genau dort, wo künftig noch mehr Schlagkraft gebraucht wird.“

 

Die neuen Einsatzfahrzeuge sind geländegängig und können jeweils rund 3.000 Liter Löschwasser laden. So können die Feuerwehren auch dort löschen, wo Wege schwer passierbar sind oder es kein Löschwasser in der Nähe gibt.

 

Die anderen sieben Fahrzeuge werden Anfang kommenden Jahres an die Feuerwehren der Städte Königswinter, Düsseldorf, Ratingen, Bielefeld sowie an die Kreise Soest, Siegen-Wittgenstein und Warendorf ausgeliefert. Bei Vegetations- und Waldbränden können sie aber auch von anderen Städten und Kreisen angefordert werden.

 

 

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23.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Am Donnerstag, 23. Juli 2026, haben das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, die nordrhein-westfälischen Vereine der ersten drei Ligen und die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin in Düsseldorf eine neue Kooperationsvereinbarung zu den Stadionallianzen unterzeichnet. Damit wird ein bewährtes Modell der Zusammenarbeit weiterentwickelt, das auf klare Regeln, frühe Abstimmung und gemeinsame Verantwortung setzt. Mit der Vereinbarung sollen Fußballspiele sicherer und die Polizei entlastet werden.

Innenminister Herbert Reul: „Sicherheit rund um den Fußball gewinnt man nur als Mannschaft. Vereine, die Polizei Nordrhein-Westfalen und Bundespolizei müssen geschlossen auftreten, mit klarer Aufstellung auf dem Platz und mit Verantwortung vom Anpfiff bis zur Nachspielzeit. Die Vereine gehören in die Startelf, wenn es um Sicherheit im Stadion geht. Unser Ziel ist klar: Fußball soll in sicheren Stadien stattfinden und Freude machen, ohne Gewalt und ohne Pyrotechnik. Gleichzeitig müssen wir die Polizei spürbar entlasten, damit nicht jedes Spiel zum Dauereinsatz wird.“

Michael Preetz (Geschäftsführer MSV Duisburg): „Ich freue mich besonders, dass mit der neuen Vereinbarung nun auch die Vereine der 3. Liga Teil der Stadionallianzen NRW werden. Viele dieser Clubs verfügen über eine große Tradition, eine starke Fanbasis und stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die Profivereine in den höheren Ligen. Je mehr Standorte ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen, desto stärker wird das Netzwerk und desto größer ist der Nutzen für alle Beteiligten."

Nicolai Marchlewski (Bundespolizeidirektion Sankt Augustin): „Die Vereinbarung schreibt Verfahrensweisen fest, die sich bereits seit vielen Jahren in der Praxis bewährt und immer weiterentwickelt wurden. Diese gewinnen heute an Verbindlichkeit. Dabei kommt unserer Bundespolizei hier eine zentrale Rolle zu, da wir die für die Bahnhöfe und Züge zuständige Polizeibehörde sind. Dies gilt im Übrigen nicht nur für NRW, sondern bundesweit. So kann beispielsweise auch der bundesweite Reiseverkehr zu einer Großveranstaltung, wie einem Fußballspiel, "aus einer Hand" überwacht und die Anreise von unfriedlichen und gewalttätigen Personen bereits frühzeitig unterbunden werden. Deshalb freuen wir uns nun auch Teil der Stadionallianzen in NRW zu sein.“

Mit der aktuellen Kooperationsvereinbarung wird die bisherige Zusammenarbeit in mehreren Punkten erweitert. Künftig nehmen alle Vereine der ersten drei Profiligen in Nordrhein-Westfalen als Partner teil. Neu dabei sind Alemannia Aachen, MSV Duisburg, Rot-Weiß Essen, Köln mit Fortuna und Viktoria, Preußen Münster und der SC Verl. Zudem wird die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin als weiterer Partner eingebunden. Damit werden auch die Reisewege der Fans einbezogen. Darüber hinaus werden Sicherheitsbeauftragte und Fanbeauftragte der Vereine in die Vereinbarung aufgenommen. Die Sicherheitsbeauftragten übernehmen eine zentrale Rolle bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für einen sicheren Spielbetrieb. Die Fanbeauftragten stellen den Austausch mit den Fans sicher.

