Sitz/Verbreitung

Nord-Irak; In Europa durch wenige weisungsberechtigte Funktionäre mit wechselnden Aufenthaltsorten vertreten durch CDK Koordinasyon Civata Ekolojik – Demokratik a Kurd Li Ewropa

Gründung/Bestehen

November 1978

Veröffentlichungen

Publikationen: unter anderem »Serxwebun (Unabhängigkeit)« (monatlich); »Sterka Ciwan (Stern der Jugend)« (monatlich); »Newaya Jin (Erlebnisse der Frauen)« (monatlich); »Kurdistan-Report« (Auflage bis 15.000); »Yeni Özgür Politika« (täglich)
Fernsehen: aktuell »NUCE TV« und »Mednuce«
Internet: Zahlreiche Internetauftritte verschiedener Organisationen,meist auf regionaler Ebene

Kurzportrait/Ziele

Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die heute unter der Bezeichnung Volkskongress Kurdistans (KONGRA-GEL) agiert, strebte ursprünglich einen eigenen kurdischen Nationalstaat an, der die Gebiete Südostanatoliens (Türkei), den Nord-Irak, Teile des westlichen Iran und Gebiete im Norden Syriens umfassen sollte. Obwohl seitens der PKK immer wieder betont wird, man habe die früheren separatistischen Ziele aufgegeben, bemüht sie sich weiterhin um einen länderübergreifenden Verbund aller Kurden im Nahen Osten.
Im Jahre 1993 erließ das Bundesministerium des Innern ein Betätigungsverbot für die PKK und ihrer Nebenorganisationen. Die PKK ist zudem auf der EU-Terrorliste verzeichnet.
Bis Ende 2013 vertrat die »Föderation kurdischer Vereine in Deutschland (YEK-KOM)« nach ihrem Selbstverständnis unter anderem die politischen Interessen der PKK in Deutschland. Sitz der »YEK-KOM« war Düsseldorf. Aufgrund einer bereits im Juli 2013 durch den Dachverband des »Kongresses der kurdisch-demokratischen Gesellschaft in Europa (KCD-E)« beschlossenen Neustrukturierung bildeten sich in vielen deutschen Städten kurdische Gesellschaftszentren, welche die bisher agierenden örtlichen »YEK-KOM«-Vereine ersetzten. Der Vereinsname lautet seitdem »Demokratisch-kurdisches Gesellschaftszentrum (DKTM)«. Auf dem 20. Jahreskongress der »YEK-KOM« im Juni 2014 wurde die Umbenennung der »YEK-KOM« in das »Demokratisch-kurdische Gesellschaftszentrum Deutschland (NAV-DEM)« beschlossen.

Finanzierung

Jährliche Spendensammlung bei den Anhängern der PKK, Erlöse aus Zeitschriften- und Devotionalienverkäufen sowie Eintrittsgelder bei Großveranstaltungen.

Grund der Beobachtung/Verfassungsfeindlichkeit

In Westeuropa ist seit Ende März 1996 ein Kurswechsel zu weitgehend gewaltfreiem Verhalten erkennbar. Die PKK stellt jedoch wegen ihrer fortwährenden Bereitschaft, zu aktionsorientiertem und gewaltbereitem Verhalten zurückzukehren, nach wie vor eine Bedrohung der inneren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland dar. Dies begründet ihre Beobachtung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 VSG NRW.

Ihre Ziele verfolgt die PKK in den Kampfgebieten, aktuell insbesondere in Syrien sowie auch in der Türkei, nach wie vor mit Waffengewalt. Damit gefährdet die Organisation die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland, so dass auch aus diesem Grunde eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz nach § 3 Abs. 1 Nr. 3 VSG NRW erforderlich ist.