Die Vereinbarung stärkt zudem die Bedeutung von Einlasskontrollen, insbesondere mit Blick auf das Einbringen von Pyrotechnik. Außerdem werden Stadionverbote und präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Platzverweise, Bereichsbetretungsverbote oder Meldeauflagen als wichtige Instrumente im Umgang mit bekannten Störern hervorgehoben. Auch die Qualifizierung von Sicherheits- und Ordnungsdiensten wird in der neuen Vereinbarung besonders betont. Die Rollen der Beteiligten bleiben dabei klar verteilt: Für die Veranstaltungssicherheit sind die Vereine zuständig, für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung die Polizei.

Die Stadionallianzen wurden in Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2020 eingeführt. Sie bilden den verbindlichen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Vereinen an den jeweiligen Spielorten. Polizei und Vereine stimmen sich dabei über Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Einsatzabläufe und konkrete Maßnahmen ab, um Gewalt im und rund um die Stadien zu verhindern.

 

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Minister Reul: Ehrenamtliches Engagement braucht starken Rückhalt

15.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind da, wenn andere Schutz und Hilfe brauchen. Damit sie diese Verantwortung neben ihrem Beruf übernehmen können, brauchen sie Arbeitgeber an ihrer Seite, die dieses Engagement möglich machen. Innenminister Herbert Reul hat am Dienstag, 14. Juli 2026, zehn nordrhein-westfälische Unternehmen mit der Förderplakette „Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Betriebe, die ihre Beschäftigten großzügig für Einsätze, Übungen und Fortbildungen freistellen und damit den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen stärken.

Innenminister Herbert Reul: „Ehrenamt im Katastrophenschutz ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern knallharte Verantwortung. Wer sich hier ehrenamtlich engagiert, ist binnen Minuten zur Stelle, wenn’s ernst wird. Damit das funktioniert, brauchen diese Frauen und Männer Rückendeckung im Job. Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten freistellen und ihnen den Rücken freihalten, sind deshalb unverzichtbare Partner im Katastrophenschutz. Die heute ausgezeichneten Unternehmen stehen exemplarisch dafür, wie moderner Katastrophenschutz gelingt: wenn Staat, Ehrenamt und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.“

In diesem Jahr wurden die Preisträger aus 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Über die Vergabe entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der anerkannten Hilfsorganisationen, der Arbeitgeberverbände, der kommunalen Spitzenverbände, des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V., des Technischen Hilfswerks sowie des Ministeriums des Innern. Zu den Auswahlkriterien zählen unter anderem eine großzügige Freistellungspraxis, der Verzicht auf Entgeltansprüche sowie eine darüberhinausgehende Unterstützung von Hilfsorganisationen und Feuerwehren.

 

In diesem Jahr wurden folgende Unternehmen ausgezeichnet:

Bauunternehmen Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG
Firmensitz: Westerkappeln, Regierungsbezirk Münster
Das Bauunternehmen ist ein familiengeführter Betrieb in fünfter Generation. Von den 732 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 150 bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), beim Technischen Hilfswerk (THW) oder im sozialen Dienst ehrenamtlich aktiv. Das Unternehmen zeichnet sich darüber hinaus durch die Bereitstellung von Übungsmöglichkeiten auf dem Werksgelände und einen jährlichen firmeneigenen Blutspendetag aus. Bei dem Hochwasser im Ahrtal 2021 und in anderen Krisensituationen wurden zahlreiche Angestellte zum Helfen freigestellt.

 

Drahtwerk Elisental W. Erdmann GmbH
Firmensitz: Neuenrade, Regierungsbezirk Arnsberg
Elf der 114 Angestellten sind ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz tätig. Sie werden nicht nur durch eine problemlose Freistellung, sondern auch mit zwei Tagen Zusatzurlaub im Jahr unterstützt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr ist besonders das örtliche DRK seit vier Generationen eng mit dem Unternehmen verbunden. Der Firmengründer war auch hier bereits in führender Position aktiv. Heute wird das Unternehmen von Theo Wingen, dem Schwiegersohn Wilhelm Erdmanns, und dessen Enkelsohn Daniel Wingen geführt. Der DRK-Ortsverein Neuenrade wird von seiner Ehefrau Daniela Wingen als Vorsitzende geleitet.

 

Elektro Hüpping
Firmensitz: Willebadessen, Regierungsbezirk Detmold
Das Kleinstunternehmen aus Willebadessen zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Ehrenamtlichen aus: Vier der acht Beschäftigten sind ehrenamtlich engagiert. Ein Auszubildender wurde gezielt wegen seiner Qualifikation im Ehrenamt eingestellt. Die unkomplizierten Freistellungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Einsatzbereitschaft der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.

 

F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG
Firmensitz: Eslohe-Bremke, Regierungsbezirk Arnsberg
Die F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG ist ein im Hochsauerland ansässiger Familienbetrieb, der auf eine über hundertjährige Tradition im Holztransport zurückblickt. In diesem Unternehmen gehen die Führungskräfte mit gutem Beispiel voran. Sie alle sind ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Auch ein Auszubildender ist für die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Eine problemlose Freistellung und die kostenlose Bereitstellung von Expertise und Arbeitskraft sind hier selbstverständlich.

 

fourtexx GmbH
Firmensitz: Solingen, Regierungsbezirk Düsseldorf
Der mittelständische Betrieb unterstützt seine ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit längerfristigen Freistellungen und indem er geplante Einsätze fest in die Firmenplanung aufnimmt. Insgesamt sind sieben von 47 Angestellten bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Technischen Hilfswerk ehrenamtlich engagiert.

 

Heizung Solar Sanitär Klotz
Firmensitz: Bad Berleburg, Regierungsbezirk Arnsberg
Das Unternehmen aus Bad Berleburg wurde vom ortsansässigen Technischen Hilfswerk für die Auszeichnung vorgeschlagen. Zwei Beschäftigte des Familienunternehmens sind dort aktiv, ein weiterer Mitarbeiter bei der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Ingenieurbüro Rodermann
Firmensitz: Radevormwald, Regierungsbezirk Köln
Fünf der acht Angestellten des Kleinstunternehmens sind bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der Geschäftsführer selbst ist stellvertretender Leiter der örtlichen Feuerwehr. Freistellungen für Aus- und Fortbildungen sind für alle Beschäftigten problemlos möglich.

 

Marc Cirkel Sonnen- und Insektenschutz
Firmensitz: Emmerich, Regierungsbezirk Düsseldorf
Der lokale Handwerksbetrieb zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen ehrenamtlichen Engagierten unkomplizierten Freistellungen für Fortbildungen, Übungen und Einsätze gewährt. Von den vier Beschäftigten sind zwei beim Technischen Hilfswerk aktiv.

 

Martinrea Bergneustadt
Firmensitz: Bergneustadt, Regierungsbezirk Köln
Von den 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren sich 25 ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz oder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Das Unternehmen unterstützt dieses Engagement für den Brand- und Katastrophenschutz durch vielfältige Maßnahmen. So gibt es ein eigenes Fahrzeug für den Transport der Angestellten zu den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr sowie eine Sirene auf dem Betriebsgelände zur Warnung der Bevölkerung. Eine Freistellung der Ehrenamtlichen erfolgt ebenfalls unkompliziert, oft mit Verzicht des Unternehmens auf Lohnausfallkosten.

 

TAR Automation GmbH
Firmensitz: Dinslaken, Regierungsbezirk Düsseldorf
Freistellungen ohne Lohnersatzforderungen sowie die Bereitstellung von Expertise sind für das kleine Dinslakener Unternehmen selbstverständlich. Insgesamt sind vier der 15 Angestellten ehrenamtlich engagiert.

 

Gruppenfoto Förderplakette 2026

 

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15.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Nordrhein-Westfalen stärkt weiter den Verfassungsschutz. Mit einer neuen Laufbahnausbildung bildet das Land erstmals eigenes Fachpersonal aus und schützt so dauerhaft die freiheitliche demokratische Grundordnung. Das Landeskabinett hat die Einführung am Dienstag, 14. Juli 2026, auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen.

Minister Reul: „Durch Extremismus, Spionage und Desinformation steht unsere Demokratie unter Druck wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Deshalb stärken wir das Immunsystem unserer Demokratie: einen Verfassungsschutz, der Angriffe erkennt, abwehrt und sich ständig auf neue Gefahren einstellt. Wir bilden unsere eigenen Leute aus, die früh merken, wo Gefahren lauern und rechtzeitig gegensteuern. Wer unsere offene Gesellschaft angreift, trifft auf einen wachsamen Verfassungsschutz, der unsere Freiheit und Grundrechte schützt.“

Die sicherheitspolitischen Herausforderungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Darauf reagiert Nordrhein-Westfalen mit einer eigenen Laufbahnausbildung für den Verfassungsschutz. Grundlage hierfür ist eine neue Verordnung über die Ausbildung und Prüfung, die erstmals eine eigenständige Laufbahn schafft und die rechtliche Grundlage für die Ausbildung von Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärtern legt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet Studium und Praxis. Sie erfolgt überwiegend beim Bundesamt für Verfassungsschutz sowie an der Hochschule des Bundes und schließt mit einem Bachelorabschluss ab. Vermittelt werden fachliche Kompetenzen, demokratische Werte und rechtsstaatliche Prinzipien. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Zusammenspiel von Bund und Ländern sowie die Arbeitsweise eines demokratisch kontrollierten Nachrichtendienstes.

Ab 2027 sollen zunächst zwei Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden, perspektivisch ist ein Ausbau auf bis zu fünf Einstellungen pro Jahr geplant. Bewerbungen werden voraussichtlich ab Herbst 2026 möglich sein.


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13.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:
Die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021 hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und gut vernetzter Katastrophenschutz ist. Nordrhein-Westfalen hat seitdem zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Vorsorge für künftige Krisen zu verbessern. Anlässlich des fünften Jahrestages der Hochwasserkatastrophe präsentierte Innenminister Herbert Reul am Montag, 13. Juli 2026, in Düsseldorf Fahrzeuge und Geräte für den Katastrophen- und Hochwasserschutz. Diese wurden als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe angeschafft und durch die Landesverbände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und dem Deutschen Roten Kreuz Nordrhein sowie der Feuerwehr Oberhausen und dem Institut der Feuerwehr vorgestellt.

Innenminister Herbert Reul: „Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe denken wir an die Menschen, die ihr Leben verloren haben. Gleichzeitig gilt unser Dank den Einsatzkräften sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die sofort zur Stelle waren und Enormes geleistet haben. Die Folgen der Katastrophe sind bis heute spürbar. Sie sind der Grund, warum wir unseren Katastrophenschutz noch schlagkräftiger gemacht haben und weiter ausbauen. Die Strukturen sind heute klarer, die Zusammenarbeit ist enger, die Warnsysteme besser und wir investieren Millionen in Ausstattung und Einsatzmittel. Am Ende reicht Technik alleine aber nicht. Katastrophenschutz ist Teamwork. Nur wenn alle Hand in Hand arbeiten, funktioniert es im Ernstfall.“


Vorgestellt wurden unter anderem:

Water-Gate Wassersperre 
Dabei handelt es sich um einen mobilen Schutzdamm, mit dem sich beispielsweise Tiefgaragen schützen lassen. Zehn solcher Wassersperren wurden angeschafft und auf die Regierungsbezirke verteilt, um den Einsatz regelmäßig üben zu können.

Geräteanhänger Strömungsrettung 
Der für den Katastrophenschutz konzipierte Anhänger dient der schnellen Bereitstellung von Spezialgeräten zur Menschenrettung in Fließgewässern. Er beinhaltet neben einem motorisierten Schlauchboot insbesondere Seil- und Sicherungstechnik sowie  medizinisches Material.

Hytrans Fire System
Das Hytrans Fire System (HFS) ist ein mobiles Hochleistungs-Wasserfördersystem. Es ist speziell für die Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken (bis zu zwei Kilometer), aber auch für das Abpumpen von großen Wassermengen aus überfluteten Bereichen konzipiert.

Energiemodul
Beim Energiemodul handelt es sich um ein vom Land beschafftes mobiles Notstromaggregat mit sehr hoher Leistung. Es kann zum Beispiel bei Stromausfällen die Versorgung vieler Haushalte sicherstellen. Das Land verfügt über 23 einsatzbereite Energiemodule.

Außerdem wurden „Hochwasser-Pakete“ aus dem 2025 eingerichteten Katastrophenschutzlager des Landes präsentiert. Diese Pakete beinhalten zum Beispiel Pumpen, kleinere Stromaggregate sowie Sandsäcke und können von Städten und Kreisen im Bedarfsfall angefordert werden.

Mit einer Überflutungssimulation wurde auch der „Digitale Zwilling Gefahrenabwehr“ vorgeführt. Das Lage- und Planungssystem des Landes bildet die Realität in einer 3D-Karte ab. Behörden und Organisationen der Gefahrenabwehr können über das geschützte Intranet des Landes darauf zugreifen, um Einsätze besser vorzubereiten und durchzuführen.

Die Stärkung des Katastrophenschutzes ist Teil des 15-Punkte-Plans, den das Kompetenzteam Katastrophenschutz nach der Hochwasserkatastrophe 2021 vorgelegt hat. Ziel des Plans ist es, Nordrhein-Westfalen besser auf zukünftige Krisen und Extremwetterereignisse vorzubereiten. Ein Großteil der Empfehlungen konnte inzwischen umgesetzt werden.

„Ich habe erst vergangene Woche gemeinsam mit dem Kompetenzteam Katastrophenschutz den Umsetzungsstand des 15-Punkte-Plans besprochen. Wir waren uns einig, dass der Katastrophenschutz der Zukunft in Nordrhein-Westfalen auf einem guten Weg ist“, erklärte Minister Herbert Reul.

Die Landesregierung hat den Katastrophenschutz in den vergangenen Jahren mit erheblichen Investitionen gestärkt und modernisiert. Das Land investiert bis 2032 mindestens 225 Millionen Euro in die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausstattungsgegenständen für den Brand- und Katastrophenschutz. Auch die vorgestellten Fahrzeuge und Geräte sind Teil dieser umfassenden Investitionen in den Katastrophenschutz.


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10.07.2026

Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für Dienstag, den 14. Juli 2026, Trauerbeflaggung angeordnet. Anlass ist der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und die Gedenkveranstaltung im Landtag. Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes sowie für die der Aufsicht des Landes unterstehenden Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Innenminister Herbert Reul: „Die Flutkatastrophe hat unermessliches Leid gebracht. Familien verloren Angehörige, Existenzen zerbrachen in wenigen Stunden. Die Bilder von damals lassen uns nicht los. Wir trauern um die Opfer und fühlen mit allen Betroffenen. Aus dieser Katastrophe erwächst für uns ein klarer Auftrag: Wir übernehmen Verantwortung und tun alles dafür, die Menschen in unserem Land bestmöglich zu schützen.“

 

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